Riverkings in Höchstform

Auf geht‘s in die Playoffs

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Allen Grund zur Freue hatten die Riverkings am Wochenende: Nach zwei Siegen gegen den EV Lindau ist den Lechstädtern die Playoff-Teilnahme sicher.

Landsberg – Der Einzug in die Playoffs ist geschafft: Vor heimischem Publikum mussten die Riverkings gegen den Ligaprimus EV Lindau ins Penaltyschießen, das sie aber für sich entscheiden konnten. Am Sonntag empfingen die Lindauer dann die Riverkings am Bodensee. Mit einem 1:6 Sieg sicherten sich die Lechstädter dort schließlich die Playoff-Teilnahme.

Gegen den Ligaprimus EV Lindau mussten die Riverkings kurzfristig auf Verteidiger Tobias Wedl verzichten – eine Leistenverletzung verhinderte sein Mitwirken. Es war wie sooft: Der HCL erwischte wieder einmal einen schlechten Start ins Spiel. So konnte Zdenek Chech die Gäste bereits in der 4. Spielminute in Überzahl in Führung bringen. Nur zwei Minuten später erhöhten die Gäste vom Bodensee auf 0:2. Doch zur Mitte des ersten Abschnitts kamen die Riverkings besser in das Spiel und konnte die taktischen Anweisungen ihres wiedergenesenen Trainers Andreas Zeck besser umsetzen. Ein Treffer wollte den Landsbergern aber nicht mehr gelingen.

Playoff-Ticket gelöst

Es dauerte bis zur 25. Spielminute als Andreas Schmelcher in Überzahl einen Schuss von Tobias Turner zum 1:2 in die Maschen abfälschen konnte. Nur zwei Minuten später konnten die knapp 700 Zuschauer bereits wieder jubeln. Einen schnellen Angriff über Craig Gallo und den starken Andreas Schmelcher konnte Thomas Fischer zum Ausgleich verwerten. Kurz nach dem 2:2 gab es dann eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen Robin Maag, Michael Fischer sowie den Lindauern Marko Babic und Fabian Sing. Für alle vier Spieler war die Partie beendet und sie durften zum Duschen in die Kabine. Im letzten Abschnitt nutzten die Gäste eine doppelte Überzahlsituation und stellten auf 2:3 (53. Spielminute).

Vier Minuten vor dem Ende konnte Stefan Kerber eine Überzahlsituation für Landsberg nutzen und den Treffer zum 3:3 erzielen. Wieder war Andreas Schmelcher als Vorbereiter zur Stelle. In Verlängerung versuchten die Riverkings mehrmals den entscheidenden Treffer zu erzielen – allerdings ohne Erfolg. Deshalb musste das Penaltyschießen Entscheidung bringen. Nachdem Marcel Juhasz und Zdenek Chech jeweils für ihre Farben getroffen hatten, lieferten sich Craig Gallo und der Lindauer Zdenek Chech eine richtige Penaltyschlacht. Das bessere Ende hatten die Landsberger, die sich so den Zusatzpunkt sicherten.

Beide Trainer sahen nach dem Spiel Parallelen zum Spiel aus der Vorrunde. Andreas Zeck war über die beiden Punkte sehr zufrieden: „Die Mannschaft konnte im zweiten Drittel die Taktik wesentlich besser umsetzen und wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen. Im Penaltyschießen entscheidet dann auch das Glück. Ich denke, die Zuschauer haben heute ein Spiel gesehen, in dem alles dabei war, was diesen Sport ausmacht.“ Auch Vorstand Markus Haschka war mit dem Spiel der Riverkings mehr als zufrieden: „Mich freut es, dass unser Coach Andreas Zeck wieder an Bord ist. Mit Ihm sind wir heute wieder ins richtige Fahrwasser gekommen. Die Segel sind in Richtung Playoff gesetzt.“

Am Sonntag ging es zum heimstarken amtierenden Meister EV Lindau. Dieser hat erstmals seit dem 8. November wieder Punkte zu Hause abgegeben – Gegner damals: der HC Landsberg. Die Partie in der Vorrunde endete 2:3 nach Verlängerung. Diesmal war die Zusatzschicht für die Zeck-Schützlinge allerdings nicht notwendig. Mit einem 1:6 Auswärtssieg beim Topteam vom Bodensee sicherten sich die Riverkings die notwendigen Punkte für Playoff Teilnahme.

Allerdings waren die Voraussetzungen für das schwere Auswärtsspiels in Lindau denkbar schlecht. Dem HC Landsberg fehlten mit Robin Magg (Sperre nach der Spieldauerstrafe vom Freitag) und Tobias Wedl (Leistenverletzung) zwei der Stammverteidiger. Außerdem fiel kurzfristig mit Tobias Turner (Erkältung) der nächste gelernte Verteidiger bereits vor dem Spiel aus. Im Sturm fehlten Michael Fischer (ebenfalls gesperrt) und Dennis Sturm (Verletzung aus dem Freitagspiel).

Wer gedacht hatte, dies würde sich beim Favoriten Lindau bemerkbar machen, der hatte sich allerdings gründlich getäuscht. Vor allem die Verteidiger Alexander Ott, Josef Barnsteiner und Niklas Arnold übernahmen voll die Verantwortung und lieferten eine super Leistung ab.

Die Riverkings gingen diesmal von der ersten Sekunde hochkonzentriert ans Werk und ließen aus einer kontrollierten Defensive heraus, wenige Chancen der Lindauer zu. Folgerichtig ging es mit 0:0 in die erste Pause.

In der 26. Minute war es dann soweit. Einer der zahlreichen schnell vorgetragenen Angriffe der Riverkings führte zum Erfolg – Marcel Juhasz bediente Mika Reuter und der schloss eiskalt zum 0:1 ab. Lindau gelang allerdings bereits kurz darauf der Ausgleich. Die Reaktion des HC Landsberg folgte bereits 36 Sekunden später, Markus Kerber traf zum 1:2. Ab jetzt bestimmte der HC Landsberg das Spiel. Craig Gallo und Andreas Schmelcher stellten auf 1:4 So ging es dann auch in die Pause.

Zu Beginn des dritten Drittels versuchte Lindau noch einmal alles und rannte auf das Tor des starken Christoph Schedlbauer, ohne allerdings die Abwehr der Lechstädter ernsthaft zu gefährden. Die Riverkings spielten konsequent weiter schnell nach vorne und stellten in der weiteren Folge durch zwei Tore von Marcel Juhasz noch auf 1:6.

Im Anschluss an die Partie zeigte sich Coach Andreas Zeck überaus zufrieden mit der sensationellen Mannschaftsleistung und richtete seinen Blick schon auf das kommende freie Wochenende: „Heute haben wir es geschafft, unser Konzept über die gesamte Spielzeit umzusetzen und damit hatte Lindau wohl seine Probleme. Jetzt können die Jungs ihre Blessuren auskurieren, bevor wir uns dann wieder intensiv auf das Derby gegen Memmingen vorbereiten.“

Nach dem kommenden spielfreien Wochenende steht für den HCL das letzte Zwischenrundenheimspiel am 14. Februar gegen den ECDC Memmingen auf dem Plan.

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