Landsberg verliert gegen Miesbach

Riverkings Landsberg verspielen Führung

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Am Sonntag tritt der HCL zum Blauchlichtspiel bei den ERC Bulls Sonthofen an.

Landkreis – Am letzten Spieltag der Hinrunde setzte es für den HC Landsberg eine Niederlage beim TEV Miesbach. 481 Zuschauer, darunter gut Hundert Anhänger der Riverkings, sahen eine spannende Partie, die die Hausherren erst im Penaltyschießen mit 5:4 für sich entscheiden konnten. Die Lechstädter stehen in der Verzahnungsrunde mit zehn Punkten auf einem soliden vierten Platz.

HCL-Coach Fabio Carciola war mit seiner Mannschaft mal wieder nicht unzufrieden: „Im ersten Drittel waren wir wirklich kaltschnäuzig und haben die Dinger rein gemacht. Die Chancenverwertung stimmte jedenfalls.“ In der Tat knüpften die Riverkings da an, wo sie beim 8:2-Auswärtssieg gegen den EHC Klostersee aufgehört hatten. Taktisch bestens präpariert und spielerisch einfallsreich stellten sie die Hausherren vor Probleme. Lohn der Mühen? Eine verdiente 2:0-Führung nach dem ersten Drittel, hergestellt durch Markus Jänichen (7.) und Christopher Mitchell (15.).

Miesbach bestraft HCL

Drei Minuten nach der ersten Pause gelang dem Ex-Landsberger Slavicek zwar der Anschlusstreffer, aber Maximilian Raß (32.) korrigierte diesen Lapsus und stellte auf 3:1 für den HCL. Danach riss dann seltsamerweise der Faden und auch der Coach der Riverkings wundert sich: „Auf einmal sind wir weniger gelaufen und waren nicht mehr so aggressiv. Das wurde von Miesbach umgehend knallhart bestraft und wir gingen mit einem Rückstand ins letzte Drittel.“

Innerhalb von sechs Minuten drehten die Hausherren das Spiel. Durch Treffer von Kokoska (34.), Grabmaier (37.) und Frosch (40.) lagen die Gäste überraschend mit 3:4 hinten. Der Auftritt in dieser Phase war letztendlich dafür verantwortlich, dass die Riverkings nicht als Sieger vom Eis fuhren.

Zwar fingen sich die Cracks von Fabio Carciola im letzten Spielabschnitt wieder, kamen zu großen Chancen und Pfostenschüssen, aber es reichte nur zum 4:4 durch Robin Maag vier Minuten vor der Schlusssirene. Die Overtime blieb torlos und im Penaltyschießen kam es zum Privatduell zwischen Dennis Sturm vom HCL und Dusan Frosch von der Gegenseite. Frosch hatte das glücklichere Ende schließlich für sich und die Gäste mussten sich mit einem Punkt begnügen.

Gut gespielt, dennoch verloren – wie so oft in den ersten Spielen der Verzahnungsrunde. Fabio Carciola zieht trotzdem ein positives Fazit: „Wir waren in keiner Partie chancenlos und hätten eigentlich jedes Spiel gewinnen können. Wer hätte gedacht, dass wir nach der Hinrunde auf dem vierten Platz stehen? Wir müssen einfach noch konstanter unser System spielen und durchziehen, dann ist alles möglich.“

Blaulichtspiel am Sonntag

Schon am nächsten Wochenende kann dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden, denn am Freitag (20 Uhr) sind die Löwen vom EHC Waldkraiburg zu Gast. Die junge Truppe von Coach Alexej Piskunov galt vor einigen Wochen noch als Überraschungsmannschaft der Bayernliga, ist aber in der Verzahnungsrunde ein wenig unter die Räder gekommen und fungiert als Schlusslicht in der Tabelle. Fabio Carciola warnt dennoch: „Seit dem 0:8 daheim gegen uns, haben die noch eine Rechnung offen und werden ganz anders ins Spiel gehen. Ich erwarte eine gefährliche Mannschaft.“ Das Spiel selbst wurde vom HC Landsberg zu einem „Blaulichtspiel“ erkoren. Nicht, weil die sportliche Lage so prekär wäre, sondern weil alle Feuerwehrleute, Polizisten, Sanitäter, THWler oder sonstige Zugehörige einer „Blaulichtorganisation“ freien Eintritt erhalten, so sie sich denn ausweisen können.

Zwei Tage später müssen die Riverkings zum Oberligisten ERC Sonthofen (18 Uhr). Ob die Verletzten Michael, Thomas Fischer und Sven Curmann am nächsten Wochenende wieder eingreifen können, ist nicht sicher.
Dietrich Limper

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