Rabenschwarze Bilanz

+
Tobias Turner und seine Mannschaft hatten gegen Burgau kaum eine Chance: Die Riverkings unterlagen 2:5 und brauchen nun dringend wieder Punkte.

Landsberg – Verbesserte Leistung, gleiches Resultat: Trotz einer ansprechenden Partie in Burgau unterlagen die Riverkings nach zwei Gegentreffern in den Schlusssekunden bei den Schwaben mit 2:5.

Bei nur noch fünf ausstehenden Spielen in der Landesliga Süd/West müssen aus den beiden Spielen am kommenden Wochenende jetzt zwingend Punkte her, wenn man Platz vier nicht endgültig aus den Augen verlieren will. Wieder einmal machte sich in Burgau die Landsberger Offensivschwäche bemerkbar – und wieder einmal geriet man schnell in Rückstand. Nach nur 50 Sekunden zog Kamil Drimal ab und jagte den Puck über Michael Falkenbergers Fanghand ins Eck.

Nächste Niederlage für den HC Landsberg

Auch nichts Neues: zwei Minuten vor der ersten Pause gestattete man dem Gegner einen Alleingang, Sohlmann ließ sich nicht zweimal bitten und erhöhte auf 2:0. Bei den Riverkings setzte sich dagegen fort, was ihnen in den vergangenen Wochen immer wieder zum Verhängnis wurde, die Angriffe wurden teilweise zu umständlich aufgezogen, teilweise überhastet abgeschlossen. In Burgau zeigte man dennoch eines der besten Spiele der jüngeren Vergangenheit und auch einen schön herausgespielten Treffer: Nach feiner Vorarbeit von Ville Dollhofer und Michael Hess konnte Moritz Scherdi zum 1:2 einschieben (22.). Die Landsberger erarbeiteten sich weiterhin zahlreiche Chancen, doch auch Burgau zeigte, dass die zahlreichen Neuzugänge vom Ex-Bayernligisten Königsbrunn die Mannschaft klar verstärkt hatten. Letztlich gerieten die Riverkings dann auf der Strafbank auf die Verliererstraße. Zwar stand man in doppelter Unterzahl zunächst noch gut, dann prallte aber der Schuss von Roman Mucha vom Schlittschuh eines Landsberger Verteidigers unhaltbar zum 3:1 ins Tor. Pepe Klemm brachte den HCL zwar noch einmal auf 3:2 heran (54.), doch als Falkenberger zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis wollte, verloren seine Teamkollegen die Scheibe im Angriffsdrittel – 4:2. Zwanzig Sekunden vor dem Ende gelang den Burgauern dann noch ein „echtes“ Empty-Net-Goal – dass dieses aus stark abseitsverdächtiger Position fiel, war dann nicht mehr entscheidend. Damit konnten die Riverkings auch an diesem Wochenende nicht davon profitieren, dass die anderen Mannschaften zum Teil überraschende Ergebnisse zugunsten der Landsberger einfuhren. Nach einem kurzen Zwischenhoch im Dezember hat man jetzt für 2013 eine bislang rabenschwarze Bilanz vorzuweisen: 7:19 Tore, null Punkte fuhr man gegen Mannschaften ein, die ausnahmslos hinter dem HCL in der Tabelle stehen. Noch, muss man sagen, denn am kommenden Wochenende dürfte bereits die Vorentscheidung fallen, ob die Landsberger Platz vier noch einmal angreifen können oder ob sich der Blick eher nach unten richtet. Am Freitag (20 Uhr) ist der SC Forst am Hungerbachweg zu Gast – und auch der ist inzwischen auf zwei Pluspunkte an die Riverkings herangekommen. Am Sonntag tritt der HC Landsberg dann um 19 Uhr gegen das Team in Holzkirchen an, das mit nur einem Punkt weniger Neunter ist. Doch selbst bei zwei Siegen muss der HCL inzwischen auf einen Ausrutscher von Kempten oder Bad Wörishofen hoffen, die sich bereits jeweils fünf Punkte abgesetzt haben.

Christoph Kruse

Auch interessant

Meistgelesen

Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Weiter mit beiden Teams
Weiter mit beiden Teams

Kommentare