Nächste Schritte

Saisonabbruch: Vereine entscheiden, wie es weitergeht

TSV-Spieler beim Training.
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Wie geht es in der unterbrochenen Saison bezüglich Training und Ab- und Aufstieg weiter? Der BFV-Vorstand hat jetzt die nächsten Schritte eingeleitet.
  • Thomas Ernstberger
    vonThomas Ernstberger
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Landsberg – Die Proteste gegen die viel kritisierte „Quotienten-Regelung“ im neuen Paragraph 93 der Spielordnung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) waren ganz offensichtlich zu massiv. Folge: Jetzt können und sollen die Vereine selbst entscheiden, wie es nach dem Abbruch der seit einem halben Jahr unterbrochenen Saison 2019/21 in Sachen Auf-und Abstieg weitergeht.

Denn mittlerweile steht fest, dass die am 10. Mai in Kraft getretene und bis 6. Juni gültige Bayerische Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung den geforderten „nahezu uneingeschränkten Trainingsbetrieb ab 3. Mai“ nicht zulässt. Deshalb hat der BFV-Vorstand die nächsten Schritte eingeleitet, die für die Frauen von der Bayernliga abwärts und die Herren ab der Regionalliga gelten sollen.

Neben der aktuell gültigen Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele können die Vereinsvertreter nun auch für die Alternativlösung „Nur Aufsteiger, keine Absteiger“ votieren. In allen sieben Bezirken finden am Freitag, 14., und Samstag, 15. Mai, Online-Seminare statt, die die Auswirkungen der beiden Modelle detailliert aufzeigen.

Online-Meinungsbild

Die Online-Abfrage des Meinungsbildes soll vom 14. bis 18. Mai durchgeführt werden. Jeder Mitgliedsverein, der am Erwachsenen-Spielbetrieb teilnimmt, besitzt eine Stimme, heißt es in der offiziellen Mitteilung des BFV. Je nach Ausgang hat der Fußball-Verband unterschiedliche Wege einzuschlagen: Sollte die Mehrheit für die aktuell gültige Regelung votieren, würde der Vorstand am 18. Mai Abbruch und Wertung formal beschließen können.

Für den Fall, dass die Mehrheit der bayerischen Vereine für „Nur Aufsteiger, keine Absteiger“ und damit einen verstärkten Abstieg in den nächsten beiden Spielzeiten stimmen sollte, müsste der Vorstand einen außerordentlichen Verbandstag einberufen, der dann unter Einhaltung einer dreiwöchigen Ladungsfrist zu entscheiden hätte.

Schon klar: Sollten die Vereine für die Quotienten-Regelung stimmen, würden die einzelnen Spielklassen in ihren Mannschaftsstärken nahezu unverändert bleiben, weil es direkte Auf- und Absteiger gibt. Im Fall eines mehrheitlichen Votums für die Alternativ-Lösung steigt die Zahl der Mannschaften in den einzelnen ­Spielklassen an. Die weiter unten angesiedelten Spielklassen würden entsprechend ausgedünnt.

Hier hat der Vorstand für die Ligen mit anwachsenden Mannschaftszahlen in den Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 bereits einen „verschärften Abstieg“ beschlossen, um zur Saison 2023/24 wieder die gewohnte Sollstärke zu erreichen.

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