Klasse Segel-Auftritt:

Mit Starkwind über den Bodensee

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Immer hart am Wind: Mit dem Katamaran „M2-Team.com“ segeln der Epfacher Rolf Hufnagl und sein Team von Erfolg zu Erfolg.

Epfach – Starker Auftritt: Rolf Hufnagl aus Epfach hat mit seiner Mannschaft auf dem Katamaran „M2-Team.com“ die „Rund Um“, das Blaue Band vom Bodensee, gewonnen. Erfolgreich war dieses Team bereits die Woche davor: Mit sechs Tagessiegen bei der „Internationalen Bodenseewoche“ ließ man der Konkurrenz keine Chance und ging folglich bei der „Rund Um“ bestens vorbereitet an den Start.

Die „Rund Um“ ist die größte Regatta am Bodensee und in diesem Jahr gingen 320 Boote an den Start. Bei sommerlichen Wetter und wenig Wind wurde traditionell am Abend um 19:30 Uhr vor Lindau in Richtung Westen gestartet. „So wurden alle Teilnehmer mit einem malerischen Sonnenuntergang belohnt“, schwärmt Huf- nagl. Vier Boote, darunter der M2 aus Epfach, trennten sich vom Hauptfeld und machten das Rennen unter sich aus.

Sammelt beim Segeln gerne Trophäen: Rolf Hufnagl aus Epfach.

In der Nacht schlug dann aber das Wetter um und es zogen Gewitter auf. Während „rings um den Bodensee die Blitze zuckten“, nutzte das Team um Rolf Hufnagl eine Gewitterfront mit Starkwind und „flog“ mit dieser über die gesamte Länge vom Bodensee von Überlingen bis in das Ziel vor Lindau mit Höchstgeschwindigkeit zurück.

Wegen der Dunkelheit hatte man die Positionen der anderen Boote verloren und so war es für das M2-Team zunächst unklar, an welcher Position sie waren. „Einer der führenden Katamarane ist in einer Bö gekentert“, erzählt Hufnagl, die Lampen seien von den über das Boot knallenden Wellen und Gischt weggespült worden oder seien ausgefallen, folglich habe man die letzte Strecke im Blindflug meistern müssen.

Frühmorgens um 3:11 Uhr , nach 7:41 Stunden Segelzeit, erreichten, Veit Hemmeter, Rolf Hufnagl, Florian Loweg und Nico Lutz das Ziel. Von den vielen Zuschauern, die trotz der frühen Morgenstunde auf den Booten im Zielbereich und auf der Hafenmauer ausgeharrt hatten, wurde die Mannschaft jubelnd als Sieger empfangen. Bereits fünf Minuten später kam das zweitplatziert Boot, der Katamaran der Brüder Sach, ins Ziel.

Es habe einige Zeit gedauert, bis alle Akteure vom M2-Team den Sieg realisiert haben, aber dann wurde ausgelassen mit der Begleitcrew und den anderen Mannschaften, die sich nach und nach im Clubhaus vom Lindauer Segelclub einfanden, gefeiert. Das M2-Team räumte alles Silber ab, aber am meisten freute man sich über den Sonderpreis vom Bayerischen Ministerpräsidenten, einen Löwen aus Porzellan.

Nach Erledigung einiger Reparaturen am Boot geht es zunächst zum Blauen Band an den Chiemsee und im Anschluss daran noch zur Titelverteidigung nach Ungarn zum Kekszalag, „das ist das Blaue Band vom Balaton mit rund 800 Booten am Start“, erklärt Rolf Hufnagl.

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