Pflugdorfer Motorrad-Profi verlängert bei „Liqui Moly Intact-GP“

Marcel Schrötter #23 fährt weiter Moto2

Moto2 - Marcel Schrötter - Team
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Moto2-Routinier Marcel Schrötter (rechts) und Neuzugang Jeremy Alcoba sind die Asse im Team Liqui Moly Intact GP um Teilhaber und Manager Jürgen Lingg (Mitte).
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Pflugdorf/San Marino – Was letzte Wochen schon im KREISBOTEN stand, ist jetzt offiziell bekanntgegeben worden: Der Plugdorfer Motorrad-Profi Marcel Schrötter hat sich mit dem Memminger „Liqui Moly Intact-GTeam“ wieder geeinigt. Im Vorfeld des 14. Saisonrennens beim Gran Premio di San Marino wurde ein Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben.

Auch wenn der Traum vom Aufstieg in die „Königsklasse“ MotoGP (vorerst mal) geplatzt ist, zeigt sich Schrötter hochzufrieden: „Ich bin mega-happy. Es freut mich sehr, weiterhin Teil der Intact-Rennsportfamilie sein zu dürfen. Mein Gefühl sagt mir, dass ich in diesem Team nicht nur der Fahrer bin, sondern in jeder Hinsicht dazugehöre. Das liegt nicht nur an den mittlerweile fünf Jahren, in denen ich hier bin. Es liegt viel mehr daran, dass wir sehr gut zusammenpassen. Ich bin sehr froh, ein weiteres Jahr in der Moto2-Weltmeisterschaft antreten zu können. Schließlich fahre ich hier in der zweithöchsten Liga der Welt.“

Die gemeinsame Zusammenarbeit begann vor knapp fünf Jahren, als Schrötter 2017 mit dem damaligen Teamkollegen Sandro Cortese ein rein deutsches Team bei Intact GP bildete. Nach insgesamt fünf Podestplätzen und drei Pole-Positions fehlen Schrötter und dem Rennstall nur noch ein Grand-Prix-Triumph in deren Erfolgsliste. Die Nummer 23: „Das ist das erklärte Ziel für die weitere Zusammenarbeit“.

Als Teamkollege wurde der 19-jährige Spanier Jeremy Alcoba bestätigt, der von der Moto3-WM aufsteigt und auf Tony Arbolino folgt. Der Pflugorfer weiß: „Mit meinen 28 Jahren gehöre ich bereits zu den älteren Fahrern. Ich werde alles versuchen, dass unsere Resultate bald wieder top sind. Ich will diese Chance unbedingt nutzen, damit wir gemeinsam bald wieder auf jenen Level zurückkehren, auf dem wir Anfang 2019 waren, als wir als Team großartige Ergebnisse erzielt haben. Es war ein harter Weg bis dorthin, aber wir haben gezeigt, dass wir es können. Doch geänderte Situationen wegen eines neuen Motorrads und neuen Reifen haben uns ein wenig aus dem Konzept gebracht. Ich hoffe jedenfalls, dass wir da wieder anknüpfen können und dieses Jahr noch mit einer anständigen Platzierung in der Gesamtwertung zu Ende bringen werden, bevor wir 2022 mit komplett neuem Elan wieder von vorne angreifen. Ich würde mich riesig freuen, wenn mir möglichst bald mein erster Grand-Prix-Sieg gelingt.“

Nur Platz 12

Das klappte am Sonntag in Misano beim Grand Prix von San Marino noch nicht. Beim sechsten Saisonsieg des Spaniers Raul Fernandez landete Schrötter nach einem Sturz im Warm-Up und schwankenden Leistungen im Rennen nur auf dem 12. Platz. Schon wieder keine Top-Ten-Platzierung. „Mit diesem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein“, sagte er hinterher. „Wir müssen eine Lösung finden, um wieder konstant schneller zu werden. Dann kann ich auch wieder ein ordentliches Rennen abliefern.“

Nach 14 von 18 WM-Läufen belegt Schrötter in der Gesamtwertung mit 84 Punkten weiter den 9. Rang. Das nächste Rennen findet am Sonntag, 3. Oktober, in Austin/Texas (USA) statt. Marcel Schrötter dazu: „Das ist eine meiner Lieblingsstrecken. Darauf freue ich mich ganz besonders. Ich kann es kaum erwarten, nach langer Zeit wieder mal von Europa wegzukommen.“

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