Spät Gas gegeben

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Caroline Fischer (7) und Franziska Helmer (9) kämpften mit ihrem Team des FCP bis zum Schluss um zwei verdiente Heimsiege.

Penzing – Ihre positive Heim-Bilanz haben die Volleyballerinnen des FC Penzing am vergangenen Samstag weiter ausgebaut. Sowohl gegen den SV Esting, als auch gegen die Mannschaft vom ESV Ingolstadt konnte sich Penzing einen 3:2-Sieg erarbeiten.

Die Devise von Trainer Juri Olbrich vor der ersten Partie lautete: ein schneller Sieg muss her, um sich für das zweite Spiel zu schonen. Doch diese Vorgabe konnte seine Mannschaft nicht umsetzen, auch weil der Absteiger nicht wie ein solcher spielte. „Gegen die unorthodoxe Spielweise der Estinger konnten wir unser Konzept nicht umsetzen“, so Olbrich. Im ersten Satz wandelte das sein Team dank gezielter Aufschläge von Steffi Nichelmann noch einen 20:24-Rückstand in einen 26:24-Satzgewinn um. 

Wieder in den Tiebreak

 Im zweiten Durchgang funktionierte dies dann nicht mehr, was einen Satzverlust zur Folge hatte (24:26). Es entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem die Führung weiter hin und her wechselte; einem 25:22-Sieg im dritten Satz folgte eine 24:26-Niederlage im vierten Durchgang. Somit musste die Entscheidung im Tiebreak fallen. Hier weisen die Penzinger eine deutliche Serie auf: In der laufenden Saison siegten sie in allen Tiebreaks. Dementsprechend optimistisch trat die Mannschaft des FCP im Entscheidungssatz auf und konnten diesen und damit die erste Partie für sich entscheiden.

Im zweiten Spiel ließen die erwartet starken und ausgeruhten Ingolstädter den Penzinger Damen zwei Sätze lang kaum Handlungsspielraum. Die schnellen Angriffe des ESV entschärften die Penzinger weder im Block noch in der Abwehr, und eine inkonstante Annahme erschwerte den Spielaufbau des FCP. Die alles führte zu zwei Satzverlusten (21:25, 24:26). Auch im dritten Durchgang fanden die Penzinger lange Zeit kein Mittel, um sich vom Gegner abzusetzen. Beim Stand von 23:23 war es dann die starke Caroline Fischer, die sowohl im Angriff als auch im Block die entscheidenden Punkte holte (26:24). Im vierten Satz gab die Mannschaft des FCP dann endlich mehr Gas, erspielte sich von Anfang an eine Führung und konnte diese bis zum Satzgewinn halten (25:21). Erneut musste die Entscheidung also im Tiebreak fallen.

Hier zeigte Steffi Nichelmann wieder ihre konstant gute Form und führte ihr Team zu einem 15:7-Sieg. Olbrich zog am Ende eines langen Nachmittages ein positives Fazit: „Dank eines großen Kampfgeists und einer Konzentration zur rechten Zeit, konnten wir uns gegen Ingolstadt einen knappen, aber dennoch verdienten Sieg erkämpfen.“ Insgesamt sei er mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, besonders die deutlichen Ergebnisse der beiden Tiebreaks (15:7, 15:7) zeigten seiner Meinung nach, wie abgeklärt der FCP im entscheidenden Moment agiere.

Der FC Penzing befindet sich dank dieser zwei Siege mit 22:10 Punkten auf dem 4. Platz der Bezirksliga West. Am Wochenende kommt es am abschließenden Spieltag zum Rückspiel gegen Ingolstadt. Zweiter Gegner ist der MTV München, der noch gegen den Abstieg kämpft. Im Falle von zwei Siegen können sich die Penzinger sogar noch auf den dritten Platz vorschieben.

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