Zu schwach für die Oberliga

Harte Schule für die Riverkings

HC Landsberg - Marvin Feigl
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Marvin Feigl erzielte am Wochenende sein zweites Oberliga-Tor für den HC Landsberg.
  • Toni Schwaiger
    VonToni Schwaiger
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Landsberg/Rosenheim – Auch am vergangenen Wochenende erspielten sich die Riverkings des HC Landsberg den Respekt der Gegner, aber keine Punkte. Bei den Starbulls Rosenheim verlor das Team von Coach Fabio Carciola am Freitag mit 0:8 (0:1;0:2;0:5). Zwei Tage später ging die Partie gegen die Selber Wölfe mit 4:7 (2:2;2;2;0:3) daheim verloren. Der HCL spielte jeweils 40 Minuten gut mit und kassiere erst jeweils im letzten Drittel den Knockout. Mit vier Punkten bleiben die Landsberger Tabellenletzter der Oberliga Süd.

Starbulls-Stürmer Bohumil Slavicek gelang in seinem ersten Spiel für seinen neuen Arbeitge­ber ein Einstand nach Maß: Nach 37 Sekunden konnte der Neuzugang vom TEV Miesbach einen Scorerpunkt verbuchen. Sein Pass auf Leinweber führte zum 1:0 für die Gastgeber gegen die Riverkings, bei denen Marc Krammer wieder im Kader stand. In der Folgezeit schlug die Stunde der beiden Torhüter: Sowohl der Rosenheimer Jonas Stettmer als auch der Landsberger Michael Güßbacher entschärften alle Chancen mit beeindruckenden Paraden. Die beste Gelegenheit für die Riverkings vergab Michael Fischer kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts. Die Scheibe glitt denkbar knapp am Pfosten des leeren Tores vorbei. Mit der knappen Führung für die Starbulls ging es in die erste Pause.

Zurück auf dem Eis, reagierte Güßbacher erneut stark gegen Kolb, und es war schließlich Sebastian Stanik, der in der 23. Minute das 2:0 besorgte. Für das 3:0 benötigten die Starbulls eine doppelte Überzahl, Tobias Meier traf nach 32 Minuten. Vielleicht hätte die Partie noch eine Wende zugunsten der Lechstädter nehmen können, wenn Dennis Sturm kurz vor Drittelende nicht nur den Außenpfosten getroffen hätte. Aber so blieb nach 40 Minuten bei drei Toren Vorsprung für Rosenheim.

Es war erneut Leinweber, der es in den letzten 20 Minuten besonders eilig hatte: Schon 33 Sekunden nach Anpfiff überwand er Güßbacher zum 4:0. Vier Minuten später erhöhte Meier auf 5:0. Die nächsten beiden Treffer durch Vollmayer (53.) und Slavicek (55.) fielen in Überzahl und Kolb machte in der 57. Minute schließlich den Deckel drauf: 8:0 für die Starbulls. Die Defensive der Riverkings war im letzten Drittel mehr oder weniger zusammengebrochen und lud die Hausherren zum Toreschießen ein.

Gegen die Wölfe aus Selb lief es dann zwei Tage später andersherum, denn der HCL kam fulminant aus den Startlöchern. Nachdem Hechtl und Miglio ihre Chancen für die Gäste nicht nutzen konnten, trafen Chris Mitchell (6.) und Marvin Feigl (8.) zum 2:0 für die Hausherren. Doch die Wölfe erholten sich schnell von diesem Schreck: Hechtl (10.) und Geisberger (17.) sorgten noch vor der ersten Pause für den 2:2-Ausgleich. Sven Gäbelein hatte die große Chance zum 3:1 für die Riverkings vergeben.

In der 25. Minute drehten die Gäste das Spiel innerhalb von 20 Sekunden komplett: Miglio und Hechtl überwandten Michael Güßbacher. Damit lagen nun die Wölfe mit zwei Toren in Front, doch die Riverkings schlugen noch einmal zurück. In Unterzahl lief Mika Reuter nach 37 Minuten alleine auf das gegnerische Gehäuse zu und brachte die Scheibe im zweiten Versuch zum 3:4 über die Linie. Sekunden später fälschte Patrik Rypar einen Schuss von Geburtstagskind Marek Charvat unhaltbar ab. 4:4 – der HCL war wieder da.

Im letzten Drittel sahen sich die Riverkings wütenden Angriffen des Tabellendritten ausgesetzt. Snetsinger scheiterte nach 45 Minuten noch an der Latte, aber Dennis Schiener tat es nach 48 Minuten Mika Reuter gleich und traf in Unterzahl zum 4:3. 30 Sekunden später durfte Schiener erneut jubeln: Mit einem Doppelschlag hatte er für die 6:4-Führung der Wölfe gesorgt.

Die Riverkings steckten wie gewohnt nicht auf, aber die Routine und Erfahrung der Gäste gaben schließlich den Ausschlag. Als Coach Fabio Carciola Keeper Güßbacher für einen weiteren Feldspieler opferte, traf Miglio zum 7:4 ins leere Tor (60.). Während die Gäste mit drei hart erkämpften Punkten im Gepäck ihre Heimreise ins Fichtelgebirge antreten konnten, blieben die aufopferungsvoll kämpfenden Riverkings ohne Erfolgserlebnis, aber um eine Erfahrung reicher, zurück.

Am kommenden Freitag wartet in Niederbayern um 20 Uhr der Deggendorfer SC auf den HC Landsberg. Zwei Tage später sind die Alligatoren aus Höchstadt um 17 Uhr zu Gast im Hungerbachdome. Ob HCL-Neuzugang Nicolas Strodel, der das vergangene Wochenende wegen seiner Schulterverletzung aussetzen musste, wieder auf dem Eis steht, ist derzeit noch ungewiss. Thomas Fischer, Adriano Carciola und Florian Reicheneder fallen weiterhin aus.
Dietrich Limper

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