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Pflugdorfer Schrötter vom Monsun ausgebremst

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Von: Thomas Ernstberger

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Schrötter in Thailand 2022
Ein halber Punkt im Regen: Mehr war für Marcel Schrötter in Thailand nicht drin © Glänzel

Pflugdorf/Buriram – Da fliegt man bis nach Thailand – um dann vom Monsunregen gestoppt und mit einem halben WM-Punkt „belohnt“ zu werden. Genau das passierte dem Pflugdorfer Moto2-Profi Marcel Schrötter am Sonntag beim Grand Prix von Thailand auf dem „Chang International Circuit“ von Buriram.

Strahlender Sonnenschein noch kurz vorm Start, aber als die letzten Vorbereitungen für das 17. Saisonrennen liefen, begann es zu regnen – erst leicht, dann immer stärker. Der Startvorgang musste abgebrochen und die Renndistanz von 24 auf 16 Runden verkürzt werden. Die Mechaniker versuchten, die Motorräder kurzfristig auf „Wet Race“, also ein Regenrennen, umzurüsten. Das gelang bis auf drei den meisten Teams, doch der heftige Monsunregen wurde so stark, dass die Rennleitung nach acht Runden die rote Flagge zeigte. Das hieß: Abbruch! Schrötter hatte sich zu diesem Zeitpunkt vom enttäuschenden 22. Startplatz auf Rang 15 vorgekämpft. Es sollte ein Neustart für ein „Sprint-Rennen“ über fünf Runden erfolgen – Chaos pur auf und besonders neben der Strecke.

Als die Fahrer dann zur Besichtigungsrunde auf die Strecke zurückkehrten, wurde der Regen wieder stärker und einige Streckenabschnitte waren so stark überflutet, dass alle wieder in die Boxengasse einbogen. Daraufhin wurde das Rennen abgebrochen und die Reihenfolge zum Zeitpunkt des Abbruchs gewertet. Sieger: Schrötters ehemaliger Intact-Teamkollege Tony Arbolino. Da zu diesem Zeitpunkt die zwei Drittel der Renndistanz noch nicht erreicht waren, gab es nur halbe Punkte – für den Pflugdorfer nur einen halben!

„Den heutigen Tag nur als chaotisch zu bezeichnen, ist ein wenig untertrieben. Der Regen hat wirklich alles durcheinandergebracht“, so der Plugdorfer. Er verrät: „Es ging schon ziemlich turbulent in der Box zu, als ich, als ich kurz vor dem Rausfahren bemerkte, dass ein Stiefel kaputt war. Aber es war keine Zeit, ihn zu wechseln. Dann hat auch noch das Trinksystem nicht funktioniert. Die Vorbereitung auf das Rennen hätte nicht chaotischer sein können, und dann ging es wegen des Wetters auch noch so weiter. Andererseits war es interessant zu sehen, wie alle mit dem plötzlichen Wetterumschwung umgegangen sind. Am Ende hätte ich nichts gegen ein kurzes Sprintrennen einzuwenden gehabt. Meiner Meinung nach hätte aber viel früher abgebrochen werden müssen. An bestimmten Stellen war es sehr kritisch. Vor allem auf der langen Geraden hat das Hinterrad auch im fünften und sechsten Gang durchgedreht. Das war wirklich sehr gefährlich“, blickt der 29jährige Motorrad-Profi zurück. „Schade, dass es nicht zu einem Neustart gekommen ist, denn es wäre einiges für mich möglich gewesen. Obwohl nur fünf Runden angesetzt waren, hätten ich in den Top 10 landen können.“

Von Thailand aus ging’s direkt nach Australien, wo am Sonntag, 23. Oktober, das 18. Rennen der Saison (und wahrscheinlich Schrötters drittletztes in der Moto2-Klasse) stattfindet. Der Pflugdorfer: „Nachdem die letzten Wochen sehr stressig waren, bin ich froh über die Pause bis zum nächsten Rennen. Ich freue mich darauf, Zeit mit Jack Miller in Australien zu verbringen – und dann werde ich auf Phillip Island wieder angreifen.“ Die Startzeit ist allerdings gewöhnungsbedürftig: Das Rennen beginnt um 3.20 Uhr MEZ (live auf SetvusTV). Anschließend stehen für Schrötter im Rahmen seiner „Intact-Abschiedstour“ noch die Rennen in Sepang auf Malaysia (23. Oktober) sowie am 6. November in Valencia (Spanien) auf dem Programm.

In der WM-Gesamtwertung der Moto2-Klasse belegt der Pflugdorfer nach 17 von 20 Rennen mit 104,5 Punkten weiter den elften Platz.

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