Die Tore fehlen

Nach vorne einfach zu brav

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Kaum ein Durchkommen gab es für Rainer Storhas und den TSV Landsberg in Heimstetten. Nach vorne fehlte es an zündenden Ideen und Durchschlagskraft.

Landsberg – „Es fehlt uns gerade an Durchschlagskraft. Nach der Balleroberung sind wir einfach zu brav“, ärgert sich TSV-Trainer Sven Kresin nach der 0:1-Auswärtsniederlage in Heimstetten. Eine unaufmerksame Situation in der Hintermannschaft, wenig zündende Ideen nach vorne und eine fahrlässige Chancenauswertung ließen den TSV Landsberg am Ende mit leeren Händen dastehen.

Ein Blick auf die Zahlen belegt die aktuelle Misere: In den sechs Ligaspielen seit Ende Oktober gelang niemals mehr als ein Tor; vier Unentschieden und zwei Niederlagen stehen in dieser Zeit zu Buche. Dabei habe seine Mannschaft den letztjährigen Regionalligaabsteiger in Heimstetten durchaus gefordert, findet Kresin. Der Matchplan sei stellenweise gut umgesetzt worden, mit der notwendigen defensiven Kompaktheit sei er gerade im ersten Durchgang schon zufrieden gewesen. Doch nach Ballgewinnen habe der TSV seine Chancen eben nicht gut zu Ende gespielt.

So kam es, dass mit dem einzigen Treffer der Partie auch die Punkte am Münchener Stadtrand blieben. In der 72. Minute narrte Malcolm Olwa-Luta seinen Gegenspieler auf der linken Landsberger Seite, nach seiner Hereingabe stand Lukas Riglewski 20 Meter vor dem Tor völlig blank. „Da haben wir zu wenig gestört und wenn wir glauben, dass solche Bälle in der Bayernliga nicht rein gehen, liegen wir falsch“, so Kresin. Insgesamt sei die Niederlage vermeidbar gewesen, doch die Hausherren hätten sich den Erfolg durchaus verdient: „Spielerisch kam da wenig. Aber vor allem in der zweiten Halbzeit haben sie dann mehr auf den Sieg gedrängt und Eins-gegen-eins-Situationen bewusst forciert.“ Dass es nicht mehr zum Landsberger Ausgleich reichte, lag auch daran, dass die raren Möglichkeiten nicht genutzt wurden: „Rainer Storhas köpft aus fünf, sechs Metern am Tor vorbei und Charly Fülla schießt alleine vor dem Kasten den Torhüter an“, klagt Kresin.

Zu harmlos in Heimstetten

Drei Trainings setzt der Coach deshalb in dieser Woche an, in denen Zweikampfverhalten und Torabschluss im Fokus stehen werden. „Bei drei wöchentlichen Einheiten wird es wahrscheinlich auch bis Saisonende bleiben. Außer, ich muss mir noch dringend etwas überlegen.“ Darüber wird auch das Heimspiel am Samstag Aufschluss geben. Gegner Pullach rangiert derzeit auf dem ersten Tabellenplatz und sei sehr abgezockt. „Sie lauern auf ihre Chancen, erspielen und erarbeiten sich diese und sind auch vor dem Tor kühl genug“, rechnet Kresin mit einer schweren Aufgabe. Dazu käme ein herausragender Torhüter in den gegnerischen Reihen und der vielleicht beste Trainer der Liga.

Verzichten muss der TSV auf Mittelfeldmotor Thomas Spannenberger, der im Ausland weilt. „Da muss ich schauen, wer sich unter der Woche anbietet.“ Anpfiff im Hacker Pschorr Sportpark ist um 14 Uhr.

Rasso Schorer

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