Moto2-WM in Doha

Marcel Schrötter (#23) stürzt in der arabischen Nacht

Marcel Schötter - Moto2 - Doha 2021
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Kein Gutes Gefühl im Qualifying, nach Platz 2 im Warm-Up aber guter Dinge und voll fokusiert auf den WM-Lauf in Doha: Marcel Schrötter (#23).
  • Thomas Ernstberger
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Pflugdorf/Doha – In dieser „arabischen Nacht“ war von Anfang an der bayerische Wurm drin. Beim Grand Prix von Katar, dem zweiten Rennen der WM-Saison 2021, stürzte der Pflugdorfer Motorrad-Profi Marcel Schrötter (28) sieben Runden vor Schluss, auf Platz 14 liegend, nach einer Kollision mit dem Engländer Jake Dixon (25). Rennen damit beendet. „Alles in Ordnung. Zum Glück blieb ich bis auf ein paar kleinere Blessuren unverletzt“, erzählte Schrötter am Montag. Da war er noch in Doha, da er heute Abend seine zweite Impf-Dosis bekommt. Erst morgen Vormittag geht’s zurück in die Heimat und zu Freundin Michelle.

Schon vor dem zweiten Nacht­rennen in der Wüste hatte der Moto2-Pilot vom Memminger Liqui Moly-Intact GP-Team auf dem Losail International Circuit, auf dem er in der Vorwoche auf Platz 8 gefahren war, mit Problemen zu kämpfen. „Es war ein Qualifying zum Vergessen. Ich weiß nicht warum, aber ich habe mich einfach nicht wohlgefühlt“, zeigte sich der Kalex-Pilot völlig ratlos, nachdem er sich mit über einer Sekunde Rückstand auf den späteren Sieger Sam Lowes nur für den 16. Startplatz qualifizieren konnte. Immerhin: Im Warm-Up war er Zweitschnellster.

Auf dem Weg in die Top-Ten stoppte ihn dann in der „arabischen Nacht“ von Katar Jake Dixon. Schrötter: „Eine sehr unglückliche Situation. In einer Passage mit drei schnellen Rechtskurven ist Dixon direkt vor mir gestürzt. Ich konnte mit weit über 100 Stundenkilometern absolut nichts dagegen machen und habe ungebremst sein Hinterrad berührt. Ich dachte erst, dass ich den Sturz noch irgendwie abfangen kann, aber im nächsten Moment bin ich auch dagelegen.“

Auch wenn er ohne Verletzungen davonkam, obwohl er auf den Kopf fiel: „Der Sturz ärgert mich, dann ich hätte von der Pace her bis zum Schluss noch ein gutes Wort mitreden können. Ein solides Top-Ten-Ergebnis zwischen Platz acht und zehn wäre möglich gewesen“, ist sich Schrötter sicher. „Natürlich ist es extrem frustrierend, aber so ein Malheur kann einfach passieren, wenn man sich im Mittel­feld festgefahren hat. Wir haben heute wichtige Punkte für die Meisterschaft liegengelassen. Das ist wirklich jammerschade.“

Kleines Trostpflaster: „Wir haben gesehen, dass wir konkurrenzfähig sind. Dieser positive Aspekt gibt Zuversicht für die nächsten Rennen.“ Nach zwei WM-Läufen belegt der Pflugdorfer mit acht Punkten Rang 14 in der Gesamtwertung.

Das nächste Moto2-Rennen findet am Sonntag, 18. April, um 15.30 Uhr in Portimao (Portugal) statt. Dort landete Marcel Schrötter im vergangenen Jahr auf Platz 12.

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