HC Landsberg überzeugt

Drei Bayernliga-Punkte für die Riverkings

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Dennis Sturm (links vorne) bot sowohl im Heimspiel gegen Peißenberg (rote Trikots) als auch in Memmingen ein starke Leistung für die Riverkings.

Landsberg – Sind die Riverkings jetzt endlich in der Saison angekommen? Es sieht danach aus. Nach den Auftaktschlappen gegen Miesbach und Dorfen hat der HC Landsberg am Wochenende zumindest die ersten drei Bayernliga-Punkte eingefahren – jeweils erst nach Verlängerung unterlagen die Lech- städter am Freitag vor heimischer Kulisse gegen Peißenberg (4:3) und gewannen dann in Memmingen mit 4:3.

Einen denkbar ungünstigen Start erwischten die Riverkings gegen den TSV Peißenberg. In der achten Spielminute gingen die Gäste durch Manfred Eichberger in Führung. Es dauerte, bis sich die Landsberger davon erholten hatten und sich selbst wieder gute Chancen erarbeiteten. Noch vor der Drittelpause folgte dann ein weiterer Rückschlag für das junge Team von Trainer Andreas Zeck: Mittelstürmer Benjamin Arnold bekam nach einem Bully den Puck ins Gesicht und verlor bei dieser Aktion einige Zähne. Im Klinikum „Rechts der Isar“ war man dann sehr um Wiedergutmachung bemüht.

HCL in der Liga angekommen?

Im zweiten Drittel wurde das Spiel ruppiger und der Schiedsrichter verhängte auf beiden Seiten mehrere Strafen. Kurioserweise erhielten die Riverkings über die gesamte Spielzeit drei kleine Bankstrafen für Wechselfehler – kurzzeitig stand man mit sechs Akteuren auf dem Eis. In der 30. Spielminute erlöste Kapitän Andreas Geißberger endlich die Landsberger Fans unter den 750 Zuschauern. In doppelter Überzahl zog der Abwehrrecke von der blauen Linie ab und glich die Partie mit einem fulminanten Schlagschuss zum 1:1 aus.

In einer weiteren Überzahlsituation stellte Dennis Sturm sein Können unter Beweis und schloss einen sehenswerten Alleingang zum 2:1 für die Riverkings ab. Die Freude über die Führung hielt jedoch nur kurz. Denn schon wieder war der beste Peißenberger an diesem Abend, Manfred Eichberger, zur Stelle: 2:2.

Auch im letzten Drittel waren die „Special Teams“ auf beiden Seiten gefordert. Fünf Minuten vor Ende stellte Moritz Birkner für Peißenberg auf 3:2. HCL-Caoch Zeck setzte alles auf eine Karte und ersetzte den gut aufgelegten Keeper Maximilan Güßbacher durch einen sechsten Feldspieler. Dieses Risiko wurde belohnt: 20 Sekunden vor dem regulären Ende der Partie fiel der verdiente Ausgleich. Wieder war Sturm zur Stelle. Verlängerung. In der Zugabe profitierte Gästestürmer Tyler Wisemann von einer Unaufmerksamkeit in der Landsberger Abwehr und erzielte den 3:4-Endstand.

Andreas Zeck war trotz der Niederlage mit seinem dezimierten Team zufrieden. „Obwohl wir einige Ausfälle hatten, etwa Marcel Juhasz, Dominic Kerber und Sebastian Lachner, hat meine Mannschaft eine tolle Moral bewiesen. Kleinigkeiten waren letztlich spielentscheidend. Daran und an einer konsequenteren Spielweise werden wir arbeiten.“

Stark in Memmingen

Am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen den Rivalen aus Memmingen konnte Zeck dann die Früchte der freitäglichen Kabinenansprache ernten. Die Riverkings zeigten sich hochkon- zentriert und nutzten vor 2238 Zuschauern die sich bietenden Chancen konsequenter.

Bereits in der ersten Minute der Partie musste Michael Fischer auf die Strafbank. Aber: In Unterzahl schnappte sich Sebastian Lachner die Scheibe und schloss ein tolles Solo zum 1:0 für die Riverkings ab. Auch in der Folge wurde das leichte Übergewicht der Lechstädter immer wieder unterbrochen durch Strafzeiten und daraus resultierenden Unterzahlsituationen. In der zwölften Spielminute nutzte dann der Ex-Lands- berger Mike Dolezal eine Überzahl der Memminger zum 1:1. Doch kurz vor der Pause erzielte Markus Kerber auf Zuspiel von Stefan Kerber die 2:1-Führung für den HCL.

Der zweite Spielabschnitt begann mit einem Dämpfer. Jan Kouba glich für die Memmingen Indians zum 2:2 aus, doch schon zwei Minuten später gingen die entschlossen auftretenden Riverkings durch Dennis Sturm abermals in Führung, die bis 36 Sekunden vor Spielende hielt. Nach zahlreichen Chancen der Landsberger und auch einiger guter Möglichkeiten der Memminger glich Martin Hoffmann für die Gastgeber aus. Trotz einer toller Leistung fehlte den Riverkings das Quäntchen Glück und vielleicht auch etwas die Abgeklärtheit, um die verdienten drei Punkte mit an den Lech zunehmen. Wäre aber der HCL vor Wochenfrist vielleicht noch ohne weiteren Punkte aus solch einem Spiel herausgegangen, folgte jetzt die Belohnung: Einmal mehr war es Dennis Sturm, der einen Konter in der Verlängerung eiskalt nutzte und zum 4:3-Siegtreffer abschloss.

Trainer Andi Zeck kann also zuversichtlich in die Spiele am Freitag Zuhause gegen Germering (20 Uhr) und dann am Sonntag (17.30 Uhr) auswärts in Pfaffenhofen gehen.

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