HCL auf Erfolgskurs

Die Landesliga zurücklassen?

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Riverkings-Neuzugang Michael Feike (links) überzeugte jüngst auch beim 4:1-Heimerfolg gegen den SC Forst.

Landsberg – Bevor es auf die Zielgerade der Eishockey-Landesliga geht, holt der HC Landsberg noch einmal richtig Schwung. Das 4:1 (0:0, 2:0, 2:1) gegen Forst bedeutete bereits den sechsten Sieg in Folge. „Das war von hinten bis vorne eine sehr ordentliche Leistung“, sagt Trainer Alex Wedl.

Da beide Verfolger überraschend Federn ließen, beträgt der Vorsprung auf Platz zwei inzwischen sechs Punkte – angesichts des Restprogramms könnte das aber ein trügerisches Ruhekissen sein. Dreimal muss der HCL jetzt in Folge auswärts antreten, die Gegner haben es dabei in sich. Am kommenden Freitag geht es nach Bad Aibling (Tabellen-Dritter), am 2. Februar nach Bad Wörishofen (5.) und eine Woche später nach Oberstdorf (4.).

Erfolg reißt nicht ab

Wedl ist vor den Auswärts-Wochen dennoch nicht bange. „Wenn wir wieder eine ordentliche Leistung abliefern und am Freitag in Bad Aibling punkten, sollten wir fast schon durch sein“, spekuliert der Coach der Riverkings. „Das wäre gut, weil wir dann eventuell für die Play-Offs in den letzten Spielen schon einige Dinge testen könnten.“ Dazu dürfte dann auch das Überzahlspiel gehören – einer der wenigen Kritikpunkte im HCL-Spiel in den vergangenen Wochen. Der Trainer steckt hier in der Zwickmühle, wie er sagt. „Da sind wir noch nicht sehr effektiv, auch nicht bei fünf gegen drei, vielleicht wollen wir da einfach zu viel. Aber unsere knappe Trainingszeit war mir bis jetzt auch zu schade, um sie damit zu vertrödeln. Eigentlich müssen die Spieler wissen, was sie in Überzahl zu tun haben.“

Gegen Forst klappte das aber wieder einmal nicht, alle vier Treffer fielen bei vollzähliger Besetzung. Doch nicht nur im Powerplay vergaben die Gastgeber zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten. Die Nature Boyz konnten zwar bis zur ersten Pause mit Glück das 0:0 halten, waren aber an diesem Tag nie in der Lage, die Landsberger ernsthaft in Gefahr zu bringen.

So lässt sich auch die Leistung von Riverkings-Torhüter Christoph Schedlbauer schwer beurteilen, da der 24-Jährige nicht viel auf seinen Kasten bekam. „Er hat in den letzten Wochen einige Schwächen gezeigt“, so Wedl, „aber lieber jetzt als in den Play-Offs.“ Er habe weiter volles Vertrauen in seinen Stammtorhüter, „aber er muss seine Leistung jetzt einfach wieder abrufen, es geht langsam auch um die Jobs für die nächste Saison.“

Da wollen die Riverkings dann am liebsten eine Liga höher antreten. Mit einer deutlich höheren Zahl an Spielen käme es dann auch nicht mehr zu einer Situation wie jetzt, in der man einen Monat lang nicht mehr vor eigenem Publikum antritt. Alex Wedl nimmt's zwar gelassen („da machen wir jetzt eben auswärts Werbung für unsere letzten zwei Punkt-Heimspiele“), sagt aber auch: „In der Bayernliga hätten wir praktisch durchgehend jede Woche ein Heimspiel, das ist ja ein Grund mehr, die Landesliga möglichst hinter sich zu lassen.“

Der erste Schritt dahin führt am Freitag ab 19.30 Uhr über die Aibdogs, mit denen sich der HCL im Hinspiel allerdings zum Spielende hin schwer tat; erst im Penaltyschießen gewann man damals mit 5:4. Nicht nur deshalb nimmt man den Gegner sicher nicht auf die leichte Schulter und fährt in bester Besetzung nach Bad Aibling. „Wir sind vermutlich vollzählig, ich gehe davon aus, dass auch Markus Rohde spielt“, so Wedl.

Auch Mitch Feike wird dann wieder dabei sein, der Neuzugang überzeugte den Trainer gegen Forst: „Er bringt uns mit seinem Tempo schon weiter. Er rumpelt nicht nur, sondern spielt auch ordentliche Pässe.“ Im nächsten Spiel hat HCL-Coach Wedl damit die Qual der Wahl: „Wir könnten sogar mit vier Reihen spielen, das werde ich aber wahrscheinlich nicht machen.“

Christoph Kruse

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