Lufthoheit erkämpft

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Stand meist richtig im Spiel gegen Schrobenhausen: Der junge Centerspieler Lukas Dollinger verhalf den Heimerer Schulen Baskets zum Sieg.

Landsberg – Die Auswärtsniederlage gegen Freising scheint verarbeitet zu sein. Die Heimerer Schulen Baskets Landsberg führen lange Zeit gegen Schrobenhausen, können sich aber erst im letzten Viertel entscheidend absetzen. Die Überlegenheit unterm Korb und konzentrierte Phasen in der Verteidigung führen letztlich zum Sieg und zum vierten Tabellenplatz in der 2. Regionalliga Südost.

In den ersten Minuten nach dem Sprungball zeichnete sich das Kräfteverhältnis zwischen beiden Mannschaften noch nicht so deutlich ab, wie es der weitere Spielverlauf zeigen sollte. Möglicherweise lag es an der fehlenden Konzentration in der Verteidigung. Jedenfalls konnten die Landsberger im ersten Viertel nicht verhindern, dass mit Lukas Edler einer der gefährlichsten Dreierschützen der Liga seine Zielgenauigkeit ein ums andere Mal unter Beweis stellte. Den kurzzeitigen Lauf der Schrobenhausener unterbrach Neuzugang Bastian Zinder, der sich in der Landsberger Verteidigung als emsiger Balldieb verdient machte und somit Überzahlsituationen für seine Mitspieler erzeugte.

Der Rückstand zur Viertelpause konnte somit auf lediglich einen Zähler verkürzt werden. Das heimische Publikum wurde im zweiten Spielabschnitt Zeuge einer stark verbesserten Reboundarbeit auf Landsberger Seite. Auch unter dem gegnerischen Korb sammelte man die eigenen Fehlwürfe ein und erkämpfte sich somit zahlreiche Chancen, den zweiten Wurf zu versenken. Besonders auffällig hierbei war der junge Centerspieler Lukas Dollinger, der nahezu immer richtig stand, wenn es darum ging, einen Rebound zu ergattern. Aber auch seine Kollegen auf den Flügelpositionen, wie Lukas Klocker oder Jonas Fiebich sorgten mit ihren Würfen von außen dafür, dass die Schrobenhausener ihre Verteidigung nicht allein auf die hochgewachsenen Landsberger unter dem Korb konzentrieren konnten.

Mit einem 43:30 zugunsten der Heimerer Schulen Baskets gingen beide Mannschaften in die Halbzeitpause. Zu Beginn des dritten Viertels war es wieder Bastian Zinder zu verdanken, dass die Jungs von Coach Gese einem Fehlstart entgingen. Immer dann, wenn das Landsberger Zusammenspiel ins Stocken geriet nahm der vielseitige Centerspieler das Heft in die Hand und setzte sich gegen mehrere Verteidiger mit vollem Körpereinsatz durch. „Er hat heute wieder ein sehr gutes Spiel abgeliefert“, fasste Roman Gese die Leistung von Zinder zusammen. Die Gäste aus Schrobenhausen blieben dennoch immer gefährlich. Aus zwei leichten Ballverlusten auf Seiten der Landsberger machten die Green Devils Dreipunktewürfe und zwangen Roman Gese somit, auf seine Spieler in einer Auszeit verbessernd einzuwirken.

In den letzten Sekunden des dritten Viertels gelang Marc-Oliver Siegwardt zwar ein Treffer von der Mittellinie, der aber leider nicht zählte, weil die Schiedsrichter den Treffer als ungültig werteten. Im vierten Viertel ließ die Gegenwehr der Schrobenhausener spürbar nach. Lorenz Schwinghammer half seinen Mitspielern offensiv wie defensiv unter den Brettern und Jonas Fiebich zog einige Male erfolgreich zum Korb. Alles in allem konnte Coach Gese zufrieden mit der Leistung seiner Spieler sein, auch wenn er die Konstanz im Defensiv- und Reboundbereich in den nächsten Wochen im Training vermehrt einfordern dürfte.

Am kommenden Samstag, 12. November, bietet sich eine weitere Gelegenheit, beides auf die Probe zu stellen, wenn die Heimerer Schulen Baskets Landsberg beim Tabellennachbarn Milbertshofen zu Gast sind.

Frieder Dlugosch

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