Ernüchternde Bilanz

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Nach einer ernüchternden Niederlage gegen den Favoriten Heimstetten liegen die Penzinger Volleyballerinnen nun auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Penzing – Dass man am Samstag in Heimstetten auf einen starken Gegner treffen wird, zeigte bereits die Tabelle vor dem Spieltag. Trotzdem waren die Penzingerinnen fest entschlossen dagegen zu halten. Leider wurde das nur phasenweise umgesetzt, insgesamt fand Penzing aber kein Mittel die starken Angreiferinnen aufhalten zu können.

In der Vergangenheit waren die FCP-Mädels oft gerade gegen vermeintlich bessere Gegner besonders motiviert und zeigten sich dann von ihrer besten Seite. Ganz entgegen aller guten Vorsätze begann Penzing im ersten Satz allerdings viel zu vorsichtig. Es schien, als würde das Team nicht ins Spiel finden. Der SVH nutzte diese Unsicherheit gnadenlos aus und zog Punkt für Punkt davon. 18:25 war die ernüchternde Bilanz nach dem ersten Durchgang. Die Devise war nun klar, es gab nichts zu verlieren, alle Konzentration und Kraft sollte nun für den zweiten Satz aufgewendet werden, um das Spiel wieder in die eigene Hand nehmen zu können. Franz Babl, der diesmal an der Seitenlinie des FCP coachte, legte in seiner Ansprache beim Satzwechsel viel Wert darauf, dass die Eigenfehler abgestellt werden müssten und wiederholte seine Ansage, dass keine Aufschläge auf den Libero gespielt werden sollten. Wieder war das Spiel bis zum 10:10 ausgeglichen und Penzing zeigte einige Male durch starke Aktionen in Abwehr und Angriff, dass sie hier mitspielen können. 

Die Heimmannschaft legte aber erneut eine Schippe drauf und konnte sich wie schon im ersten Satz absetzen. Leider reagierte Penzing wiederum zu zaghaft auf die Herausforderung. Insgesamt wirkte das Spiel zu ideenlos und unentschlossen, um das Spiel an dieser Stelle noch drehen zu können. Im dritten Durchgang nahm Babl einige überfällige personelle Veränderungen vor. Wieder einmal zeigte sich, dass es gut ist, als Trainer auf eine stark besetzte Ersatzbank zurückgreifen zu können. Die Spielerwechsel brachten wie erhofft mehr Schwung ins Penzinger Spiel und Romana Kohlhund gestaltete das Spiel von der Zuspielposition aus kreativer. Endlich wurde um die Bälle gekämpft und Penzing verbuchte einige der längeren Ballwechsel jetzt auch für sich. Dies motivierte natürlich und das Spiel gestaltete sich nun spannender. Die Penzinger Mädels schafften es sogar einen 7-Punkte-Rückstand aufzuholen und beim 21:19 sah sich der gegnerische Trainer sogar gezwungen seine zweite Auszeit zu nehmen. 

Anscheinend fand er in den 30 Sekunden die richtigen Worte, denn sein Team gewann auch diesen dritten Satz danach alles in allem relativ ungefährdet mit 25:22. „Sicherlich wäre es möglich gewesen heute den einen oder anderen Punkt mehr zu erzielen, aber insgesamt müssen wir anerkennen, dass Heimstetten seiner Favoritenrolle gerecht wurde und überaus verdient gewonnen hat,“ resümierte Chrissie Degle, die Libera aus Penzing, nach dem Spiel. Da im zweiten Spiel des Tages auch der Eichenauer SV deutlich 3:0 gegen Heimstetten verlor, befindet sich Penzing nach dem 5. Spiel nun vor dem ESV auf dem vorletzten Tabellenplatz.

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