Moto2-WM: Nur Platz 13 in Silverstone

Marcel Schrötter muss in die „Strafrunde“

Marcel Schrötter - Moto2-WM - Silverstone
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In Silverstone zwischenzeitlich gut unterwegs, insgesamt aber alles andere als zufrieden: Marcel Schrötter (vorne), der die Top Ten verpasste.
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Pflugdorf/Silverstone – Diese drei WM-Punkte waren fürwahr schwer erkämpft: Der Pflugdorfer Motorrad-Profi Marcel Schrötter verpasste nach einer Long Lap-Penalty-­Strafe, einem „Umweg“ im Rennen (ähnlich einer Strafrunde beim Biathlon) zum zweiten Mal in Folge die Top-Ten und musste sich mit dem13. Platz zufrieden geben.

Die Strafe hatte sich der bayerische Moto2-Pilot nach einem Defekt am Motor bereits im ersten Training eingehandelt, nachdem er die schwarz-orange Flagge (bedeutet: Sofort die Strecke verlassen) missachtet hatte. Zudem machte Startplatz 15 im „Home of British Motorsport“ (Heimat des britischen Motorsports) nicht gerade viel Hoffnung auf ein Top-Ergebnis.

„Ein mühsames Wochenende“, gab der 28-jährige Kalex-­Pilot nach den 18 Runden auf der mit 5,9 Kilometern längsten Rennstrecke des Kalenders zu. „Mit einem Long-Lap-Penalty, der gut und gerne zwei Sekunden in dieser Runde gekostet hat, plus einem Fahrfehler war es schier unmöglich mehr herauszuholen. Da unser Speed und der Rhythmus nicht die Besten waren, war es anschließend sehr zäh.“

Schrötters Fazit: „Natürlich sind wir nicht nach Silverstone gekommen, um uns mit einem 13. Platz zufrieden zu geben. Aber ich habe alles gegeben und ich hatte zwischenzeitlich immer wieder sehr gute Runden dabei, die es mir ermöglichten, etwas aufzuholen. Je länger das Rennen gedauert hat, desto besser bin ich in den Rhythmus gekommen. Meinetwegen hätte es gerne noch fünf, sechs Runden gehen können. Trotzdem wäre für mich weiter vorne nichts mehr zu holen gewesen.“

Der Pflugdorfer, dessen Zukunft sich in den nächsten zwei Wochen entscheiden soll, bleibt dennoch optimistisch: „Wir hatten bis zu diesem Rennwochenende einen sehr guten Trend, den wir nicht abreißen lassen dürfen. Wochenende wie dieses gibt es aber. Das erleben nicht nur wir, sondern viele andere auch. Wir werden genauso hart weitermachen und nichts unversucht lassen, um schon bald den Anschluss wiederzufinden. Ich hoffe also, dass wir bei den nächsten Rennen schon wieder konkurrenzfähiger sein werden.“

Nach zwölf WM-Läufen belegt Marcel Schrötter in der Gesamtwertung mit 75 Punkten weiter den 9. Rang. Das nächste Rennen findet am Sonntag, 12. September, im Motorland Aragón (Spanien) statt.

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