So muss Floorball aussehen

Das "Wie" stimmt wieder

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So muss Floorball aussehen: Beim 8:3 gegen den TV Lilienthal jubelten die Red Hocks aus Kaufering: Drei wichtige Punkte wandern damit auf ihr Konto.

Kaufering – Gegen den ETV Hamburg war die Art und Weise, wie der Sieg zustande kam, noch nebensächlich. Hauptsache gewonnen, Niederlagenserie beendet. Am Sonntag wurden nun erneut drei ganz wichtige Punkte eingefahren und auch das „Wie“ stimmte wieder. Zahlreiche geblockte gegnerische Abschlüsse, resultierend aus einer meist sattelfesten Defensive, blitzschnelle Konter und sehenswerte Tore. So muss Floorball in Kaufering aussehen.

Gegen den ersatzgeschwächten Tabellenvorletzten vom TV Lilienthal legten die Red Hocks gefällig los und kamen zu einigen schönen Aktionen. Bereits nach drei Minuten durfte man sich erstmals in Überzahl versuchen, doch das Powerplay lief zu unsauber und bei einem gegnerischen Konter musste Tobias Dahme, der diesmal wieder zwischen den Pfosten stand, sich in bravouröser Manier ganz lang machen, um den Rückstand zu verhindern. 

In der Mitte des ersten Durchgangs dann endlich das 1:0. Marco Keß, der später zum Spieler des Tages gekürt wurde, konnte das Eis mit einem verdeckten Schuss aus der Halbdistanz brechen und seine Farben in Führung bringen. Fortan ging es rasant weiter. Als je ein Akteur die Strafbank drücken musste und es bei Vier-gegen-Vier mit viel Platz auf dem Feld weiterging, konnte Martin Joscak unbehelligt auf rechts davon ziehen. Aus bester Schussposition legte er nochmals quer auf Ersatzkapitän Johannes Weh, der das Spielgerät mit Wucht in die Maschen nagelte. Doch das 2:0 sollte nicht bis zur Pause Bestand haben. Nachdem die Red Hocks bei einem Angriff zu sorglos aufgerückt waren, setzte es bei einem schnell vorgetragenen Konter den Anschluss für die Gäste. 

Der zweite Abschnitt ließ sich dann gut an: Nach vier Minuten bediente Julian Rüger mit einem Zuckerpass Michal Hanic, der zum 3:1 verwandelte. Nur drei Minuten später konnte Tobias Hutter einen Freischlag krachend im Gästetor unterbringen, 4:1. Bis zur Pause wogte das Geschehen hin und her, zunächst mit Vorteilen für die Red Hocks, die Ball und Gegner gefällig laufen ließen. Als Lilienthal nochmals stärker aufkam, präsentierte sich die Kauferinger Hintermannschaft aufmerksam und konnte den finalen Abschluss ein ums andere Mal gut vereiteln oder sich auf Schlussmann Dahme verlassen. Spürbar war auf jeden Fall, dass die Moral der Gäste noch nicht gebrochen war. 

Doch erneut starteten die Hausherren hellwach in den Schlussabschnitt. Nach einer halben Minute markierte Stefan Weh aus der Drehung sein erstes Saisontor, nicht einmal eine Zeigerumdrehung später brachen die Hanic-Brüder durch, Michals Hereingabe fand die Kelle von Dominik, der zum 6:1 einschob. In der Folge konnte sich dann erst die Unter-, dann die Überzahlformation der Red Hocks auszeichnen. Am Spielstand änderte sich nichts, auch wenn das Powerplay nun sehenswert einige hochkarätige Chancen herausarbeiten konnte. 

Den nächsten Treffer markierte dann wieder der TVL, doch noch bevor Hoffnung bei den Gästen aufkeimen konnte, legte Kaufering nach. Dominik Hanic mit einem langen Ball quer auf Tino von Pritzbuer – Tor! Direkt im Anschluss das 7:3, doch die Mannschaft vom Lech hatte nun endgültig Oberwasser. Einen blitzsauber vorgetragenen Konter nutzte Daniel Szirbeck zum 8:3 und obwohl hüben wie drüben noch einige sehenswerte Aktionen zu bestaunen waren, blieb es bis zum Ende bei diesem Spielstand. 

Im Rennen um die Playoffs haben die Red Hocks nun gute Karten, da Verfolger Hamburg zuhause knapp gegen Berlin verlor. Noch stehen für beide Kontrahenten zwei Partien aus, es bleibt also spannend. Am kommenden Wochenende ruht der Spielbetrieb in der Bundesliga, danach geht es für Kauferings Floorballer nach Wernigerode, zu den aktuell bärenstarken Red Devils. 

Nach dem Spiel überreichte der Förderverein eine Spende in Höhe von 2000 Euro. Die Red Hocks bedankten sich herzlich für so viel Engagement bei all ihren Helfern und Freunden.

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