Erfolgreiches "Klassentreffen"

Ein Sieg wie aus alten Zeiten

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Zwei Minuten vor Ende sorgte Thomas Fischer am Sonntag für den Siegtreffer.

Landsberg – Äußerst schlecht startete der HC Landsberg in die Partie am Freitag bei den Indians Memmingen. Nach dem spielfreien Faschingswochenende kamen die Riverkings überhaupt nicht in ihren Rhythmus. Am Sonntag stand das „Klassentreffen EVL meets HCL“ auf dem Programm.

Bereits nach drei Spielminuten lagen die Riverkings am Freitag mit 2:0 im Rückstand. Mit dem Anschlusstreffer von Craig Gallo keimte wieder Hoffnung auf, doch Memmingen schlug eiskalt zurück und erhöhte bis zur Pause noch auf 4:1. Doch auch bei diesem Zwischenstand steckten die Riverkings nicht auf und zeigten Moral. Durch eine klare Leistungssteigerung konnte der HC Landsberg bis zur 33. Spielminute durch Treffer von Craig Gallo, Mika Reuter und Stefan Kerber ausgleichen. Doch auf den Treffer zum 5:4 (57. Spielminute) von Memmingen fand der HC Landsberg keine Antwort mehr und wurde für die tolle Aufholjagd leider nicht belohnt.

Schon vor Beginn der Partie am Sonntag war die Atmosphäre im Landsberger Eisstadion wie in alten Zeiten. Der ehemalige Stadionsprecher Michael „Drummy“ Riedel hatte zum Klassentreffen gemäß dem Motto „EVL meets HCL“ geladen. Und es war wirklich beeindruckend, wie viele dem Aufruf des Kult-Stadionsprechers gefolgt sind. So waren viele Zuschauer mit Trikots aus vergangenen Zeiten ins Stadion gekommen. Auch das EVL Fanclub Urgestein Norry Rosensprung beteiligte sich an der Aktion – er hatte in seinem Archiv noch diverse Fanartikel gefunden, die zugunsten des HC Landsberg Nachwuchs verkauft wurden.

Als Drummy zusammen mit „HCL Voice“ Thomas Berghofer dann die Mannschaftsaufstellungen auf dem Eis verkündete fühlten sich viele Besucher um einige Jahre zurückversetzt. Nach diesem eindrucksvollen und emotionalen Auftakt, konnte dann auch das Derby gegen den ECDC Memmingen starten. Und man merkte den Schützlingen von Trainer Andreas Zeck auch an, dass sie die Niederlage vom Freitag vergessen machen wollten. In einer schnellen Partie übernahmen die Riverkings das Kommando und konnten die Memminger teilweise in ihrem Drittel einschnüren.

Dies gefiel den knapp 1400 Zuschauern und dementsprechend war die Kulisse auch sofort da und trieb die junge Mannschaft regelrecht nach vorne. Es dauerte allerdings bis zur 14. Minute bis die Zuschauer erstmals jubeln konnten. Der 18-jährige Timo Hauck wurde von der Indians Defensive völlig übersehen und er bestrafte diesen Fehler freistehend vor dem Tor mit einem satten Schuss in den Torwinkel. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Pause. Der HC Landsberg übte auch anschließend weiter Druck auf das Gästetor aus. Einen sehenswerten Spielzug über Craig Gallo und Stefan Kerber verwertete Andreas Schmelcher zum 2:0 (28. Spielminute). Nur zwei Minuten später wurde Dominic Kerber wunderbar von Craig Gallo auf die Reise geschickt und erzielte den dritten Treffer per Alleingang.

So wollte sich allerdings die erfahrene Truppe aus dem Allgäu die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und erzielte durch Petr Sikora in der 34. Spielminute den Anschlusstreffer. In der 40. Spielminute stellte der frischgebackenen Papa Thomas Fischer den alten Abstand wieder her. Mit diesem 4:1 verabschiedeten sich beide Mannschaften zum zweiten Pausentee. Sieben Minuten vor Schluss verkürzte Antti-Jussi Miettinen noch einmal auf 4:2. Thomas Fischer war es dann vorbehalten, zwei Minuten vor dem Ende für den 5:2 Endstand zu sorgen. Die Mannschaft wurde ausgelassen von den Zuschauern gefeiert und auch das traditionelle „Humba“ durfte natürlich nicht fehlen.

Trainer Andreas Zeck war nach der Partie sichtlich zufrieden. „Meine Mannschaft hat trotz der Ausfälle von Marcel Juhasz und Markus Kerber eine super Leistung gezeigt. Die Laufbereitschaft war enorm und auch die taktischen Vorgaben haben die Jungs sehr gut umgesetzt.“ Auch von der Atmosphäre im Stadion zeigte sich Zeck beeindruckt. „Ich kann wirklich nur an jeden Zuschauer appellieren, kommt wieder zu unseren Spielen – so macht es der Mannschaft, aber auch den Zuschauern noch mehr Spaß.“

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