TSV geht in die Winterpause

Überwintern auf Platz 7

+
Beim TSV hofft man derzeit auf eine baldige Rückkehr von Qendrim Beqiri nach seiner Verletzung. Jetzt geht es aber zunächst einmal in die Winterpause.

Landsberg – Das Bild des lachenden und weinenden Auges wurde nach den Heimspielen der Landsberger Bayernligafußballer zuletzt häufig bemüht und auch diesmal wäre beim 1:1 gegen Verfolger Dachau mehr drin gewesen. Alles in allem geht das Remis aber erneut in Ordnung, denn auch die Gäste hatten ihre Gelegenheiten, sogar die volle Punktzahl aus dem Hacker-Pschorr-Sportpark zu entführen.

„Das Unentschieden ist rückblickend schon gerechtfertigt“, fand TSV-Führungsmitglied Andreas Jörg. „Die Chancen zum Sieg waren da, wir hatten immer wieder Druckphasen doch die Dachauer haben uns gut bearbeitet und unser Schlussmann Tobias Heiland musste uns den Punkt mehrmals festhalten“.

Die große Frage vor Anpfiff war, wie gut die Landsberger Elf den Weggang ihres Topscorers Muriz Salemovic unter der Woche weggesteckt und aus den Köpfen getilgt hatte. Dazu kam noch der berufsbedingte Ausfall des eben erst genesenen Rainer Stohas und das Fehlen von Sebastian Nichelmann aus privaten Gründen. Doch die Hausherren starteten vor den Augen ihres abgewanderten Spielmachers, der sich unter das Publikum gemischt hatte, engagiert ins Spiel und kamen zu ersten Möglichkeiten, bei denen am Ende aber die letzte Präzision fehlte.

Anders dann kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als Sebastian Nuscheler sich stark durchsetzen und auf Philipp Siegwart zurücklegen konnte, der den Ball zum umjubelten Führungstreffer in die Maschen trat (38.). Bereits der elfte Saisontreffer des 26-Jährigen. Für den zweiten Durchgang hatte sich das Team von Trainer Sven Kresin einiges vorgenommen, doch Dachau, das seit der 30. Minute auf seinen verletzten Kapitän und Organisator Alexander Weiser verzichten musste, zeigte sich nun besser strukturiert und insbesondere Antreiber Wilson Onyemaeke, der als Dreh- und Angelpunkt bei den Gästen fungierte, legte eine starke Leistung ab. Andreas Jörg und die restlichen 220 Zuschauer sahen nun eine Druckphase der Gegner, „in der wir schon zu kämpfen hatten“.

Der etwas kuriose aber nicht unverdiente Ausgleich dann in der 58. Minute: Dachaus Wargalla zieht auf der linken Seite davon und spielt den Ball aus ganz spitzem Winkel von außen auf der Suche nach einem Abnehmer vors Landsberger Gehäuse. Tatsächlich nimmt das Spielgerät aber einen unglücklichen Weg vorbei an Schlussmann Tobias Heiland über die Torlinie, 1:1. Das Geschehen ist nun völlig offen und hüben wie drüben erhalten beide Torhüter reichlich Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Der TSV wirkt dabei etwas feldüberlegen, Dachau bleibt aber über Nadelstiche brandgefährlich. Kurz vor Schluss dann zwei weitere dicke Möglichkeiten für den TSV, doch weder Nuscheler im Alleingang noch Siegwart per Kopf können den entscheidenden Stich setzen.

Nun steht die mehrmonatige Winterpause an, mit Platz sieben sitzt es sich in Landsberg sehr gemütlich unter dem Christbaum. „Erstes Ziel war und bleibt der Nichtabstieg. Die rettenden 40 Punkte haben wir weiter voll im Fokus, dafür fehlen uns noch sechs Zähler. Natürlich wollen wir aber auch oben dran bleiben, unter anderem mithilfe von Qendrim Beqiri, der nach seiner Verletzung hoffentlich bald wieder zurückkehren wird“, so Jörg. In Hinblick auf eine Nachfolgelösung für den auslaufenden Kontrakt mit Hauptsponsor Hacker-Pschorr gibt es noch keine spruchreifen Neuigkeiten: „Wir befinden uns in extrem vielen Gesprächen, Namen möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt aber noch keine nennen“.

Rasso Schorer

Auch interessant

Meistgelesen

Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Weiter mit beiden Teams
Weiter mit beiden Teams

Kommentare