Zeit zum Hadern

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Gegen Gilching war die Bank für Trainer Sofian Marrague (links) ungewohnt leer: Einige verletzte Feldspieler sorgten für eine geringe Auswahl.

Landsberg – Eigentlich ganz gut gespielt, aber trotzdem verloren. Ein wenig könnten die Landsberger Handballer mit der Niederlage beim TSV Gilching schon hadern. Da hat einfach zu vieles nicht gepasst, um zu einem Sieg zu kommen.

Nachdem die Gilchinger Stammhalle zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird, musste ausgewichen werden in eine Halle, in der Haftmittel nicht erlaubt sind. Im modernen Handball ein Unding, kommt aber immer wieder vor. Hinzu kam, dass man wieder mal nicht vollständig antreten konnte. Hat der Trainer Sofian Marrague sonst die Auswahl bei den Torhütern, stand diesmal nur Sebastian Röhrl zur Verfügung. Dubravko Grgic war aus familiären und Dominik Keller aus beruflichen Gründen verhindert.

Hinzu kamen noch ein paar verletzte Feldspieler, da war die Bank ungewohnt leer. Und dann gab es noch einen irgendwie ungewöhnlichen Spielverlauf mit insgesamt 21 Siebenmetern. So kam es zu einer nicht so niveauvollen Bezirksoberliga-Partie, in der Landsberg am Schluss das Nachsehen hatte. Landsberg erzielte das erste Tor, aber Gilching glich postwendend aus und übernahm die Führung. Man blieb zwar dran, lag aber immer ein paar Tore hinten. Am Schluss der ersten Hälfte waren es dann vier, (16:12/30.). Zu Beginn des zweiten Durchgangs bauten die Gastgeber den Vorsprung dann auf sechs Treffer aus, die Landsberger ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken.

Sie hielten gut dagegen und verkürzten wieder (19:22/43.). Weiterhin kam es zu vielen Siebenmetern, Lukas König zeigte sich auf Landsberger Seite sehr treffsicher. Als Gliching erneut wegziehen konnte, konterten die Landsberger mit einer 4:0-Serie und waren wieder auf zwei dran. In der 55. Minute erzielten sie sogar den Ausgleich. Doch das Glück der Tüchtigen war nicht auf ihrer Seite. Ein paar unglückliche Ballverluste machten es den Gastgebern leicht bis zum Ende des Spiels noch ein paarmal zum Endstand von 30:27 zu treffen. „Also ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben ganz ordentlich gespielt“, blieb Trainer Sofian Marrague nach dem Spiel gelassen, „da hat heute einfach vieles, auch von den Rahmenbedingungen, gegen uns gesprochen“.

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