0:1 im Sechs-Punkte-Spiel

Trübe Aussichten für Landsberger TSV-Fußballer

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Momentan mangelt es an Lösungen. Der TSV Landsberg (schwarz) mussten am Wochenende Chiemgau Traunstein an sich vorbeiziehen lassen.
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Momentan mangelt es an Lösungen. Der TSV Landsberg (schwarz) mussten am Wochenende Chiemgau Traunstein an sich vorbeiziehen lassen.
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Momentan mangelt es an Lösungen. Der TSV Landsberg (schwarz) mussten am Wochenende Chiemgau Traunstein an sich vorbeiziehen lassen.
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Momentan mangelt es an Lösungen. Der TSV Landsberg (schwarz) mussten am Wochenende Chiemgau Traunstein an sich vorbeiziehen lassen.
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Momentan mangelt es an Lösungen. Der TSV Landsberg (schwarz) mussten am Wochenende Chiemgau Traunstein an sich vorbeiziehen lassen.
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Momentan mangelt es an Lösungen. Der TSV Landsberg (schwarz) mussten am Wochenende Chiemgau Traunstein an sich vorbeiziehen lassen.
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Momentan mangelt es an Lösungen. Der TSV Landsberg (schwarz) mussten am Wochenende Chiemgau Traunstein an sich vorbeiziehen lassen.

Landsberg – So langsam müsste mal ein Serie her. Nach der 0:1-Niederlage gegen Mit-Kellerkind Traunstein klebt der TSV Landsberg, jetzt als Vorletzter, weiter am Ende der Bayernliga-Tabelle. Rang 18 und damit einen direkten Abstiegsplatz belegen die Schützlinge von Trainer ­Guido ­Kandziora nunmehr. Fünf Zähler Rückstand sind es – bei zwei Spielen weniger als der Großteil der Konkurrenz – zum direkt rettenden Ufer. Vier Partien vor der Winterpause bleiben noch, um die Tristesse unter dem Weihnachtsbaum in Grenzen zu halten.

Maximilian Probst heißt der junge Mann, der dem TSV Landsberg am Samstag vor 320 Zuschauern im 3C-Sportpark die Laune vermieste. Nach einem weiten Ball von Traunsteins Torhüter Maximilian Tanzer in der 14. Minute stand Innenverteidiger Sebastian Nichelmann seinem Gegenspieler Stefan ­Mauerkirchner nicht nah genug auf den Füßen. Dieser leitete weiter auf ­Samuel Schwarz, dessen Zuspiel auf Probst die Hintermannschaft der Hausherren endgültig entblößte. Frei vor TSV-Schlussmann Philipp Beigl schob der Angreifer zum einzigen Treffer des Tages ein. Mehr, als den Abschluss noch unglücklich abzufälschen, vermochte auch der anpreschende Daniel Siegwart nicht mehr zu ändern. Probst allein die Rolle des Stimmungskillers zuzuschreiben, würde aber zu kurz greifen. Denn das, was die Gastgeber vom Lech in der Anfangsviertelstunde und auch danach immer wieder auf den Platz brachten, war zu dürftig, um siegreich aus dem Abstiegs-Gipfel zu gehen.

„Wir müssen uns den Vorwurf machen, in den ersten 15 Minuten nicht aggressiv genug gespielt zu haben“, weiß Coach Kandziora. Möglicherweise sei die Traunsteiner Brust mit zwei Siegen im Gepäck breiter gewesen, als die seines TSV. Doch mit dem gehemmten Start und dem daraus resultierenden Rückstand hätte sein Team den Gegner selbstverschuldet weiter aufgebaut. Den Chiemgauern spielte ihr gelungener Start trefflich in die Karten: Sie verlegten sich weiter auf eine kompakte Defensive, aus der heraus sie ihr Heil in Kontern suchten.

Diese blieben beinahe über die ganze Spielzeit gefährlich, wenn auch nur punktuell. Landsberg hingegen mühte sich, verzweifelte aber auch mangels technischer Finesse daran, zwingend vor dem Gäste-Tor aufzutauchen. „Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten wir viele Spielanteile, waren bei Standards gefährlich“, bilanziert Kandziora. Doch wirklich dran an zumindest einem Zähler waren seine Schützlinge erst in der Schlussphase. ­Dominik Schön bei einem Abschluss aus 16 Metern zentraler Position (82.), Jonas Meichelböck (89.) und Alexander Buschel per Kopfball knapp neben das Tor (92.) probierten es allesamt erfolglos.

Die noch beste Chance zum Ausgleich wäre wohl ein Handelfmeter gewesen, den Schiedsrichter Björn Söllner gleich zweimal hätte verhängen können: Sowohl in der 85. Minute bei einer TSV-Ecke als auch in der 92. Minute nach einem Bonfert-Kopfball verhinderte Traunstein einen Einschlag mit dem Einsatz des Arms. Doch als strafstoßwürdig erachtete der Referee das nicht. „Eine Fehlentscheidung“, findet Kandziora. „Auch in solchen Situationen fehlt uns derzeit einfach das Spielglück.“

Nicht entgangen sein dürfte dem 49-Jährigen aber, dass selbst in der heißen Schlussphase nicht bei jedem seiner Akteure die Körpersprache wilde Entschlossenheit statt Resignation verhieß. „Einige Positionen haben ihre Tagesform nicht erreicht“, bedauert der Trainer, der zum nächsten Spiel hin einige personelle Veränderungen ankündigt. Er könne derzeit aus dem Vollen schöpfen; da gelte es, sich einen Platz im Kader hart zu erarbeiten. „Ich brauche Leute, die bereit sind“, fasst er zusammen. „Jedes Spiel ist für uns jetzt ein Sechs-Punkte-Spiel.“

Ein solches steht den Landsbergern am Sonntag wieder mit dem Auftritt bei der Reserve des TSV 1860 München bevor (14 Uhr). Also ein Duell mit jenem Gegner, der den Lech-Kickern beim 1:4 eingangs der Hinrunde mit am deutlichsten die Grenzen aufzeigte. „Wir müssen uns auf technisch gute Spieler einstellen“, weiß Kandziora, der davon ausgeht, dass die Löwen-Talente sein Team früh und aggressiv stören werden. „Da müssen wir Lösungen finden.“

Lösungen wird der TSV im Winter wohl auch auf dem Transfermarkt brauchen, soll die Aufholjagd auf die gesicherten Regionen der Tabelle noch gelingen. Zu dem Zeitpunkt gutes Personal zu finden, sei schwierig, weiß der Trainer. Dennoch: „Es ist klar, dass wir Verstärkungen brauchen.“ Die Ankündigung bei seinem Antritt, alles und jeden auf den Prüfstand zu stellen, setzt der 49-Jährige um. „Bei einzelnen Spielern weiß ich schon, dass ich nicht mehr mit ihnen plane.“

Rasso Schorer

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