Trotz guter Chancen gescheitert

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Zwar konnte Markus Kerber beim ersten Spiel gegen Peißenberg am Wochenende gleich punkten, trotzdem gingen die Riverkings als Verlierer vom Eis.

Landsberg – Von „furios“ bis „viele Fehler“ reichte die Bandbreite der Riverkings am vergangenen Wochenende. Beide Spiele gegen den TSV Peißenberg endeten für den HC Landsberg mit einer Niederlage. Trotzdem ist man beim Verein zuversichtlich, wenn am kommenden Freitag der Tabellenerste EV Lindau an den Lech kommt.

Beim ersten von zwei Spielen legten die Riverkings am Freitagabend beim TSV Peißenberg einen wahren Blitzstart aufs Eis. Marcel Juhasz verwertete ein Zuspiel von Markus Kerber bereits in der ersten Minute zur 1:0 Führung. Keine vier Minuten später erhöhte Stefan Kerber eiskalt auf 2:0 für den HCL. In der Folge versäumte man es allerdings, trotz einiger Chancen, das vermutlich vorentscheidende nächste Tor zu machen. Im zweiten Drittel verlor man dann völlig den Faden. Statt weiterhin einfach und effektiv in der Abwehr zu spielen, schlichen sich wiederholt Fehler ein. Die Folge: Peißenberg verkürzte in Unterzahl zuerst auf 1:2, um dann zweimal in Überzahl auf 3:2 zu erhöhen.

"Furios", aber auch mit Fehlern

Scheinbar fruchtete die anschließende Pausenansprache von Coach Markus Haschka – er vertrat den erkrankten Andreas Zeck an diesem Wochenende. Wie verwandelt kamen die Riverkings aus der Kabine und zeigten in starken ersten 10 Minuten im letzten Drittel eine gute Leistung. Craig Gallo und Andreas Schmelcher schossen die Landsberger wieder mit 4:3 in Führung. In den letzten 10 Spielminuten schlichen sich zuerst Strafzeiten und dann individuelle Fehler in der Abwehr ein und so konnte Peißenberg das Spiel abermals drehen und mit 5:4 in Führung zu gehen. Als kurz vor Schluss die Riverkings den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen, erzielte Peißenberg dann den 6:4 Endstand.

Vor knapp 1000 Zuschauern, erwischten die Gäste aus Peißenberg am Sonntag diesmal den besseren Start. Bereits in der 3. Spielminute gingen die Eishackler aus Peißenberg in Führung. Ein Schuss der Gäste trudelte Torwart Maximilian Güßbacher unglücklich zwischen den Hosenträger durch zum 0:1. Ihren zweiten Treffer konnten die Gäste in Überzahl erzielen. Peißenbergs Kontingentspieler Tyler Wiseman versenkte die Scheibe im kurzen Eck zum 0:2. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die erste Drittelpause. Beim dritten Gegentreffer in der 31. Spielminute zeigte die gesamte Hintermannschaft der Riverkings nicht die notwendige Konzentration. So schlug der eigentlich harmlose Schuss im langen Eck ein. Aber die Mannschaft von Markus Haschka erspielte sich immer wieder gute Torchancen.

Doch entweder scheiterten die Riverkings mit ihren Versuchen am Gästetorwart oder sogar dreimal an Pfosten bzw. Latte. Auch ein vermeintlicher Treffer der Landsberger wurde vom unsicheren Unparteiischen nicht gegeben. Das Schiedsrichtergespann erwischte wahrlich keinen guten Tag und zog sich daher auch den Unmut der Zuschauer zu. Ob die Leistung der drei Herren am anwesenden Schiedsrichterbeobachter im Stadion lag, bleibt leider ungeklärt. Auch Markus Haschka war nach der Partie restlos bedient. „Dennis Sturm bekommt eine zwei plus zehn Minuten Strafe – keine drei Minuten später wird ein Gast für die gleiche Aktion aber nur für zwei Minuten vom Eis gestellt. Da habe ich echt kein Verständnis. Ich konnte bei der Spielleitung einfach keine klare Linie erkennen. Ich möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass nicht der Schiedsrichter für die Niederlage verantwortlich ist. Wenn wir unsere Torchancen einfach effektiver genutzt hätten, wäre heute auch mehr drin gewesen. Mir tut es auch für die vielen Zuschauer leid, wenn ein Spiel so verpfiffen wird.“

In den letzten Abschnitt starteten die Riverkings dann furios. In der 41. Spielminute verkürzten die Hausherren in Überzahl durch Craig Gallo auf 1:3. Die Mannen von Markus Haschka waren das wesentlich agilere Team und erspielten mehrere gute Chancen. Diese Druckphase wurde dann durch mehrere Strafzeiten unterbrochen. Doch auch die entstandenen Unterzahlsituationen überstand der HCL schadlos. So war erneut Craig Gallo in Überzahl zur Stelle und erzielte den 2:3 Zwischenstand (58. Spielminute). Doch die Zeit lief den Hausherren davon. Markus Haschka ersetzte seinen Torwart für einen sechsten Feldspieler. Diese Situation nutzen die Gäste aus und erzielten in der 59. Spielminute den 2:4 Endstand.

Markus Haschka ist trotz der beiden Niederlagen nicht unzufrieden mit der Leistung der Mannschaft. „Vor allem die Leistung im letzten Drittel stimmt mich zuversichtlich für die kommenden Aufgaben“. Bereits am kommenden Freitag, 29. Januar um 20 Uhr steht das nächste Heimspiel der Riverkings auf dem Spielplan. Mit dem EV Lindau kommt der Tabellenerste nach der Vorrunde an den Lech. Andreas Zeck ist wieder gesund und wird die Mannschaft diese Woche wieder auf die schweren Aufgaben am Wochenende vorbereiten.

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