Stockschützen-Quartett nach Mega-Aufholjagd bei der Deutschen dabei

Penzinger reißen das Ruder noch herum

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Sind dank einer furiosen Aufholjagd erstmals für die Deutsche qualifiziert (v. links): Michael Wurmser, Matthias Peischer, Florian Lechle und Stephan Ruile.

Penzing – Was für eine Aufholjagd: Nach einem schier aussichtslosen Rückstand hat sich die erste Herrenmannschaft der Penzinger Stockschützen in der Bundesliga Süd auf dem Eis mit einer beeindruckenden Serie zurückgekämpft. Am Ende reichte es sogar noch zur Bronzemedaille und damit zur erstmaligen Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

Daran war in der verkorksten Vorrunde noch nicht zu glauben, denn der Einstand verlief für das Team vom Lechrain alles andere als nach Maß: Nach gutem Beginn haderten die Penzinger das ein oder andere Mal mit sich selbst und lagen nach Spiel 10 bei 13:7 Punkten. Trotz zweier unnötiger Niederlagen gegen den EC Surheim und den EC Gerabach reichte es noch zur Platzierung in den Top Ten.

Auch der Rückrundenauftakt in Peiting verlief am zweiten Spieltag nicht optimal. Einer unglücklichen Niederlage gegen Altwasser Windorf (12:22) folgte ein Unentschieden gegen Blau-Weiß March (11:11), ehe die Penzinger gegen den fehlerfrei spielenden FC Ottenzell erneut das Nachsehen hatten (6:16). Erst in Spiel 4 gelang gegen den TSV Breitbrunn mit 20:8 der vermeintliche Durchbruch. Doch dieser verpuffte schon gegen den Lokalrivalen aus Peiting, wo der FCP einmal mehr den Kürzeren (8:18) zog und zwischenzeitlich bis auf Platz 14 der Tabelle abrutschte.

Danach ging offenbar ein mächtiger Ruck durch das Penzinger Quartett: ­Matthias Peischer, Michael Wurmser, Stephan Ruile und Florian ­Lechle kämpften sich zurück ins Geschehen und legten eine beeindruckende Siegesserie hin. Gegen Reicheneibach (18:10), Oberbergkirchen (22:10), EC Lampoding (20:8), Aiterhofen II (21:3) Hauzenberg (13:11) Aigen (12:10) und Neubärndorf Regen (16:10) machte man Platz um Platz in der Tabelle gut. Und auch am folgenden Finaltag knüpften die Jungs vom Lechrain nahtlos an die Leistung des Vortages an und bauten ihre Serie mit Siegen gegen Pilsting (16:8), Buchberg (21:3) und Grub (11:9) bei einer Gesamtbilanz von 36:18 Punkten bis auf Platz 7 aus; es ging also stetig nach vorne, ehe die Finalrunde mit vier Bahnenspielen ausgetragen wurde.

Hier wartete zunächst der TSV Buchbach, der gleich ordentlich vorlegte. Doch nicht einmal ein 0:13-Rückstand konnte die in Fahrt gekommenen Penzinger aus der Bahn werfen, sodass die Jungs um Nationalspieler ­Matthias Peischer die Partie noch zum 17:13 drehten. Von dieser Euphorie gepackt, zerlegte der FCP selbst den favorisierten EC Grub – mit einem herausragenden 22:0. Und sogar der deutsche Meister EC Lampoding konnte den Lauf der Penzinger nicht bremsen. Bis auf Platz 5 vorgerückt, hieß der Gegner um das Spiel für das vierte Ticket zum Halbfinale EC Sassbach. Die Penzinger zeigten einen tollen Kampf, siegten mit 22:6 und bauten ihre Siegesserie auf 14 Spiele aus, was das letzte Halbfinalticket bedeutete.

Dort wartete erneut der TSV Peiting, der sich in Kehre 2 einen Patzer erlaubte. Das nutzten die Penzinger aus und gewannen das insgesamt hochklassige Spiel am Ende deutlich mit 22:6. Weiter ging´s damit im Spiel um Bronze, wo der EC Passau Neustift zum Tanz bat. Wieder machten Peischer und Co. kurzen Prozess, zeigten ein letztes Mal bei diesem Turnier ihren enormen Willen und ergatterten mit einem 16:3 noch die Bronzemedaille.

Verbunden ist das Edelmetall auch mit der erstmaligen Qualifikation zur deutschen Meisterschaft der Herren, für die das Quartett nicht mal eine weite Anreise auf sich nehmen muss: Die Endrunde findet nämlich am 26./27. Januar in Peiting statt. Auch dort wollen die Penzinger ein Wort um die begehrten Halbfinalplätze mitsprechen. „Wir gehören sicher nicht zum engeren Favoritenkreis, sind aber immer für eine Überraschung gut, das hat die Bundesliga gezeigt“, gibt sich Matthias Peischer kämpferisch. Die Penzinger hoffen dabei auf zahlreiche Unterstützung aus der Heimat.

Neben der Herrenmannschaft werden auch Kathrin und Stephan Ruile bei der deutschen Meisterschaft im Zielschießen vertreten sein. Beide überzeugten auf den bayerischen Meisterschaften. Kathrin Ruile sicherte sich mit 640 Punkten (155/175/148/162) Punkten die bayerische Vizemeisterschaft, ihr Mann Stephan konnte sich das Ticket mit 641 Punkten (165/178/163/135) und Platz 8 sichern.

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