Enttäuschung beim TSV Landsberg:

Wieder die ungeliebte Verlängerung

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Die Enttäuschung beim TSV ist groß. Um die Klasse zu halten, muss Trainer Uwe Zenkner (links vorne) zunächst einen Plan gegen Türkspor Augsburg austüfteln.

Landsberg – Das ist bitter: Die Landsberger Bayernliga-Kicker haben es in einem echten Abstiegsfinale selbst in der Hand gehabt, den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Doch die 1:2-Heimniederlage gegen Mit-Kellerkind Wolfratshausen stößt den TSV mitten hinein in die Knochenmühle Relegation. Schon am kommenden Mittwoch geht das Ringen weiter, Gegner ist Landesligist Türkspor Augsburg.

Landsbergs Coach Uwe Zenkner ahnt, welch harter Gang seinem Team in den kommenden Tagen bevorsteht. Mindestens zwei, möglicherweise drei Relegationsrunden sind zu überstehen, um die Bayernliga zu halten. Denn der Modus hängt maßgeblich davon ab, ob die SpVgg Unterhaching ihre Aufstiegs-Duelle zur 3. Liga erfolgreich meistert. Ist das der Fall, können die Verlierer der zweiten Bayernliga-Relegationsrunde sich noch an den Rettungsanker eines weiteren Durchgangs klammern. Doch solche Gedankenspiele liegen für Zenkner in weiter Ferne: „Versagen wir in der ersten Runde, hilft uns das alles nichts.“ Volle Konzentration also auf die nächste Aufgaben. Volle Konzentration auf Türkspor Augsburg, in dem der TSV-Trainer eine echte Herausforderung sieht.

„Sie sind spielerisch sehr gut“, warnt Zenkner davor, den unterklassigen Herausforderer auf die leichte Schulter zunehmen. „Türkspor hat nichts, wir dagegen alles zu verlieren.“ Es gelte, den Reset-Knopf zu drücken und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Denn die höhere Schlagzahl seien die Landsberger aus der Bayernliga gewöhnt. „Das ist unser großes Pfand.“

Dabei sein werden auch in seinem eigenen Team wieder drei zuletzt schmerzlich vermisste Gesichter: Der Einspruch des TSV beim Bayerischen Fußball Verband war erfolgreich, mit den von der Sünderbank zurückkehrenden Sebastian ­Nichelmann, Rainer Storhas und Philipp ­Siegwart stehen absolute Landsberger Korsettstangen wieder zur Verfügung. „Das sind drei unserer erfahrensten Leute, die auch die bevorstehende Situation schon kennen“, atmet Zenkner auf, der in den kommenden Wochen auf Torwart Philipp Beigl und Innenverteidiger Julian Birkner verzichten muss. Beide mussten im Spiel gegen Wolfratshausen verletzt raus. Nicht nur das ein Grund dafür, dass Zenkner die Partie als völlig verpatzt bezeichnet.

Zu wenig Puste

„Mit dieser Leistung haben wir einfach keinen Sieg verdient“, ärgert er sich nach der 1:2-Pleite. Zwar habe sich Wolfratshausen „keinen Deut besser“ präsentiert, doch seien technische und konditionelle Defizite seiner Truppe nicht zu übersehen gewesen. „Wir spielen unglaublich viele Fehlpässe und hinten raus geht uns dermaßen die Puste aus, dass mehrere Spieler Krämpfe haben. Das darf in der Bayernliga nicht passieren.“ Auch die mangelnde Fähigkeit, den eigenen Kasten sauber zu halten, wiege schwer. „Es verfolgt uns, kaum mal zu Null spielen zu können.“

Auch gegen Wolfratshausen dauerte es nur eine gute halbe Stunde, ehe TSV-Keeper Tobias Heiland, der schon früh den verletzten Beigl ersetzt hatte, erstmals hinter sich greifen musste. Ein Fehlpass aus der eigenen Abwehr wurde für die Landsberger Hintermannschaft zum Bumerang. Drei schnell gespielte Pässe reichten den Gästen, um die Defensive ins Leere laufen zu lassen. Am Ende schob ­Angelo Hauk zum 1:1 ein (32.). Immerhin: Den ersten Treffer der Partie hatten die Gastgeber erzielt. Nach einem nervösen Beginn beider Mannschaften verbuchten die Landsberger den ersten insgesamt weniger Geistesblitze. Ein cleverer Pass zwischen die gegnerischen Reihen, dann war Manuel Detmar auf und davon. Zum Abschluss kam der Angreifer zwar nicht, doch ahndete Schiedsrichter Sven Bode das regelwidrige Eingreifen seines Gegenspielers als elfmeterwürdig. Routinier Sebastian Bonfert stellte sich der Verantwortung, peilte die rechte Seite an – und vergab. Gästetorwart Emrullah Karaca parierte, doch Bonferts Nachschuss saß, 1:0 (21.).

Vorzeitige Rettung verpasst

Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter
Fast hätten die Bayernliga-Kicker den vorzeitigen Klassenerhalt noch geschafft. Nach der 1:2-Schlappe gegen Wolfratshausen ist nun aber klar: Der TSV Landsberg muss wie schon im Vorjahr in die Relegation. © Walter

„Das hätte uns Sicherheit geben müssen“, findet Zenkner. Doch eher das Gegenteil sei der Fall gewesen, moniert der 56-Jährige, der in der Halbzeitpause in konsternierte Gesichter blickte. „Der Wille war sicher da, aber der Kopf lenkt halt die Beine.“ Und genau dort sei der Glaube an den vorzeitigen Klassenerhalt nach dem Ausgleich abhanden gekommen. Auch nach Wiederanpfiff boten beide Teams den 300 Zuschauern im 3C-Sportpark vornehmlich Stückwerk. Der nächste Aufreger folgte erst in der 73. Minute. Zu Ungunsten des TSV.

Nach einem erneuten Ballverlust rollte ein Konter Wolfratshausens über die rechte Landsberg Seite. „Wir hatten das Spielfeld viel zu weit gemacht“, kritisiert Zenkner. Ein klärender Zweikampf, ein taktisches Foul, all diese Möglichkeiten hätten seine Spieler gehabt. Doch am Ende nutzte Sandro Wolfinger das schlechte Rückzugsverhalten des TSV, um einen satten Rechtsschuss an Heiland vorbei in den Winkel zu setzen.

Die letzte Chance der Partie und damit die dicke Gelegenheit, die Relegation möglicherweise noch abzuwenden, hatte schon wenig später abermals Bonfert. Der Landsberger Strippenzieher tankte sich über die rechte Seite in den Strafraum, vernaschte sämtliche Gegenspieler und verzettelte sich am Ende doch. „Da war eigentlich sogar schon der Torwart ausgespielt“, so Zenkner. „Wer weiß, was passiert wäre, wenn wir da noch das 2:2 gemacht hätten“, trauert der Coach der Großchance hinterher. So blieb es bis zum Abpfiff beim 1:2, für die Lech-Kicker geht die Saison in die ungeliebte Verlängerung.

Der erste Showdown gegen Türkspor Augsburg steigt am kommenden Mittwoch um 18.30 Uhr auf der Sportanlage in Haunstetten. Am Samstag rollt der Ball ab 16 Uhr im 3C-Sportpark.

rass

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