Trotzdem nach vorne blicken

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Drei Tormöglichkeiten vergab allein Mike Dolezal im Heimspiel gegen Moosburg. Mit 1:3 mussten sich die Riverkings am Ende geschlagen geben.

Landsberg – Unterschiedlicher können zwei Niederlagen nicht ausfallen: Während das 1:3 des HC Landsberg im Heimspiel gegen Moosburg eine herbe Enttäuschung war, zeigte die Mannschaft beim 3:4 in Miesbach ein ganz anderes Gesicht. Obwohl man vom TEV ohne Punkte nach Hause fuhr, durften Andreas Zeck und Co-Trainer Michael Falkenberger hochzufrieden sein; immerhin hatte sich ihre Truppe bestens verkauft, obwohl man wegen Erkrankungen stark dezimiert angetreten war – nur noch vier gelernte Verteidiger standen zur Verfügung.

Zu allem Überfluss wurde Barnsteiner vom schwachen Schiedsrichtergespann schon im ersten Drittel mit einer Spieldauer-Strafe bedacht, während Andreas Schmelcher nach einem (nicht geahndeten) Stockstich mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Tausend und Gäbelein halfen dann in der Verteidigung aus und die Rumpftruppe kämpfte über 60 Minuten aufopferungsvoll. 

Moosburg durchkreuzt die Pläne der Riverkings

Nach dem 3:4 durch Fischer hielt man beim Tabellendritten die Partie bis zum Ende offen und kratzte sogar noch am Ausgleich. Mit dieser Niederlage dürfte das Trainergespann somit sehr viel besser leben können als mit der Heimpleite zwei Tage zuvor. Der Tabellenvorletzte durchkreuzte die Siegpläne der Riverkings schon nach 32 Sekunden. Nach einem Scheibenverlust im Spielaufbau stand Neuzugang Hanöffner alleine vor Schedlbauer und traf zum 0:1. Diesem Rückstand sollte der HCL praktisch den ganzen Abend hinterherlaufen – und sich dabei nicht immer sonderlich geschickt anstellen. 

„Auch wenn man nach so einem Bock das erste Tor kassiert, sollte man eigentlich locker weiterspielen“, resümierte später Andreas Zeck, der aber auf dem Eis etwas ganz Anderes zu sehen bekam: „Zum einen hat Moosburgs Torhüter super gehalten. Aber die Bande hinter dem Tor hat jetzt wahrscheinlich auch ein paar Löcher mehr.“ Tatsächlich hatten die Landsberger Angreifer das Visier offenbar nicht richtig eingestellt. Allein Mike Dolezal vergab drei klare Einschussmöglichkeiten, reihte sich damit aber lediglich unter seine Kollegen ein. Auch das 0:2 fing man sich nach einem Fehlpass ein; den einzigen Landsberger Treffer durch Folk konterten die Gäste Sekunden später mit dem 3:1, das sie dann relativ kontrolliert nach Hause brachten. 

Für den HCL stehen damit in der Punktrunde nur noch das Heimspiel gegen Memmingen (nach Redaktionsschluss) und die Auswärtspartie in Höchstadt (Sonntag) an. Weiter geht es dann in der Zwischenrunde am 16. Januar. Mit der Niederlage gegen Moosburg hat man die letzte theoretische Chance auf Platz fünf vergeben, wertlos war das Spiel für Trainer Zeck trotzdem nicht: „Wir ziehen aus solchen Spielen Schlüsse für unsere Arbeit, auch für die kommenden Runden.“

Christoph Kruse

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