Kaum Gegenwehr möglich

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Bereits am Freitag muss das Team von Alex Wedl gegen Memmingen antreten. Am Sonntag steht dann der letzte Test vor dem Bayernliga-Start gegen Königsbrunn bevor.

Landsberg – Ihre Leistungsträger sind derzeit für die Riverkings nicht zu ersetzen. Das musste die Truppe von Trainer Alex Wedl im Vorbereitungsspiel gegen Peißenberg erfahren. Beim 2:5 war man über weite Strecken dem Gegner unterlegen.

Nachdem der HC Landsberg verletzungs- und krankheitsbedingt bereits auf Stefan und Dominic Kerber verzichten musste und Markus Rohde nach dem Aufwärmen ebenfalls abwinkte, war es um die Offensivkraft von Beginn an nicht sonderlich gut bestellt – zu allem Überfluss zog sich auch noch Stammtorhüter Christoph Schedlbauer eine Leistenzerrung zu und musste durch Alessandro Tripoli ersetzt werden. Diese Schwächungen konnten die Gastgeber nicht kompensieren. 

Die Parole, den Gegner auch körperlich hart anzugehen, ließ sich diesmal ebenfalls nicht überzeugend umsetzen, zumal die Peißenberger auch in dieser Hinsicht mehr als dagegenhielten, so dass schon im ersten Abschnitt beide Strafbänke gut besucht waren. Spielerisch ging in der insgesamt schwachen Partie bei den Eishacklern wenig zusammen – bei den Riverkings allerdings noch weniger; in den beiden ersten Dritteln kamen die Gastgeber zu keiner einzigen ernsthaften Torchance. Peißenberg genügten vereinzelte Vorstöße, um die Begegnung sicher im Griff zu behalten. 

Beim Führungstreffer ließen sich die Landsberger in einen unnötigen Zweikampf an der Bande verwickeln, beim 0:2 wurde in der Ecke nicht ernsthaft gestört, so dass Lenz unbedrängt für Hörndl auflegen konnte. Sah die Sache zur zweiten Pause zumindest vom Ergebnis her knapp aus, machte der TSV dann binnen drei Minuten alles klar. Wer sich erhofft hatte, dass die Riverkings dem Spiel noch eine Wende geben könnte, wurde enttäuscht, bei den drei Treffern im Minutentakt zeigte man kaum Gegenwehr und ließ die Gästeangreifer teilweise ungehindert laufen. Erst, als die Peißenberger beim Stande von 0:5 wieder öfter die Strafbank aufsuchten, kamen die Landsberger dann doch noch zu Erfolgserlebnissen: Sven Gäbelein, an diesem Tag stärkster HCL-Stürmer, betrieb mit zwei schönen Treffern in Überzahl noch etwas Ergebniskosmetik. 

Trainer Wedl musste nicht nur feststellen, dass einige seiner Spieler auch zwei Wochen vor Punktspielstart offenbar weiterhin körperliche Defizite aufwiesen, sondern noch dazu eine weitere Hiobsbotschaft verkraften. Gegen Peißenberg verletzte sich nach einem eigentlich harmlosen Zusammenprall Maximilian Merkle, der Stürmer musste ins Krankenhaus gebracht werden. Nach einer vorläufigen Diagnose hat er sich eine ernsthafte Blessur am Knie zugezogen und fällt längerfristig aus. 

Kein Wunder, dass sich die Verantwortlichen direkt nach dem 2:5 zusammensetzten und über personellen Ersatz und Verstärkungen berieten. Sicher scheint inzwischen, dass der bereits vor Wochenfrist ins Visier gekommene Routinier in dieser Woche endgültig verpflichtet werden soll. Nach Merkles Verletzung und dem schwachen Auftritt gegen Peißenberg ist auch die Besetzung der Ausländerstelle wieder ein Thema geworden. Noch zwei Testspiele Die Riverkings haben noch eine Woche und zwei Testspiele Zeit, um richtig in die Spur zu kommen. 

Am Freitag (20 Uhr) geht es zunächst nach Memmingen (wo man auch zum zweiten Punktspiel am 12. Oktober wieder antreten muss), die Allgäuer haben nach dem 6:4 für den HCL im Hinspiel noch etwas gutzumachen. Am Sonntag tritt auf Landsberger Eis der EHC Königsbrunn an – beide Teams trennten sich am vergangenen Freitag mit 4:4. Am Freitag, 10. Oktober (20 Uhr), wird es dann schon ernst: Zum Bayernliga-Auftakt stellt sich mit dem Höchstadter EC gleich ein Meisterschaftsfavorit in Landsberg vor.

Christoph Kruse

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