Schweres Pflaster

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Der Peißenberger Boxer Hans Hutter (blaues Trikot) hatte gegen seinen Nürnberger Gegner einen schweren Stand.

Landsberg – Die Waitzinger Wiese bleibt für die Peißenberger Boxer ein schweres Pflaster aus sportlicher und finanzieller Sicht. Bei der Rückkehr der TSV-Boxstaffel an den Lech nach einem Jahr Pause ging der Vergleichskampf gegen den ASC Nürnberg-Süd mit 8:10 verloren. Nur rund 250 Besucher im Festzelt sorgten zudem für ein Draufzahlgeschäft.

„Unterm Strich war es aber ein guter Kampftag“, resümierte Peißenbergs Boxchef Sigi Willberger nach den neun Ringduellen, darunter zwei Frauenkämpfen. „Die Kampfzusammenstellung war aber sehr schwierig, da es auf beiden Seiten Ausfälle gab“, ergänzte Willberger. Im ersten Kampf des Tages holte sich Sarah Castan (Jugend Federgewicht), bei ihrem zweiten Ringeinsatz, ihren ersten Sieg. Sie bezwang Sophia Eidinger mit einem knappen 2:1 Punkterfolg. Überraschend als Verlierer ging danach Patrick Feistl (Jugend Leichtgewicht) aus dem Ring. 

Die Kampfrichter sahen seinen Kontrahenten Justin Meitz vorne, was die TSV-Verantwortlichen nicht nachvollziehen konnten. „Ein Unent- schieden wäre in Ordnung gewesen“, meinte Peißenbergs Trainer Jürgen Grimbs. Noch krasser fiel das Fehlurteil im nächsten Kampf von Wladimir Kosak (Männer Weltergewicht) gegen Stefan Benk aus. „Der Nürnberger hat gewackelt wie ein Kuhschwanz“, wunderte sich Willberger über die Punktniederlage von Kosak, der seinen Gegner deutlich in die Defensive und immer wieder in die Seile zwang. Keine Diskussionen gab es im Anschluss nach der Niederlage von Hans Hutter (Jugend Schwergewicht) gegen Luca Tomin. „Sein Gegner war technisch sehr stark“, bekannte Grimbs. 

Nach der Pause verkürzte Martina Steiner (Frauen Weltergewicht) den Rückstand der Peißenberger durch einen Punktsieg gegen Andrea Zimmer. Debütant Soner Anilir (Männer Schwergewicht) war danach aber gegen Vasyl Haisiuk chancenlos. Bereits in der ersten Runde ereilten dem TSV-Mann des technische K.O. Ebenfalls vorzeitig durch Aufgabe endeten die folgenden Kämpfe von Peißenbergs Vaalid Tokhosashvili (Männer Weltergewicht), der sich gegen Georgi Gogberashvili durchsetzte und Sebastian Speckamp (Männer Mittelgewicht). 

Letzterer musste jedoch der körperlichen Überlegenheit seines Gegners Namig Mammedov Tribut zollen. Für den TSV-Boxer war der Kampf nach der ersten Runde durch Aufgabe bereits zu Ende. Der abschließende klare Punktsieg von Alex Rigas (Männer Halb-Schwergewicht) bildete den guten Abschluss des Kampftags. Die Niederlage der Peißenberger konnte er aber auch nicht verhindern.

Roland Halmel

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