Herber Rückschlag

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Wieder auf den Boden zurückgeholt: Die Mannschaft aus Planegg-Krailing brachte die Penzinger Volleyballerinnen aus dem Konzept und schickte sie mit 3:0 nach Hause.

Penzing – Planegg hat Penzing am vergangenen Samstag mit einem 0:3 schmerz- haft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es war aber kein Spiel zwischen David gegen Goliath – ganz im Gegenteil. Gegen die Planegger Mannschaft, der Penzing eigentlich körperlich überlegen war, wäre mehr drin gewesen. Allerdings war auf der Seite der Heimmannschaft aus Planegg-Krailling ein unbedingter Siegeswille und Kampfgeist zu spüren, auf Penzinger Seite dagegen wenig Mut und je länger das Spiel dauerte steigende Frustration.

Gleich zu Beginn des ersten Satzes ging es auf beiden Seiten des Netzes zur Sache, es gab kein Abtasten. Unverständlicherweise knickte Penzing aber ab dem 6:6 komplett ein. Beim Spielstand von 8:15 war klar, dass es schwierig werden wür-de, diesen Satz noch für sich zu entscheiden. Die Worte des Trainers in der Auszeit zeigten aber Wirkung und sein Team kam nochmal bis zum 22:24 heran. Trotzdem ging dieser Satz verloren (22:25). 

„Jetzt sind wir warm, im zweiten Satz lassen wir sie nicht so davonziehen – jeder legt nochmal eine Schippe drauf“, feuerte Christine Schöpf ihre Mitspielerinnen beim Seitenwechsel an. Auch Trainer Gelhaar forderte auf, genauer und gewitzter zu spielen. Im zweiten Satz kamen die Angreiferinnen dann auch endlich besser durch, besonders die Mittelblockerinnen Zach und Mannsbart erzielten in dieser Phase einige wichtige Punkte. Kurioserweise ließ man sich aber dann von ein paar Annahmefehlern wieder völlig aus dem Konzept bringen. 

Anstatt nun die Eigenfehler abzustellen, passierten immer mehr unnötige Fehler. Besonders die Aufschlagquote war an diesem Tag miserabel. Bis auf Andrea Epp, die einige Male die sehr starke gegnerische Abwehr durch platzierte Bälle aus dem Takt brachte, wurde insgesamt zu wenig Druck aufgebaut. Auch dieser zweite Durchgang wurde mit 19:25 deutlich an die Heimmannschaft abgegeben. Nach dem erneuten Seitenwechsel lag Planegg wieder von Anfang an ein paar Punkte vorne. Penzing blieb aber zu steif im eigenen Spiel und zeigte zu wenig Gegenwehr, um gegen eine solch junge und motivierte Mannschaft zu gewinnen. Bezeichnend ist, dass Penzing mit 12:14 dran war, dann aber nur 1 Punkt machte und Planegg 6 Punkte machen ließ. 

Der Vorsprung war nun zu groß und die Frustration zu hoch, Planegg-Krailling gewann somit den Satz (14:25) und damit das Spiel verdient. „Nach der tollen Leistung letzte Woche erkenne ich meine Mannschaft heute nicht mehr wieder“, stellte Gelhaar verärgert fest – um im Abstiegskampf bestehen zu können müsse auf einem anderen Niveau gespielt werden.

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