Ausdauer bewiesen

"Auf Abwegen" erfolgreich

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Am Ende siegte die Ausdauer: Die Triathleten vom SC Riederau Ulf Rau, Georg Ladig, Wolfgang Teuchner, Sven Sommer, Dr. Jürgen Schüppel und Jörg Fürtig (v. links) konnten Bronze von der Mountainbike-WM in Weilheim mit nach Hause nehmen. Daneben Veranstalter Johannes Dornhofer bei der Siegerehrung.

Riederau/Weilheim – Dass die Triathleten vom SC Riederau auch mit unwegsamem Gelände gut zurechtkommen, haben sie nun bei der 12-Stunden-Montainbike-WM in Weilheim bewiesen. Nach 45 Runden auf der Strecke fuhr das Team bis auf den 3. Platz und konnte sich so die Bronzemedaille sichern.

Normalerweise mögen es Triathleten eher flach, um sich dann auf einem Zeitfahrrad möglichst lang zu machen und keinen unnötigen Luftwiderstand zu erzeugen. Das war dieses Mal ganz anders: Bei der 12-Stunden-Mountainbike-Weltmeisterschaft in Weilheim fuhren die Lokalmatadoren vom Triathlon SC Riederau meistens aufrecht und durch zum Teil unwegsames Gelände. Doch erfolgreich waren sie auch auf ungewohntem Gefährt. Im 6er Team holten die Riederauer in der Besetzung Georg Ladig, Ulf Rau, Jörg Fürtig, Dr. Jürgen Schüppel, Sven Sommer und Wolfgang Teuchner den 3. Platz. 

Den sechs Kilometer langen und mit jeweils 100 Höhenmetern anspruchsvollen Rundkurs absolvierten sie abwechselnd insgesamt 45 mal und konnten in einem bis zum Schluss spannenden Rennen das Conway Werksteam mit zwei ehemaligen Radprofis auf Distanz halten. Die beiden ersten Plätze gingen an das Rad Team Rhein-Neckar und das Persis Racing Team, die schon nach etwa sechs Stunden mit drei Runden führten und diese Führung auch bis zum Ende der 12-Stunden-Strapaze behielten. 

Die Strecke hatte es dabei besonders in den ersten Stunden in sich. Denn von dem vorausgehenden Regen war der Boden aufgeweicht und teilweise mit bis zu 30 Zentimetern tiefen Schlammlöchern gespickt. Das forderte besonders viel Fahrtechnik und hier waren die Mountainbike-Spezialisten zunächst klar im Vorteil. 

Doch am Ende setzte sich die Ausdauer der Triathleten durch. „Das war mal eine ganz andere Erfahrung“, resümierte Wolfgang Teuchner, der bis heute den Radrekord auf der Ironman-Distanz in Roth bei den Amateuren hält, und „ein super Intervall-Training.“ Dass es dabei sogar zum Podestplatz reichte, machte die Riederauer Triathleten „auf Abwegen“ umso glücklicher.

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