Alexander Graf: Endlich wieder ein Rennen!

Dolomiten-Radmarathon als erster Formtest

Alexander Graf - Reichling - Dolomiti Radmarathon
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Was für eine Kulisse! Alexander Graf beim Rennradmarathon in den Dolomiten.
  • Toni Schwaiger
    VonToni Schwaiger
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Reichling/Corvara – Vor knapp zwei Jahren fuhr er seinen letzten Marathon, jetzt durfte er endlich wieder ran: der Marathon dles Dolomites im Wintersportort Corvara stand für den ambitionierten Hobby­radler Alexander Graf vom Dießener AS Cycling Team auf dem Programm. „Es war nicht alles schlecht in der Corona-Zeit; wenn man keine Wettkämpfe bestreitet, sucht und genießt man eben andere Herausforderungen“, blickt der 32-jährige Reichlinger zurück. Und das tat er dann auch mit seinem „Everesting“ am Hirschauer Berg in Reichling.

Nun aber scheint auch diese Durststrecke zu Ende und der Reichlinger durfte, wie zahlreiche andere Hobbyradler aus dem Landkreis auch, endlich wieder über eine Startlinie rollen. Etwa in den Dolomiten. „Es gibt kaum ein schöneres Rennen“, schwärmt Graf. Es sei genau die richtige Veranstaltung, um wieder loszulegen und eine Bestandsaufnahme zugleich.

Doch wie es nach so einer langen Wettkampfpause läuft, wusste Alexander nicht genau, da er in dieser Zeit sehr viel in seinem täglichen Training geänderte hatte. Von der Ernährung zum strukturierten Training mit vielen Intervallen bis hin zum Beitritt in das AS Cycling Team am Ammersee, dass von Alexan­der Steffens (siehe Seite 15) und Christian Hackl geleitet wird. „Die Unter­stützung ist groß, das Team versucht, die Ziele und Träume jedes Mitgliedes im Radsport zu erfüllen.“

Wie sich all diese Veränderungen auf die Leistungsfähigkeit auswirkten war nun beim Maratona dles Dolomites auf der legendären Sella Ronada-Strecke die Frage. Das Jedermann-Rennen zählt zu den größten und schönsten Radmarathonveranstaltungen, an dem normalerweise bis zu 9.000 Starter teilnehmen – coronabedingt waren es heuer „nur“ rund 6.000 Teilnehmer. Der Kurs führt über namhafte Dolomitenpässe, die auch regelmäßig Schauplatz des Giro d‘ Italia sind: Pordoi, Sella Joch, Grödner Joch, Giau, Falzarego, Valparola und zweimal Campo­longo. 138 Kilometer und mehr als 4.000 Höhenmeter. Als wäre das nicht genug, führt die Strecke kurz vor dem Ziel in Corvara in La Vila über die Mür dl Giat, auch Katzenmauer genannt, eine 300 Meter lange und bis zu 20 Prozent steile Rampe. Sie verlangt den Teilnehmern zum Schluss nochmal alles abverlangt.

Für Alex Graf war auch diese Hürde nicht zu hoch. Aus gutem Grund. „Früher bin ich immer nur nach Geschwindigkeit gefahren, egal wie der Wind oder meine Tagesform war, heute schaue ich nur noch auf meine Watt- und Pulswerte“, beschreibt er. Wer konstant seine Leistungswerte einhält, der könne und auch noch am letzten Berg nahe an seiner Schwellenleistung fahren. Diese für Graf neue Taktik ging auf, er unterbot seine bisherige Bestzeit in diesem Rennen um fast eine halbe Stunde. Nach 6:02:54 Stunden überquerte er die Ziellinie. Gesamtrang 342. Platz 56 in der Altersklasse. Dabeisein ist alles.

Die Form stimmt also. Und was folgt? „Im Juli werde ich versuchen, möglichst viele Höhenmeter in den Schweizer und Tiroler Alpen zu sammeln um ab August mein ganzes Augenmerk auf den prestigeträchtigen Ötztaler Radmarathon zu werfen. „Ich möchte dort möglichst fit am Start stehen.“

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