Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte:

Penzinger Stockschützen rocken die Bundesliga

FC Penzing - Stockschützen - Sieger 1. Bundesliga
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Die Stockschützen des FC Penzing gewannen zum zweiten Mal die 1. Bundesliga. Stehend von links: Matthias Peischer, Michael Wurmser und Bernd Huttner sowie (vorne) Stephan Ruile und Stefan Gießer (rechts).

Penzing – Großer Erfolg für die Stockschützen des FC Penzing. Das Team aus dem Landkreis Landsberg hat in Regen völlig überraschend die 1. Bundesliga gewonnen. Matthias Peischer, Michael Wurmser, Stephan Ruile, Bernd Huttner und Stefan Gießer setzten sich im Feld von 28 Mannschaften an die Spitze und holten sich den Meistertitel.

„Beim Blick auf die Ergebnisse der letzten Jahre musste man uns sicher zu den Favo­riten zählen“, räumt Matthias Peischer ein. Denn die Penzinger standen seit 2018 in jedem Jahr auf dem Podest (2018: Platz 3, 2019: Platz 1, 2020: Platz 2). Doch in diesem Jahr waren die Vorzeichen nicht besonders gut. „In der Vergangenheit haben wir mehrere Turniere zur Vorbe­reitung gespielt und es fand ein regelmäßiges gemeinsames Training statt, dies war in dieser Saison kaum möglich“, erklärt Peischer. Denn einerseits haben viele Spieler des Penzinger Kaders inzwischen den Wohnort gewechselt, anderseits kommt hinzu, dass Familie, Beruf oder Hausbau den bisher aufgebrachten Zeitaufwand für den Stocksport aktuell nicht zulassen. So konnte auch erst zwei Tage vor der Meisterschaft der erste gemeinsame Wettkampf bestritten werden.

Einige Unabwägbarkeiten begleiteten folglich den Start der Bundesliga. Hinzu kam, dass der Spielmodus geändert wurde und außerdem die für November geplante Vorrunde entfallen musste, sodass nun die komplette Meisterschaft an einem Wochenende in der Eishalle Regen stattfand.

Aufgeteilt in zwei 14er Gruppen mussten die Penzinger Stock­schützen am Samstag folglich 13 Partien bestreiten, um sich möglichst unter den Top 8 zu platzieren. Für den Einzug ins Achtelfinale. Mit 17:9 Punkten und Platz 2 in der Gruppe gelang dies sicher. „Mit unserer Leistung konnten wir durchaus zufrieden sein. Drei der vier verlorenen Spiele wurden erst mit dem letzten Schuss entschieden, lediglich bei der Niederlage gegen Sassbach haben wir eine schwache Leistung gezeigt“, analysiert Peischer den ersten Wettkampftag.

Platz 2 bedeutete für Sonntag ein Aufeinandertreffen mit dem Siebten der anderen Gruppe: dem SC Reicheneibach. In einer über zwölf Kehren spannenden und hochklassigen Partie stand es am Ende 26:26. Dank der besseren Vorrundenplatzierung genügte dies den Penzingern zum Weiterkommen.

Im Viertelfinale wartete der TuS Engelsberg. Nach den ersten vier Kehren lag der FC Penzing bereits mit 22:0 deutlich in Führung. „Leider haben wir dann ein paar unnötige Fehler gemacht und so den Gegner wieder zurück ins Spiel geholt“, berichtet Peischer. Glücklicherweise konnte der Vorsprung mit 32:30 knapp über die Ziellinie gerettet werden.

Im Halbfinale kam es wie schon in der Vorrunde zum Duell mit dem EC Sassbach. Diesmal war Penzing ebenbürtig, doch zur Halbzeit lag man dennoch mit 10:13 in Rückstand. Im zweiten Teil der Partie spielte Penzing dann nahezu perfekt, Sassbach musste abreißen lassen und nach dem 24:21 war der FCP im Finale.

Im Finale überlegen

Bei den letzten drei Meister­schaften gab es damit kein Bundesliga-Finale mehr ohne Penzinger Beteiligung. Nachdem man 2020 knapp unterlag, sollte nun gegen EC Gerabach der zweite Bundesliga-Titel der Vereinsgeschichte fixiert werden. Wer auf ein spannendes Finale hoffte wurde jedoch enttäuscht. Bereits nach zehn Kehren stand Penzing beim 32:6-Sieg als Gewinner der Bundesliga fest. Peischer zeigt sich selbst überrascht: „Gerabach konnte nicht an die vorherigen Leistungen anknüpfen, selbst wir zeigten nicht unsere beste Leistung, doch am Ende konnten wir den Sieg sicher nach Hause spielen.“

Passend zum Jubiläum wieder ein großer Erfolg, denn genau vor zehn Jahren sind die Penzinger in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Großen Anteil am Titelgewinn misst Matthias Peischer dabei seinen beiden Teamkollegen Michael Wurmser und Stephan Ruile bei. Die Drei schießen bereits seit 16 Jahren gemeinsam in der ersten Mannschaft. „Trotz des wenigen Trainings in diesen Drucksituationen so eine starke Leistung abzurufen verdient Respekt und zeugt von ihrer langjährigen Erfahrung“, freut sich Kapitän Peischer über die guten Leistungen seiner Teamkollegen.

Daran möchten die Penzinger nun auch bei der kommenden Deutschen Meisterschaft anknüpfen. Und die findet in eineinhalb Wochen in Ruhpolding statt. Denn dieser Titel fehlt in der FCP-Sammlung noch.

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