12-Stunden-Moutainbike-EM

Zwölf Stunden lang über Stock und Stein

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Nicht immer klappte die Übergabe des Transponders beim Wechsel so problemlos wie hier beim Viererteam „Stoppelhopper“.

Dießen – Rund 2500 Kalorien verbraucht ein normaler Mensch pro Tag. Ein Vielfaches davon verbrannten dagegen die Teilnehmer bei der Premiere 12-Stunden Europameisterschaft der Mountainbiker. Rund 300 Starter machten sich auf den knapp acht Kilometer langen Parcours rund um den Schatzberg mit knapp 130 Höhenmeter.

„Die Strecke war hervorragend“, lobte die Mehrzahl der Starter die Organisatoren in den Reihen des Motorsportclub (MC) Dießen. Eine Buckelpiste, eine Schotterpassage dazu Anstiege und Abfahrten forderten die (nicht motorisierten) Zweiradspezialisten ordentlich.

Auch der Start-Zielbereich, den der MCD extra rund um die Leonhards-Kapelle im Ortsteil Wengen angelegt hatte, war nicht einfach zu fahren. Erst ein kleiner Hügel zur Wechselzone, dann um die Kirche und auf einer Kiespiste durch ein Zelt. Bevor es dann wieder in Richtung Schatzberg ging musste auch noch der Brotzeitstand passiert werden. Der war für die zahlreichen Zuschauer, aber auch die Teilnehmer kamen in Sachen Verpflegung nicht zu kurz. „Die Organisation war hervorragend, wir kommen gerne wieder“, war von den Mountainbikern immer wieder zu hören. „Wir sind auch sehr zufrieden“, erklärte Robert Beausencourt vom Organisationsteam das mit 40 Helfern von der Burschenschaft Wengen und vom Motorsportclub für einen reibungslosen Ablauf des Rennens sorgte.

Fachmännisch und humorig moderiert von Titus Fischer, der unaufhörlich Zeiten und Platzierungen durchsagte und Motivationshilfen gab, drehten die Starter vom frühen Morgen bis in den Abend ihre Runden. Am meisten sammelte das Duo Florian Willbold und Philipp Pangerl aus Krumbach, die die Zweierkonkurrenz für sich entschieden. „Wir haben am Anfang ordentlich Gas gegeben. Am Ende wurde es dann etwas zäh“, bekannte Willbold, der mit seinem Partner insgesamt 41 Runden und damit 296 Kilometer zurücklegte. Schnellstes Damen-Zweierteam war das Meringer Duo Susan Beale und Stefanie Reinhard, das 31 Runden absolvierten.

35 Runden im Einzel

Ganz stark präsentierten sich Marc Prins und Jule Waligora, die das Mixed mit 38 Runden für sich entschieden. Fast so viele Umrundungen des Schatzbergs schaffte auch Michael Kalivoda, der den Bewerb im Herren-Einzel mit 35 Runden für sich entschied. Bei den Solo-Damen hatte Monika Janzen (25 Runden) die Nase vorne. Beim Vierer-Herren war das Quartett von „Tretlager Burggen“ mit Markus Schilcher, Ben Mössmer, Philipp Hoheisel und Christian Doll nicht zu stoppen. Sie sammelten 40 Runden.

Im Sechser-Bewerb holten sich schließlich die Lokalmatadoren von Triathlon SC Riederau mit Georg Ladig, Jules Rau, Ulf Rau, Jörg Tabellion, Florian Enzensberger und Jürgen Schüppel den 1. Platz. Sie holten sich auch die eigens ausgeschriebene Vereinsmeisterschaft vor der Feuerwehr Sankt Geor­- gen und dem MC Dießen Bike-Team.

Für die meisten Teilnehmer wird es wohl ein Wiedersehen am Schatzberg im kommenden Jahr geben. „Eine Vorstandsentscheidung steht zwar noch aus, ich denke aber, dass es eine Fortsetzung des Rennens geben wird“, kündigte Beausencourt schon mal an.

Roland Halmel

Zwölf Stunden auf dem Mountainbike

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