Sportkolumne „Ganz nah dran“

Andi Görlitz und der EM-Song

whale city - andi görlitz
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Präsentieren im Oktober ihr erstes Album und sind im Juli beim Sportsday in Landsberg zu Gast: Whale City mit Ex-Bayern-Star Andi Görlitz (Mitte) sowie Keyboarder und Bassist Michael Eichele (links) und Drummer Juri Jangl.
  • Thomas Ernstberger
    vonThomas Ernstberger
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Singende Fußballer. Das begann in den 60er-Jahren mit 1860-Torwart-Legende Petar Radenkovic und seinem „Bin i Radi, bin i König“. Ich erinnere mich an „Dann macht es Bumm“ von Gerd Müller, ein paar mehr oder meist weniger geglückte Songs deutscher Nationalmannschaften und natürlich an Franz Beckenbauers Kult-Schnulze „Gute Freunde kann niemand trennen“. Alles Gesangs-Versuche, die einige Jahrzehnte zurückliegen. Und die weit weg waren von auch nur einigermaßen anspruchsvollem Liedgut.

Warum ich heute auf singende Fußballer komme? Das ist relativ einfach: Weil „Whale City“ vergangene Woche mit „Moments“ einen neuen Song auf den Markt gebracht hat. „Whale“ wer?, werden sich jetzt viele fragen. Und was hat das in einer Sport-Kolumne verloren? Ich verrate es Ihnen: „Whale City“ (der Name einer Bäckerei am Highway One in Kalifornien) ist die Pop-Rock-Band von Ex-Nationalspieler Andi Görlitz (39) aus Rott. Zusammen mit Michael Eichele aus Dießen und dem Landsberger Drummer Juri Jangl hat sie der ehemalige 1860- und Bayern-Star, der seine Karriere 2014 nach einem Kreuzbandriss beendete, 2018 nach der Auflösung von „Room 77“ gegründet – und schon den ein oder anderen Erfolg in ausverkauften Clubs in Hamburg und München gefeiert. Jetzt also „Moments“, die siebte Single, „eine Sommer-Hymne und eine Art EM-Song“ – eingängig, mit Ohrwurm-Potenzial und weit anspruchsvoller als die eingangs erwähnten Schlager. Dazu ein witziges, „königliches“ Video, das im Neuen Schloss Schleißheim gedreht wurde.

Ich kenne Andi seit seinen „Löwen“-Zeiten. Unsere Autos standen auf dem Parkplatz am Trainingsgelände zufällig nebeneinander. „Zweimal ein LL-Kennzeichen“, meinte er damals, „das muss ja passen.“ Das tat es auch. Ich habe eine Reportage über Rott geschrieben, als er 2004 Nationalspieler wurde, ich hab‘ den „Vollzeitmusiker“ mehrfach zuhause, wo auch der Probenraum steht, besucht. Die Themen immer: Musik, Fußball – und seine Familie.

Nach ihren sieben Singles stellen die drei Jungs gerade ihr erstes Album fertig. Es wird „Forever“ heißen und erscheint am 29. Oktober. Wer die Band um Frontman und Sänger Andi vorher sehen will: Beim „Sportsday“ im Landsberger Sportzentrum tritt „Whale City“ am 17. Juli erstmals nach der Corona-­Pause wieder live auf.

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