Langsam wird‘s eng

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Zu einer knappen Kiste entwickelt sich der Kampf um die sechs Playoffplätze in der Floorballbundesliga. Dennis Häringer und die Red Hocks haben zuletzt an Boden verloren.

Kaufering – Das Punktepolster ist aufgebraucht: Nachdem die Bundesligafloorballer der Red Hocks Kaufering am vergangenen Wochenende in Chemnitz erneut mit leeren Händen dastanden, rückt das Verfolgerfeld immer näher heran. Zwei verschlafenen Anfangsdritteln bei den Floor Fighters folgte ein intensiver Schlussabschnitt, in dem die knappe 8:6-Niederlage jedoch nicht mehr abgewendet werden konnte.

Unter dem Motto „Wir dürfen – die anderen müssen“ starteten die Red Hocks als Favorit in die Auswärtspartie gegen die Floor Fighters, die auf Platz 8 bereits zum Siegen gezwungen waren. Kaufering tat sich von Beginn an schwer und wurde von bissigen Chemnitzern in den ersten Minuten regelrecht überrollt. Schon nach 32 Sekunden klingelte es, als ein Fernschuss von Heikki Vilppola unten links einschlug. Geschockt vom schnellen Rückstand suchten die Gäste vom Lech nach der Antwort, kamen allerdings kaum mit sauberem Aufbauspiel vor das gegnerische Tor. Die Floor Fighters waren in den entscheidenden Zweikämpfen zunächst immer einen Schritt schneller. In der 9. Minute traf Vilppola dann wieder, bei einem Freischlag war er der Kauferinger Deckung entwischt.

Diesmal reagierte die Mannschaft vom Lech jedoch prompt und kam durch Kilian Tiefen­thaler, zum 2:1-Anschluss. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Red Hocks in ihrer Defensive einen besseren Zugriff auf die Chemnitzer Angreifer fanden und sich vorne gute Chancen erspielten. Der Ball wollte in den ersten 20 Minuten aber kein weiteres Mal ins Tor.

Im zweiten Abschnitt bekamen die sächsischen Hausherren eine Reihe an Strafen aufgebrummt. Das zweite Powerplay führte direkt zum Erfolg, als Julian Rüger aus spitzem Winkel Goalie Lauri-Pekka Larkela überwand. Und schon eine Minute später gab es den nächsten Überzahltreffer. Marco Tobisch legte quer auf Martin Klöck, der zur erstmaligen Führung einnetzte. Ein Ballverlust hinter dem eigenen Tor brachte allerdings Chemnitz unmittelbar danach zurück ins Spiel, Marvin Rosenthal ließ Schlussmann Tobias Dahme aus zwei Metern keine Chance. Anschließend ließ das junge Kauferinger Team, das mit Ricardo Wipfler und Albert Sikora sogar zwei talentierte 14-Jährige aufbot, das Spiel ein wenig aus der Hand gleiten. Vilppola zum Dritten und Topscorer Tuomo Manninen schraubten den Spielstand für die Hausherren zum Ende des zweiten Drittels auf 5:3 hoch.

Der letzte Durchgang begann vielversprechend für Kaufering. Einen Schuss von Martin Klöck konnte der Chemnitzer Schlussmann nicht festhalten, sodass Tobias Hutter den Ball aus kurzer Distanz zum 5:4 über die Linie drücken konnte. Mit dem vierten Treffer von Vilppola zogen die Gastgeber jedoch wieder auf 6:4 davon. Das gesamte Schlussdrittel entwickelte sich zum Abziehbild dieses Musters: Die Red Hocks verkürzten stets auf ein Tor, scheiterten aber immer wieder beim Versuch, den Ausgleich zu erzielen. In ihre Drangphase hinein setzte es stets weitere Gegentore, die teils zu vermeiden gewesen wären. Ricardo Wipfler konnte mit seinem ersten Bundesligator, das ihm nach Abpfiff die Best Player-Auszeichnung einbrachte, auf 6:5 verkürzen. Chemnitz‘ Sascha Franz legte mit einem abgefälschten Schuss jedoch wieder auf 7:5. Eine Minute später gelang Tobias Hutter der 7:6-Anschluss, Chemnitz antwortete postwendend mit dem 8:6 per Penalty. Die Red Hocks drängten zwar noch auf einen weiteren Treffer und nahmen Torhüter Dahme vom Feld, doch die Niederlage war nicht mehr abzuwenden. Damit müssen sich die Kauferinger zum zweiten Mal in Folge gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze geschlagen geben, der Vorsprung schmilzt weiter. Zwischen den Red Hocks auf Rang drei und den siebtplatzierten Chemnitzern liegen nur noch drei Zähler.

„Wir haben heute zwei schlechte Drittel gespielt und sind erst in den letzten 20 Minuten in Fahrt gekommen. Chemnitz war dagegen hochmotiviert und hat verdient gewonnen. Unsere komfortable Situation ist inzwischen verloren gegangen, in zwei Wochen müssen wir mit unseren Fans im Rücken gegen Halle definitiv gewinnen. Und dann bin ich auf jeden Fall optimistisch, dass wir den vorzeitigen Klassenerhalt und den Einzug in die Playoffs schaffen werden“, resümiert, Kapitän Maxi Falkenberger. Das Spiel gegen den Tabellenletzten aus Halle findet am Sonntag, den 13. März im Kauferinger Sportzentrum statt, Anpfiff ist um 16 Uhr.

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