Saisonziel außer Sichtweite

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Regelrecht überrannt wurden die Riverkings von ihren Gegnern und finden sich nun – weit ab vom Saisonziel – auf Platz 10 in der Tabelle wieder.

Landsberg – Diesmal stimmte die Leistung, die Ergebnisse allerdings wieder nicht. „Das war wirklich ärgerlich, aus den beiden Spielen müssen wir eigentlich vier Punkte holen“, ärgerte sich dann auch HCL-Vorstand Christoph Hicks nach dem 4:6 gegen Trostberg und dem 3:6 in Fürstenfeldbruck.

Nun schlägt Niederlagen-Serie auch auf die Tabelle durch. Die Riverkings sind auf Rang zehn abgerutscht und werden ihr Saisonziel damit wohl klar verfehlen. Nach einer Woche Pause steht am 22. Februar nur noch das letzte Punktspiel zuhause gegen Oberstdorf an. Spielerisch und kämpferisch war dem Team im Heimspiel gegen Trostberg wenig vorzuwerfen, die Landsberger zeigten eines der besten Spiele der letzten Wochen. Dass es trotzdem nicht zum Sieg reichte, war den Schwächen geschuldet, die bereits während der gesamten Saison immer wieder zu sehen waren – und aus unerfindlichen Gründen nicht abgestellt werden können. Zu allererst ist dabei die eklatante Abschlussschwäche zu nennen. Bereits in den Anfangsminuten hatte nicht nur Dominic Kerber eine glänzende Gelegenheit, Marco Fichtl brachte sogar das Kunststück fertig, vor dem leeren Tor an den linken Pfosten zu schießen. Nach einem weniger überzeugenden Powerplay geriet man dann fast schon erwartungsgemäß in Rückstand, als sich die komplette Hintermannschaft nach dem Bully einen Aussetzer leistete. Den Ausgleich besorgte Hess dann ihn für ihn ungewohnter Manier mit einem Gewaltschuss. Vom zweiten Drittel an entwickelte sich ein überdurchschnittliches Landesligaspiel, in dem die Gastgeber aus ihrer zeitweise drückenden Überlegenheit aber zunächst nichts machen konnten. Ganz im Gegenteil: Nach einem nicht geahndeten Foul und dann nach einem Stellungsfehler eines HCL-Verteidigers gelang den Trostbergern sogar das 1:2 und 1:3 binnen 36 Sekunden. Klemm staubte wiederum zum 2:3 ab (25.) und die Riverkings machten weiter die Musik. Einen Schlagschuss von Hess nahm Stefan Kerber vor dem Tor sehenswert mit dem Schläger herunter und schob überlegt zum Ausgleich ein. Auch die erneute Gästeführung nach einer weiteren Unaufmerksamkeit steckte man weg: Dominic Kerber glich nach Konfusion in der Gästeabwehr zum 4:4 aus (46.). Dass Trostberg im Powerplay aus spitzem Winkel noch einmal zur Führung traf, war überraschend, dass der HCL die folgende Druckphase mit Einschussmöglichkeiten im Minutentakt nicht nützen konnte, angesichts des bisherigen Saisonverlaufs eher nicht. Als Falkenberger das Landsberger Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers verließ, stellte Scheck dann im zweiten Versuch mit einem Empty-Net-Goal den für Trostberg glücklichen Endstand her. Noch ein Tor deutlicher verloren die Riverkings zwei Tage später in Fürstenfeldbruck. Wieder spielte man ordentlich mit, wieder war die Partie bis ins Schlussdrittel offen, wieder vergab man zuviele Chancen. „Nach dem ersten Drittel müssen wir eigentlich 4:0 vorne liegen“, weiß auch Christoph Hicks. Stattdessen hieß es trotz zweimaligem Führungstreffer nur 2:2, zur zweiten Pause 3:3. Im Schlussabschnitt offenbarten die Landsberger dann eine Unterzahlschwäche, die man trotz der Niederlagenserie bisher nicht so gesehen hatte. Insgesamt fielen bis auf einen Treffer alle Tore in Unterzahl. Für die letzte Partie am Freitag in einer Woche kann es jetzt nur noch um einen versöhnlichen Saisonabschluss gehen – in Abstiegsnöte kommt man dank des Punktepolsters aus dem vergangenen Herbst nicht mehr. „Danach wird man Einiges in Ruhe besprechen und aufarbeiten müssen“, kündigt Christoph Hicks an. „So haben wir uns diese Saison natürlich auch nicht vorgestellt.“

Christoph Kruse

HC Landsberg weiter auf Talfahrt

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