Moto2-WM auf dem Red Bull-Ring

Marcel Schrötter rast beim "Heimspiel" aufs Podium

+
Zum Abschluss eines erfolgreichen Rennwochenendes noch einen Wheelie. Marcel Schrötter (Foto) raste in Spielberg auf Rang 3 der Moto2-Konkurrenz.

Pflugdorf/Spieldorf – Na also, geht doch: Gleich beim ersten „Heimspiel“ ist Moto2-WM-Pilot Marcel Schrötter auf sein erstes Sasionpodium gefahren. Auf dem Red Bull-Ring im österreichischen Spielberg toppte der Pflugdorfer am Sonntag ein solides Wochenende mit dem 3. Platz. Die harte Arbeit an den Tagen zuvor brachten endlich das langersehnte Spitzenresultat und die Verbesserung in der WM-Gesamtwertung vom 15. auf den 11. Rang.

Trotz anderslautender Wetter­prognosen wurde der Renntag in der Steiermark von viel Sonnen­schein begleitet. Das fünfte Rennen der Saison startete daher bei stabilen Bedingungen. Alles gut. Doch nach einem fürchterlichen Unfall ohne ernsthafte Verletzungen musste in der neunten Runde erst mal abgebrochen werden. Für Marcel Schrötter, der sich am Samstag mit einer starken Vorstellung für den 3. Startplatz qualifiziert hatte, kam der Rennabbruch allerdings ungelegen: Nach einem super Start übernahm der 27-Jährige sofort den 2. Platz.

Es hatte auch den Anschein, dass Schrötter für die gesamte Distanz die besseren Reserven hätte. In dem nach dem Neustart auf 13 Runden verkürzten Rennen hatte er aber mehr Mühe, die Performance seiner ersten Runden zu wiederholen.

„Ich bin sehr happy über unser erstes Top-Ergebnis in diesem Jahr“, sagte Schrötter nach dem Rennen. Und bedauert: „Es hätte vielleicht sogar ein bisschen besser ausgehen können. Schade, denn der Abbruch war irgendwie nicht gut für uns.“ Die Ausgangsposition für den Neustart in der ersten Reihe sei zwar ebenso hervorragend gewesen, doch sei er beim zweiten Mal nicht so gut weggekommen. Auch seine Pace war nicht gleich gut wie zuvor, beschreibt Schrötter. „Außerdem war es in den ersten Runden ein harter Kampf. Ein paar Fahrer wollten mit aller Gewalt nach vorne kommen.“ In dieser Phase entstand dann auch die Lücke zum Führungsduo.

Erst als Remy Gardner vor Schrötter in Kurve eins ausrutschte ist, kam der 27-Jährige in einen „sauberen Rhythmus“, obgleich er nicht mehr schneller fahren konnte. Das Beste geben und fehlerfrei bleiben war jetzt die Devise. Mit Erfolg. „Letztendlich freue mich ich aber sehr über unser erstes Podium in dieser Saison“, so Schrötter, „nach den schwierigen letzten Wochen ist es eine unglaubliche Erleichterung, wieder dort oben angekommen zu sein.“

Auf beiden Seiten, Pilot wie auch Crew, seien „deutliche Fortschritte“ erzielt worden. Diesen Schwung gilt es nun mitzunehmen. Schrötter: „Spielberg hat erneut gezeigt, dass die kurzfristig eingeschobene Armoperation richtig war. Wie schon vor einer Woche hatte ich auch dieses Mal null Probleme.“

Der Gand Prix von Österreich war das erste von zwei Rennwochenenden hintereinander auf dem Red Bull Ring. Aufgrund der erfreulichen Leistungssteigerung blickt Marcel Schrötter nun der bevorstehenden Aufgabe auf dem selben Schauplatz am kommenden Wochenende sehr erwartungsvoll entgegen.

Schneller als der Pflugdorfer waren am Sonntag nur der Spanier Jorge Martin und der WM-Führende Luca Marini (78 Punkte) aus Italien. Kalex-Pilot Marcel Schrötter hat aktuell 32 Zähler auf seinem Konto und liegt auf Gesamtrang 11.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare