Der HC Landsberg und die Rote Laterne

Zwei Niederlagen vor dem letzten Heimspiel der Riverkings

HC Landsberg vs. Regensburg - 0:5
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Nichts zu machen: Die Riverkings (blau) hatten gegen Tabellenführer Regensburg keine Chance.
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Landsberg/Höchstadt – Die Saison der Oberliga Süd neigt sich für die Riverkings dem Ende entgegen. Am vergangenen Wochenende zeigte das Team von Coach Fabio Carciola noch einmal zwei engagierte Leistungen, kassierte aber Niederlagen: Am Freitag unterlag der HCL daheim dem Spitzenreiter aus Regensburg mit 0:5 (0:0;0:2;0:3). Die Auswärtsfahrt zu den Höchstadt Alligators endete mit einem 2:4 (0:0;0:3;2:1). Für das zementierte Oberliga-Schlusslicht steht nun nur noch ein Spiel auf dem Programm.

Bis zur 23. Spielminute boten die Riverkings dem haushohen Favoriten in eigenen Stadion Paroli, dann traf Heger zum 1:0 für die Gäste. Erwartungsgemäß war Regensburg überlegen und hatte auch mehr individuelle Klasse zu bieten, aber die HCL-Cracks kämpften aufopferungsvoll und zeigten sich ausgesprochen diszipliniert. Gegentreffer in Unterzahl gab es an diesem Abend nicht.

Neben Verteidiger Marek Charvat glänzte vor allen Dingen HCL-Goalie Michael Güßbacher, der im ersten Drittel alles abwehrte, was auf sein Tor kam und die Eisbären zu gut hörbaren Flüchen veranlasste. Und selbst wenn Güßbacher schon bezwungen schien, rettete der Pfosten für die Riverkings. Glück und Können standen in dieser Phase Paten. Die Landsberger kamen erst nach zehn Minuten so richtig in die Partie. Patrik Rypar und Christopher Mitchell hatten gute Chancen, scheiterten aber am ehemaligen EVL-Spieler Peter Holmgren, der im Gästetor seine Klasse zeigte.

Auch das zweite Drittel lief zunächst nach dem Muster der ersten 20 Minuten ab: Die Eisbären machten gehörig Druck, die River­kings stemmten sich dagegen. Es war dann eine Schläfrig­keit in der Abwehr, die von Heger eiskalt ausgenutzt wurde. Völlig unbeobachtet kam er aus der Kühlbox, nahm einen Pass von Vogel auf und konnte unge­stört zum 1:0 für die Gäste vollenden. Das 2:0 durch Kroschinski ließ nicht lange auf sich warten: 82 Sekunden nach dem ersten Treffer vergoldete er einen sehenswerten Pass von Schwarz. Doch danach fingen sich die Riverkings wieder und Güßbacher ließ die Stürmer der Eisbären erneut das ein ums andere mal verzweifeln.

Zehn Minuten vor dem Ende des Spiels leerte sich bei den Hausherren der Akku, während der Spitzenreiter weiter unter Strom stand. Und auf einmal ging es dann Schlag auf Schlag: Divis (52.), Flache (55.) und Gajovsky (56.) stellten mit ihren Toren den 5:0-Endstand für die Eisbären her. Ein verdienter Sieg für Regensburg, aber ebenfalls eine starke Vorstellung der Riverkings.

Bei den Alligatoren in Höch­stadt lief es zwei Tage später nicht viel anders. HCL-Coach Fabio Carciola bilanzierte auf der Pressekonferenz: „Wir wussten, dass Höchstadt heute mit viel Tempo kommen würde, und wir hatten im ersten Drittel wenig Spielanteile. Aber obwohl Höchstadt immer nah am ersten Treffer war, sind wir mit einem 0:0 in die Pause gegangen.“

Insgesamt kamen die Riverkings im zweiten Drittel besser in die Partie, aber die Hausherren machten die Tore: Guft-Sokolov (21.), Kostourek (33.) und in Überzahl Neugebauer (35.) trafen zum 3:0 für Höchstadt, denen anzumerken war, dass sie befreit aufspielen konnten: Die Teilnahme an den Playoffs ist der Mannschaft aus Mittelfranken nicht mehr zu nehmen. Eine kleine Überraschung in dieser Oberliga Saison.

„Das letzte Drittel gehörte uns“, sagte Carciola, „und wir sind auch verdient wieder rangekommen. Allerdings hat es Höchstadt dann clever zu Ende gespielt.“ Kurz nach der zweiten Pause erhöhte Kryvorutskyy zwar auf 4:0 für die Alligatoren, doch danach zeigten die Riverkings, dass sie mitspielen können. Das Aufbäumen kam allerdings zu spät, es reichte gerade noch für zwei Treffer durch Strodel (46.) und Reicheneder (58.) zum abschließenden 4:2 für die Heimmannschaft.

Am kommenden Freitag steht nun also für den HCL das letzte Heimspiel in dieser Oberliga Saison an: Um 20 Uhr geht es gegen die Black Hawks aus Passau, die die Saison auf dem vorletzten Platz beenden werden. Die beiden schwächsten Mannschaften der Liga treffen zum finalen Contest aufeinander. Sicherlich möchten sich die Riverkings mit einem Erfolg von den Fans verabschieden, die allerdings erneut nur vor den Bildschirmen mit dabei sein können.

Nach dieser Partie ist endgültig Schluss. Aber noch nicht für alle: Denn Marvin Feigl wurde vom ERC Ingolstadt in den Testpool der Panther-Profis aufgenommen und wird mit dem DEL-Team trainieren. Der Lohn für die gute Entwicklung, die der 18-Jährige bei den River­kings genommen hat. Trotz aller Unbill der letzten Monate, gehört Marvin Feigl zu den Gewinnern dieser Saison.
Dietrich Limper

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