Martina Aicher in Topform:

Fünf Starts, fünf Medaillen

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Stark: fünf Medaillen gewann Martina Aicher bei der Deutschen Masters-Schwimm-Meisterschaft.

Kaufering – Für Paukenschläge hat Martina Aicher bei der Deutschen Meisterschaft der Schwimm-Masters in Sindelfingen gesorgt. Die Schwimmerin des VfL Kaufering ge­wann zwei Gold-, zwei Silber und eine Bronzemedaille.

Im Schwimmsport beginnen die „Masters“ schon in der Altersklasse (AK) der 20- bis 25-Jährigen. In Fünf-Jahres-Schrit­ten geht es dann weiter bis zur AK 75. Martina Aicher hatte mit dem Ostertrainingslager in San Marino die Endphase der Vorbereitung auf die Deutsche als Saisonhöhepunkt eingeleitet. Danach stellte sie ihre ausgezeichnete Form mehrfach unter Beweis gestellt. Der letzte Feinschliff erfolgte dann im Pfingsttrainingslager im Landsberger Inselbad. Den Lohn für den Trainingsfleiß gab’s dann in Sindelfingen, wo für Aicher am Ende fünf Medaillen zu Buche standen.

Absolute Topzeiten schwamm Martina Aicher bei ihren Siegen im Schmetterling. Mit 29,66 Sekunden über die 50 Meter und 1:07,10 Minuten über die 100 schrammte sie jeweils nur denkbar knapp am deutschen Altersklassenrekord vorbei und war dabei schneller als die Siegerin in der AK25. Die weiteren Medaillen holte sich das Kauferinger Schwimmurgestein über 50 und 100 Meter Freistil sowie über 200 Meter Lagen. Sie schnappte sich damit bei jedem Start eine Medaille.

Ganz anders lief’s bei Dominic Puchmayr (15). Schulische Verpflichtungen beeinträchtigten die Vorbereitungen auf die Süddeutsche Meisterschaft in Dresden und die Deutsche in Berlin. Trotzdem schaffte es der VfL-Nachwuchsschwimmer, sich auf der Süddeutschen souverän für vier Strecken zur Deutschen zu qualifizieren. Auch wenn er dort an seinem großen Ziel, die Finalteilnahme, scheiterte, so gelangen ihm mit 56,4 und 25,8 Sekunden über 100 und 50 Meter Freistil neue persönliche Bestzeiten. Wie eng es in der deutschen Spitze zugeht zeigt die Tatsache, dass Puchmayr mit seiner 100 Meter-Rückenzeit 15. wurde und damit nur um rund eine Sekunde am Finale der besten Zehn vorbeischrammte.

Harte Vorbereitung

„Die tollen Ergebnisse wachsen natürlich nicht auf den Bäumen, sondern müssen mit viel Trainingsfleiß hart erarbeitet werden“, betonen die VfL-Trainer. Wie hart das Kauferinger Schwimmteam zu Werke geht, zeigte das Pfingsttrainingslager. Dabei wurden im Landsberger Inselbad in zwei Wochen 20 Trainingseinheiten absolviert, wobei die Schwimmer bis zu 50 Kilometer zurücklegten. Das Besondere dabei aber ist, dass die Mannschaft das Schwimmbecken zeitweise alleine bevölkerte. Bei Außentemperaturen von maximal acht Grad Celsius war das auch kein Wunder. Da half nur viel Melkfett auf der Haut, literweise warmer Tee oder, wie eine Schwimmerin schmunzelnd meinte, „warme Gedanken“. Auch Co-Trainerin Martina Aicher zeigte gegenüber frierenden Schwimmern kein Erbarmen, sondern meinte trocken: „Wer friert, muss mehr Knödel essen.“

Dass man als guter Schwimmer beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Triathlonkarriere mitbringt, zeigte übrigens Nadja Amrhein beim Schongauer Jugendtriathlon. In der ersten Disziplin, die im Schongauer Schwimmbad absolviert wurde, schwamm sie über die 300 Meter einen Vorsprung von einer Minute auf die Konkurrenz heraus. Das ließ sich auch auf der Rad- und Laufstrecke nicht mehr nehmen und holte sich ihren ersten Triathlonsieg. Neben der 14-Jährigen waren mit ihren Brüdern Jan und Niklas Amrhein, Johannes Sturm sowie Maja und Skadi Kühl fünf weitere Nachwuchsathleten des VfL Kaufering mit viel Freude und Ehrgeiz in Schongau am Start.

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