Scheuringer Schützen erstklassig

Ohne Transfers zur Elite

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Vertreten Edelweiß Scheuring ab Oktober in der 1. Bundesliga Süd (v. links): Oliver Balg, Alfred Franz, Thomas Ranzinger, Klaus Hopfensitz, Philipp Ranzinger, Fabian Ranzinger und Sebastian Heinisch.

Scheuring – Aufregende Zeiten stehen der 1. Luftpistolen-Mannschaft vom Schützenverein Edelweiß Scheuring bevor. Das achtköpfige Team hat es in die 1. Bundesliga geschafft und dem Verein damit den größten Triumph seiner Geschichte beschert. Doch der Aufstieg bringt auch neue Herausforderungen mit sich.

Da sind zum einen die weiteren Strecken, die ab dem Saisonstart im Oktober zu den Wettkämpfen zurückgelegt werden müssen – die 1. Bundesliga Süd erstreckt sich über ganz Bayern und Baden-Württemberg. An insgesamt sechs Wochenenden zwischen Oktober und Februar werden sich die Scheuringer mit elf Gegnern messen. Es gibt jeweils nur eine Begegnung zwischen den Mannschaften, also keine Rückrunde.

Die Wettkämpfe erstrecken sich jeweils über ein ganzes Wochenende, statt wie in den unteren Ligen nur über einen Tag. Auch Scheuring selbst ist unter den gastgebenden Vereinen, darf als Aufsteiger allerdings nur eine halbe Runde ausrichten. Stattfinden wird der Wettkampf nicht im örtlichen Schützenheim, sondern in der Lechrain-Halle, die für diesen Tag extra mit elektronischen Schießständen ausgestattet wird. Man hofft auf viele Zuschauer, die – bei freiem Eintritt – für Stimmung sorgen.

Denn mit der Ruhe ist es nun vorbei. Statt gespannter Stille und Rücksichtnahme auf die Konzentration des Schützen herrscht in der Bundesliga Stadionatmosphäre, berichtet Vereinsvorstand Franz Berghofer. Es wird anfeuert und gejubelt. Deswegen gehören für die Bundesliga-Neulinge aus Scheuring zur Saisonvorbereitung nicht nur regelmäßige Schießübungen, Technik- und Krafttraining, sondern auch die mentale Vorbereitung auf die veränderten Bedingungen. Die persönliche Anspannung muss trotz aller Ablenkung gehalten werden. „Das können unsere Schützen schon ganz gut“, meint der Vereinsvorstand.

Stolz ist man in Scheuring darauf, dass die Luftpistolen-Mannschaft eine gewachsene Gruppe aus größtenteils einheimischen Schützen ist, die sich natürlich entwickelt hat, statt mit Einkäufen verstärkt zu werden. Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft sei groß, berichtet Berghofer. Ein Umstand, der den Schützen bei den Wettkämpfen sicher helfen wird, denn sie werden wohl meist auf sich allein gestellt sein. Dass Fans und Unterstützer die weiten Fahrten durch ganz Süddeutschland antreten, ist unwahrscheinlich, befürchtet der Vorstand.

uos

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