Starkes Wochenende in der Verzahnungsrunde:

Die Riverkings und das eisige Loch

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Unter Dauerbeschuss war am Sonntag der Kasten des EHC Klostersee (helle Trikots), in dem es immerhin zehn Mal klingelte. Was für ein Spiel der Riverkings...

Passau/Landsberg – Durch zwei Siege am vergangenen Wochenende hat sich die Lage bei den Riverkings entspannt. Nach zuletzt vier Niederlagen, drohte man die Play-offs aus den Augen zu verlieren. Am Freitag gelang zunächst mit einem 4:2-Auswärtssieg in Passau eine faustdicke Überraschung. Am Sonntag folgte der endgültige Befreiungsschlag mit einem 10:2-Heimsieg gegen den EHC Klostersee. Durch das wesentlich bessere Torverhältnis ist der HCL nur noch theoretisch von Platz 6 zu verdrängen.

Die Erleichterung war Fans, Spielern und HCL-Offiziellen am Sonntag ins Gesicht geschrieben. 752 Zuschauer wurden Zeugen eines Kantersieges gegen den Gast aus Grafing, womit das Ergebnis vom Freitag vergoldet wurde. HCL-Coach Cardiola blickte auf die Partie in Passau zurück: „Das Match lief von der ersten Sekunde an perfekt. Wir haben unser Spiel durchgebracht und Passau immer unter Druck gesetzt. Wir sind als Einheit aufgetreten und waren in jedem Drittel präsent. Die Tore fielen auch zu einem perfekten Zeitpunkt, wie zum Beispiel das 2:0, 17 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels.“

Für das 1:0 hatte bereits Chris Mitchell nach 13 Minuten gesorgt. Marek Charvat ließ eben jenes Tor zu Beginn des zweiten Spielabschnitts folgen und brachte die Gäste damit auf die Siegerstraße. Schindlbeck verkürzte für Passau zum 2:1 (26.), aber nur drei Minuten später stellte Markus Kerber den alten Abstand wieder her.

Im letzten Spielabschnitt wurde es kurz vor Schluss dann doch noch einmal spannend, als die Habichte durch Franz zum 3:2 Anschlusstreffer kamen (59.). EHF-Keeper Ritschel verließ das Eis, doch die Heimmannschaft konnte daraus kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Marc Krammer traf 30 Sekunden vor der Schlusssirene ins leere Tor und machte den eminent wichtigen HCL-Auswärtssieg perfekt.

Jeder Schuss ein Treffer

Helmut Gleixner, Trainer des EHC Klostersee, nahm die deftige 2:10-Niederlage gegen die Riverkings mit Galgenhumor: „Ich gratuliere Fabio Carciola und den Landsbergern zu dem knappen Sieg. Es ist ganz einfach. Wir haben neun Tore zu wenig geschossen. Vielleicht wäre 3:6 das schönere Ergebnis gewesen. Aber es fehlte unsere Nummer eins im Tor und sein Ersatz hatte einen übersichtlich starken Tag.“

Dabei ging es für die Gäste gut los, denn Wren traf nach knapp neun Minuten zum 1:0 für Klostersee. Schon oft waren die Riverkings nach Rückständen eingebrochen, und für einige Minuten lag die bange Frage in der Luft, ob die Cracks des HCL dem Druck gewachsen waren. Mika Reuter (13.) und Dennis Sturm (14.) hatten die passende Antwort parat. Sie drehten die Partie innerhalb von 40 Sekunden auf 2:1 für die Hausherren.

Im zweiten Drittel brachen bei den Gästen alle Dämme. Und bei den Riverkings lief es nun wie am Schnürchen. Dreimal Sturm (22./25./32.), Reuter (28.), Reicheneder (32.) und Machacek (34.) schraubten das Ergebnis auf ein schwindel­erregendes 8:1. Ein wahrhaft denkwürdiges Drittel im Hungerbachdome. Im letzten Spielabschnitt traf Roeder (47.) noch für den EHC, Kerber (54.) und Gäbelein (55.) vom HCL sorgten für ein zweistelliges Endergebnis.

„Wir sind wirklich stolz“, sagte Riverkings-Präsident Frank Kurz nach der Partie, „heute war einfach jeder Schuss ein Treffer. Wir sind sehr glücklich, denn endlich hat mal das geklappt, was uns in anderen Spielen oft gefehlt hat. Es gab Partien, da hatten wir 23 Torschüsse, der Gegner nur sieben oder acht, aber wir haben verloren. Die Jungs haben ein Statement abgegeben und gezeigt, dass sie wollen. Sie sind aus dem Loch rausgekommen.“

Der Blick ging natürlich immer wieder zu den Konkurrenten um die Play-off-Plätze nach Waldkraiburg, wo Erding schließlich im Penaltyschießen mit 4:5 unterlegen war. Erding steht mit 18 Punkten auf Rang fünf, Landsberg (16) und Waldkraiburg (13) rangieren dahinter. Da Waldkraiburg aber ein Torverhältnis von -16 aufweist, Landsberg dagegen +7, könnten nur sehr skurrile Ergebnisse am letzten Spieltag der Verzahnungsrunde noch für ein böses Erwachen sorgen.

Durch einen Heimsieg gegen Miesbach (Sonntag, 18 Uhr), könnten die Riverkings sogar noch auf Rang 5 klettern, wenn Erding gleichzeitig gegen Höchstadt verliert. Nur der ERC Sonthofen hat seinen ersten Tabellenplatz sicher, ansonsten sind auf den Plätzen zwischen 2 und 5 noch allerlei Verschiebungen möglich. Es bleibt spannend.

Am Rande wurde noch erwähnt, dass die U17 und die U20 des HC Landsberg vorzeitig den Klassenerhalt in ihren Ligen geschafft haben. Ein rundum gelungenes Wochenende für die Riverkings.
Dietrich Limper

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