Schrötter auf WM-Platz 14

Immer am Limit

+
Mit einer wilden Aufholjagd machte Marcel Schrötter in Indianapolis gleich zehn Ränge gut und sicherte sich so Platz 14.

Pflugdorf – Mit einer spektakulären Aufholjagd ist es Marcel Schrötter am Sonntag in Indianapolis gelungen, einige Ränge gut zu machen. Von Startplatz 24 kämpfte der 21-jährige Pflugdorfer sich Runde um Runde vor und erzielte so am Ende Platz 14. „Vorerst zufrieden“ sei er mit seiner Leistung, so Schrötter, denn so konnte er weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln.

Der 21-jährige Tech-3-Pilot war sich bewusst, dass ihm von Startplatz 24 eine schwierige Aufgabe bevorstand. Noch dazu auf dem selektiven 4170 Meter langen Rundkurs des Indianapolis Motor Speedway, auf dem abseits der Ideallinie nur spärlich Grip vorhanden ist. Doch zwei prächtige Starts – das Rennen musste nach der zweiten Runde wegen eines Unfalles abgebrochen und neu gestartet werden – waren der Grundstein für das Punktefinish und mit Fortdauer der Distanz machte Schrötter Position um Position gut. Drei Runden vor der Zielflagge hatte er sich auf Rang 14 eingenistet und bis zu diesem Zeitpunkt hatte Schrötter dank einiger sehenswerter Überholmanöver nicht weniger als zehn Positionen von seinem ursprünglichen Startplatz aufgeholt. Mit zwei weiteren wichtigen Punkten für die Meisterschaft geht es nun gleich zum nächsten Einsatz am kommenden Wochenende im tschechischen Brünn weiter.

„Indianapolis war ein verdammt schwieriges Wochenende. Aber das harte Schuften hat sich letztendlich ausgezahlt, denn es geht mit zwei Punkten zurück nach Europa“, so Schrötter selbst. Natürlich habe sein Startplatz so weit hinten die Sache nicht einfacher gemacht, aber er sei schließlich zweimal gut gestartet und habe gleich von Beginn soweit es ging sehr aggressiv reingehalten. Das sei ihm nicht immer so gut gelungen, darum freue er sich über diese Tatsache besonders. Schrötter weiter: „Nach dem zweiten Start tat ich mir in meiner Gruppe um den Deut schwerer, weil sobald man hier von der Ideallinie abkommt, ändern sich die Grip-Verhältnisse stark. Man kann dadurch ganz leicht einige Positionen verlieren. Jedoch ab dem Zeitpunkt mit freier Sicht nach vorne konnte ich mehr pushen und die Jungs vor mir easy einholen.“

Zum Schluss fehlte gerade mal eine Sekunde auf die Gruppe, die um Rang sechs kämpfte. „Schade wegen der verlorenen Zeit am Anfang, denn sonst hätte ich dort sicher mitmischen können. Von meiner Pace her wäre heute allemal ein Top-10 drinnen gewesen“, so der 21-Jährige. „Neben den zwei gewonnenen Punkten gibt es aber noch einen weiteren positiven Aspekt nach diesem Wochenende. Wir wissen wo unsere Probleme liegen und es ist noch reichlich Spielraum für Verbesserungen vorhanden.“ In erster Linie müsse man sich jedoch in den Trainings steigern, um schnellere einzelne Runden fahren zu können und demzufolge eben bessere Startplätze zu erzielen. In weiterer Folge müsse man auch die Abstimmung für die Renndistanz optimaler hinbekommen, damit das Motorrad mit weniger Risiko den Tick einfacher zu fahren ist. „Im Moment bin ich ständig am Limit unterwegs und folglich auch des Öfteren in Sturzgefahr“, kommentiert der Pflugdorfer.

Auch interessant

Meistgelesen

Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Riverkings weiterhin wie eine Dampfwalze
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Guido Kandziora coacht künftig TSV-Kicker
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Markus Klingl erfolgreichster WM-Starter
Floorball-Süd-Derby verspricht viele Tore
Floorball-Süd-Derby verspricht viele Tore

Kommentare