HCL steigt auf!

Mission Bayernliga erfolgreich

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Der Aufstieg in die Bayernliga ist geschafft: Nach dem 4:2- und 5:1-Sieg im Play-Off-Finale gegen Pegnitz hatten die Landsberger Riverkings allen Grund zum Feiern.

Landsberg – „Als Underdog gestartet, kommt der Aufstieg heute ganz unerwartet“, reimten die Pegnitzer Fans etwas holprig vor dem Finalrückspiel. Die Hoffnungen hielten aber nicht lange: Die Riverkings waren auch im Rückspiel stärker als die Gastgeber und feierten einen verdienten 5:1-Erfolg.

Zwar musste der HCL erneut schon im ersten Drittel mehrfach auf die Strafbank, doch diesmal war man besser auf das Powerplay der Ice Dogs eingestellt. EVP-Schwergewicht Markus Schwindl konnte nur selten zu einem seiner gefürchteten Schüsse ansetzen, selbst komplette zwei Minuten in doppelter Unterzahl überstanden die Landsberger unbeschadet. Der Spielertrainer selbst läutete die Entscheidung dann mit einem satten Schuss von der blauen Linie ein: 1:0 durch Alex Wedl. Wenig später brachte Dominic Kerber einen Nachschuss mit der Rückhand irgendwie am verdutzten Pegnitzer Torhüter Müller vorbei zum 2:0-Pausenstand unter.

HCL steigt auf!

Damit hätten die Gastgeber (zusammen mit dem Ergebnis aus dem Hinspiel) schon vier Tore gebraucht, um zumindest noch die Verlängerung zu erreichen und kurz schien es, als würden sie noch einmal ins Spiel zurückfinden. Johannes Runge war es, der – natürlich in Überzahl – plötzlich ganz frei stand und auf 1:2 stellte. Für den auch an diesem Abend souveränen Christoph Schedlbauer im Landsberger Tor gab es in dieser Situation nichts zu halten.

Mehr Reserven

Pegnitz konnte jedoch auch aus einer weiteren Strafe nichts Zählbares mehr machen, stattdessen kam sogar Feike zu einem Alleingang, als er aus der Kühlbox zurückkehrte. Zwar scheiterte der junge Stürmer in dieser Situation noch, doch Müller bekam jetzt immer mehr zu tun. Schon ab Mitte des Spiels zeigte sich, dass die Riverkings nicht nur läuferisch und spielerisch überlegen waren, sondern offenbar auch über die größeren körperlichen Reserven verfügten. Auf dem weiterhin extrem weichen Eis war den Pegnitzern an den Gesichtern abzulesen, dass ihnen das Tempo jetzt zu hoch wurde, vermehrte Befreiungsschläge und Strafzeiten waren die Folge.

Zu Beginn des Schlussabschnitts überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst traf Grundner auf Zuspiel von Wedl und Thurner zum 3:1. Damit stand es insgesamt 7:3, EVP-Führungsspieler Schwindl erachtete die Lage offenbar für sich als aussichtslos und verließ völlig ausgepumpt die Eisfläche in Richtung Kabine. Schwindl kehrte nicht mehr aufs Eis zurück (offizielle Begründung: Fußverletzung).

Für seine Mitspieler war die Resignation ihres Vize-Kapitäns offenbar nicht eben motivierend, noch das Letzte aus sich herauszuholen. Gegen inzwischen locker aufspielende Landsberger brach der Widerstand völlig in sich zusammen. Nachdem (wegen des fehlenden Dachs) zehn Minuten vor Schluss noch einmal die Seiten gewechselt wurden, belohnte sich die in den letzten Wochen beeindruckend aufspielende zweite Reihe für ihre Leistungen selbst mit dem Tor zum 4:1. Spätestens damit war jedem klar, dass der Aufsteiger an diesem Tag nur Landsberg heißen konnte.

Die Auszeit, die Alex Wedl in der vorletzten Minute noch anordnete, dürfte daher nur noch der Klärung der Feiermodalitäten gedient haben, sportlich war längst alles entschieden. Markus Rohde wollte es damit aber noch nicht gut sein lassen. Mit einer schönen Einzelleistung stellte er den 5:1-Endstand her, bei Spielern und Fans der Gastgeber hatte sich da bereits sichtlich Enttäuschung breitgemacht. Allzu frustriert gaben sich die Franken dann nach dem Schlusspfiff aber nicht mehr.

Während für die Ice Dogs bereits das Erreichen des Finales vor den favorisierten Passauern ein großer Erfolg war, hat der HC Landsberg das Saisonziel erreicht, das vielen noch vor einigen Monaten als mögli-cherweise zu ambitioniert angesehen hatten: Der Aufstieg in die Bayernliga ist geschafft.

Zu verdanken war der Erfolg neben den harten Trainingsleistungen auch der positiven Grundstimmung, die in der abgelaufenen Saison unter Trainer Wedl im Team herrschte. Den besten Beleg dafür gab es am Sonntag: Weil der etatmäßige Kapitän Geisberger dienstlich verhindert war, vertrat ihn Alexander Ott. Der trat zum Shakehands mit Schiedsrichtern und Gegner in voller Montur an, wusste aber schon, dass er wohl keine Minute spielen würde: Ott steht seit Wochen mit gerissenem Kreuzband auf dem Eis, wollte sich das Finale aber nicht entgehen lassen.

Christoph Kruse

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