Auftakt mit Niederlage

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Die Riverkings starteten mit einer Niederlage in die Zwischenrunde. Bereits am Freitag haben sie aber die Gelegenheit, sich dafür bei Pfaffenhofen zu revanchieren.

Landsberg – Der Neustart in die Zwischenrunde der Eishockey-Bayernliga ging für den HC Landsberg daneben: Statt der eingeplanten drei Punkte gab es im Heimspiel gegen Pfaffenhofen eine 1:3-Niederlage.

Kein Wunder, dass Gästetrainer Topi Dollhofer, selbst lange Jahre Coach der Riverkings, anschließend hochzufrieden war. „Wir haben heute defensiv clever gespielt und waren in Überzahl dann auch gefährlich. Zum Schluss haben wir das Ergebnis taktisch gut gehalten.“ 

Keine Punkte für die Riverkings

Keine Begeisterung herrschte verständlicherweise dagegen bei HCL-Trainer Andreas Zeck. Auch wenn „es nicht richtig wäre, das Spiel komplett schlecht zu reden“, war ihm, wie auch seinem Co-Trainer Michael Falkenberger, die Enttäuschung nach der Partie deutlich anzumerken. Eine positive Erkenntnis hatte das Trainerteam zwar gewonnen: „Hinten war das heute schon einigermaßen in Ordnung, was wir gezeigt haben“, so Zeck. 

Dafür verlor seine Mannschaft diesmal irgendwann in der Offensive die Ordnung. „Wenn man dann aber keine Tore mehr schießt, reicht's im Eishockey eben auch nicht, da muss es schon in allen Bereichen stimmen.“ Dabei hatte der Beginn der Partie dem 35jährigen durchaus noch gefallen. Mit geradlinigem Spiel kamen die Riverkings schnell zu Chancen und gingen in Führung, als Markus Kerber einen Schuss am langen Pfosten artistisch ablenkte. „Da haben wir gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben“, resümierte Zeck, „nur das zweite Tor wieder einmal nicht geschossen.“ 

Tatsächlich traf Geisberger bei einem Vorstoß nach sehenswertem Solo mit seinem Rückhandlupfer nur die Latte, kurz vor der Pause entschärfte Banzer noch spektakulär einen Konter von Markus Kerber und Tausend. Statt im zweiten Drittel in diesem Stil weiterzumachen, kassierte man 31 Sekunden nach der Pause „ein kurioses Tor, das uns dann wieder völlig aus der Spur bringt“, so Zeck. 

Nach einer scheinbar harmlosen Bogenlampe von Gabler ver- sprang die Scheibe kurz vor dem Gehäuse von Schedlbauer und rutschte zum Ausgleich ins Tor. Was dann folgte, ärgerte Zeck: „Wir werden wieder kopflos, machen Fouls, kassieren noch ein Tor in eigener Überzahl und spielen es auch danach nicht aus einer sicheren Defensive, wie wir es tun müssten.“ Auch, wer im Schlussabschnitt einen Sturmlauf der Gastgeber erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. 

Gegen die massierte Abwehr der Icehogs fanden die Landsberger wenige Mittel, verloren die Mehrzahl ihrer Zweikämpfe und kamen kaum noch gefährlich vor das Tor. Zeck griff zu einer drastischen Maßnahme, indem er seinen Paradesturm für ein halbes Drittel komplett auf der Bank sitzen ließ. „Wenn die erste Reihe nicht einmal annähernd dahin kommt, dass sie Tore schießt, haben andere die Chance verdient, es zu versuchen“, begründete er seine Maßnahme und fügte an: „Generell waren es oft andere Reihen, die die größte Gefahr ausgestrahlt haben.“ Insgesamt war das von den Riverkings Gezeigte im Schlussdrittel „einfach zu wenig“. Man habe aus den Ecken den Puck zwar immer wieder einmal Richtung Tor gebracht, „aber da fehlt der letzte Biss, der unbedingte Wille, das Ding einfach mal reinzumachen.“

Für diese These gibt es gute Belege: Die beste Chance hatte der HCL noch durch ein erneutes Solo von Verteidiger Geisberger (der dann einen klaren Penalty nicht zugesprochen bekam). Selbst als man bereits 3:40 Minuten vor Schluss Schedlbauer zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, brachte man so gut wie nichts Gefährliches zustande – im Gegenteil, die Gäste schafften noch das Kunststück, in sechs Versuchen das leere Tor nicht zu treffen. 

Bei nur sechs Spielen in der Zwischenrunde ist eine Heimniederlage zum Auftakt nicht gerade hilfreich, kann aber bereits am Freitag wieder ausgeglichen werden. Dann muss der HCL nach Pfaffenhofen und hat hoffentlich seine Lehren gezogen. „Wir müssen auch an dieses Spiel wieder positiv heran- gehen und alles versuchen“, gibt der Coach die Parole aus. 

Nicht gerade einfacher wird es am Sonntag (17 Uhr). Dann gastieren zum Derby die Piraten aus Buchloe in Landsberg.

Christoph Kruse

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