Nicht ganz Platz 1, aber:

Penzinger Stockschützen sind Bundesliga-Vizemeister

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Silber ist‘s geworden: Die Stockschützen des FC Penzing sind Bundesliga-Vizemeister: (von links) Stephan Ruile, Matthias Peischer, Florian Lechle und Michael Wurmser.

Penzing – Für den ersten Platz hat‘s nicht ganz gereicht. Dafür sind die Stockschützen des FC Penzings aber Bundesliga-Vize geworden. Insgesamt 28 Teams traten in der 1. Bundesliga im Winter an. In Waldkirchen wurde die Meisterschaftsrunde vor Kurzem abgeschlossen.

Im Gegensatz zum Bundesliga-Modus im Sommer, der jährlich drei Heimspiele im Festzelt am Penzinger Stockplatz garantiert, wird der Winterspielbetrieb an zwei Wochenenden ausgetragen.

Von den insgesamt 27 Spielen der Hauptrunde wurden in Peiting zwölf absolviert. Hier erwischte das Penzinger Team nicht seinen besten Tag. Mit 15:9 Punkten lag der Titelverteidiger am Ende auf Rang 8. Dennoch blickte das Team – Matthias Peischer, Michael Wurmser, Stephan Ruile und Florian Lechle – optimistisch auf die Rückrunde in Waldkirchen.

Zunächst wurden die restlichen 15 Spiele der Hauptrunde ausgetragen. Hier blieben, wenn auch manchmal mit viel Glück, die Punkte fast immer auf Seiten der Penzinger, nur drei Spiele gingen verloren. Doch der große Sprung ins eng gesteckte Spitzenfeld wollte nicht gelingen. Weshalb der FCP am Ende mit einer Punkteausbeute von 39:15 Punkten nur auf Rang 6 rangierte. Ein Sieg mehr hätte gereicht, um sich Platz 2 und die sichere Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft zu sichern.

Die wollte man sich bei den Bahnenspielen erkämpfen. Dabei treten die in der Tabelle nebeneinanderliegenden Mannschaften gegeneinander an und können durch Siege ihre Platzierung verbessern. In Runde 1 traf der FC Penzing auf den punktgleichen Tabellenfünften EC Saßbach. Trotz zahlreicher Fanunterstützung der Gegner behielten die Penzinger kühlen Kopf und siegten mit 17:13, was gleichbedeutend mit dem Aufstieg auf Bahn 2 war. Hier wartete der EC Grub. Durch mehrere Fehler zu Beginn des Spiels seitens der Penzinger wuchs der Rückstand schnell an, weshalb beim 16:12 nur noch Ergebniskosmetik betrieben werden konnte – und der FCP auf Bahn 2 blieb.

Da Saßbach zeitgleich gewann, rückte dieser auf Bahn 2: zum zweiten Duell mit dem FCP. Auch hier behielt Penzing die Oberhand und siegte hauchdünn mit 11:10, was gleichbedeutend mit dem Aufstieg auf Bahn 1 und der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft war.

Jetzt traf Penzing erneut auf den EC Grub und fuhr einen ungefährdeten 21:5 Sieg ein. Damit qualifizierte sich Penzing auf den letzten Drücker für das Halbfinale. Die Mission Titelverteidigung war immer noch in Reichweite.

Aber jetzt wartete das überragende Team der Hauptrunde, der EC Gerabach, auf die Penzinger Mannschaft. Durch eine starke Leistung konnte diese Hürde mit 13:11 knapp gemeistert werden und der Finaleinzug war fixiert. Hier traf Penzing auf den amtierenden Europacupsieger, den EC Blau-Weiß March, gegen den der FCP beim Europacup in Meran im Viertelfinale gescheitert war. Diesmal befanden sich die Penzinger aber auf der Siegerstraße. Doch unnötige Fehler in Kehre 5 sorgten weiter für Spannung im Finale. Erst der letzte Schuss entschied das Bundesligafinale letztlich zugunsten des EC March, der mit 14:12 den Titel für sich verbuchen konnte.

Nichtsdestotrotz blickt Kapitän Peischer zufrieden auf die vergangene Meisterschaftsrunde zurück: „Nach den Plätzen 3 und 1 in den vergangenen zwei Jahren stehen wir nun zum dritten Mal in Folge bei der Bundesliga auf dem Podest. Das zeugt von Konstanz und zeigt, dass wir zu den absoluten Spitzenmannschaften zählen.“ Außerdem bestehe die Hoffnung, den Titel bei der Deutschen Meisterschaft am kommenden Wochenende, dem 24. und 25. Januar in Waldkirchen zu verbuchen. „Ehrlicherweise ist festzuhalten, dass abgesehen von Stephan Ruile, keiner von uns seine optimale Form hatte.“ Jetzt werde man das ganze Können bei den nationalen Titelkämpfen abrufen.

Peischer ist dabei nicht nur mit dem FCP vertreten: Dem Nationalspieler gelang wird dort auch im Einzel stehen, wofür ihm ein 7. Platz bei der Bayerischen Meisterschaft genügte.

Damen-Nationalspielerin Verena Ruile belegte Platz 9 bei den bayerischen Titelkämpfen und ist damit ebenfalls für die Deutsche Meisterschaft im Zielschießen qualifiziert, die bereits am kommenden Freitag in Waldkirchen über die Bühne gehen wird. Nicht nur im Einzel war Ruile aktiv, auch das gesamte Damenteam mit Verena und Maria Ruile, Marianne Geyer und Martina Lachmair hat den Meisterschaftsbetrieb schon abgeschlossen: Am ersten Januar-Wochenende fand in Sonthofen die Bayernliga Süd statt. Nach dem unglücklichen Abstieg im Vorjahr konnte sich das Penzinger Damenteam jetzt in der Spitzengruppe festsetzen. Letztendlich verhinderte vor allem der schwache Start am Samstag einen Platz unter den Top 3, was den Wiederaufstieg bedeutet hätte. So reichte es am Ende mit 26:14 Punkten und Rang 5 nicht ganz für die Rückkehr ins Oberhaus.

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