Am Freitag ist Oberliga-Saisonstart

Nach zwei Niederlagen dürfen die Riverkings in den Startblock

HC Landsberg - Sven Gäbelein - gegen EC Peiting
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Einsatzfreude und Engagement stimmten bei den Riverkings gegen den EC Peiting. Die Ergebnisse nicht. Hier lauert HCL-Verteidiger Sven Gäbelein (rechts) hinter dem ECP-Kasten.

Landsberg/Peiting – Während die meisten Vereine in Landsberg seit Montag nicht mal mehr trainieren dürfen, geht es für die Riverkings trotz Corona-Pandemie weiter. Als Teilnehmer der Oberliga Süd gelten sie als „Profis“. Bei den letzten Testspielen vor Publikum gab es gegen den Lokalrivalen EC Peiting zwei Niederlagen: 3:5 daheim am Freitag und zwei Tage später auswärts ein deftiges 2:10. Coach Fabio Carciola zeigt sich dennoch zufrieden.

„Spiele ohne Zuschauer wird es definitiv nicht geben“, hatte HCL-Präsident Frank Kurz noch vor einigen Wochen im Gespräch mit dem KREISBOTEN gesagt. Nun wird aber der Saisonstart in der Oberliga Süd gegen den EV Füssen am kommenden Freitag um 20 Uhr ohne Publikum stattfinden. Pressesprecher Joachim Simon erklärt: „Die Aussage unseres Präsidenten wurde vor dem Hintergrund getätigt, dass wir damals noch nicht im Fördertopf des DEB waren. Nun bekommen wir 80 Prozent der entgangenen Einnahmen ersetzt. Damit können wir geradeso leben.“

Ob die Cracks der Riverkings bereit für die Herausforderungen der Oberliga sind, ist eine andere Frage. Die letzten beiden Testspiele gegen den EC Peiting gingen verloren. Das erste Drittel beim Heimspiel konnten die Riverkings noch ausgeglichen gestalten, denn Neuzugang Hayden Trupp konnte die Führung durch Martin Hlozek zum 1:1 egalisieren. Er traf in Überzahl. Christopher Mitchell brachte die Hausherren nach 27 Minuten sogar mit 2:1 in Führung, aber Aziz Ehliz nutzte schon vier Minuten später ein Powerplay der Gäste zum Ausgleich. Dennis Neal traf kurz danach zum 3:2 für Peiting (33.) und mit diesem Spielstand ging es ins letzte Drittel. Nun dominierte das Team aus dem Pfaffenwinkel. Heger und Nagtzaam stellten zügig auf 5:2. Marius von Friderici gelang zwar noch ein sehenswerter Treffer zum 3:5, aber schlussendlich war die Niederlage verdient.

Darüber gab es zwei Tage später in Peiting gar keine Diskussion, denn der HCL kam gehörig unter die Räder. Das erste Drittel endete zwar 0:0 und ließ die Riverkings noch hoffen, doch dann nutzten die Hausherren ihre Powerplays gnadenlos aus: Krabbat und Ehliz stellten auf 2:0 für Peiting. Marek Charvat verkürzte mit einem Distanzschuss zum zwischenzeitlichen 2:1, aber noch vor Ende des Drittels hatten zweimal Nagtzaam, Morris und Maier eine komfortable 6:1-Führung herausgeschossen. Der Widerstand der Gäste war endgültig gebrochen und das letzte Drittel nahm nach einem Treffer von Charvat zum 2:6 seinen Lauf: Gohlke (2), Hlozek und Feuer­ecker machten zum 10:2 den Deckel drauf.

HCL-Coach Fabio Carciola nahm die deftige Niederlage bei Generalprobe allerdings eher gelassen hin und zeigte sich mit dem gesamten Verlauf der Vorbereitung zufrieden: „Wir haben gesehen, dass wir, wenn wir konzentriert spielen, mit den Teams der Oberliga mithalten können. Jetzt werden wir uns diese Woche intensiv auf unsere ersten zwei Spiele vorbereiten. Wir wollen am Freitag gegen Füssen und am Sonntag gegen Lindau mit 110 Prozent Einsatz und vollem Willen zu Werke gehen; dann haben wir auch gute Chancen, den einen oder anderen Punkt einzufahren.“

Die HCL-Fans werden sich davon nur bei der Übertragung im Internet überzeugen können. Man darf gespannt sein, wie die Cracks auf dem Eis mit der Geisteratmosphäre in der Halle umgehen werden. Die Corona-Pandemie sorgt für ein neues Kapitel in der Historie des HC Landsberg.
Dietrich Limper

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