Sportkolumne „Ganz nah dran“

Bundesliga: Es lebe der Kommerz

Nagelsmann - Bierbank
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Macht bei seiner Paulaner-Lederhosen-Shooting-Premiere erwartungsgemäß eine gute Figur: Bayerncoach Julian Nagelsmann.
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Mal ganz ehrlich: Blicken Sie noch richtig durch? Die Fußball-Bundesliga war früher ganz einfach: Alle Spiele wurden am Samstag um 15.30 Uhr angepfiffen. Zusammenfassungen kamen dann im TV in der ARD-Sportschau und später im ZDF-Sportstudio. Das änderte sich zwar, als „Premiere“, der Vorgänger von „Sky“, die Fernsehrechte kaufte. Aber auch, und später bei Sky, war klar: Da werden alle Spiele live übertragen. EIN Abo abschließen und fertig. Ausschnitte wie gehabt in ARD und ZDF.

Und jetzt? Jetzt haben wir ein riesengroßes Kuddel­muddel mit verschiede­nen Anstoß-­Zeiten an verschiedenen Tagen und dazu diverse TV-Sender, bzw. Streaming-­Dienste, für die man mehrere Abos braucht, um Bundesliga live sehen zu können.

Den Samstags-Spieltag in der alten Form gibt es nicht mehr. Dafür lauter „Salami-Spieltage“. Beispiel am letzten Wochenende: Hertha und Fürth spielten am Freitag Abend. War nur bei DAZN zu sehen. Am Samstag um 15.30 Uhr lediglich vier Spiele – darunter das 7:0 der Bayern unter dem Issinger Neu-Trainer Julian Nagelsmann (Foto) gegen Bochum. Am Samstag Abend dann noch Köln gegen Leipzig. Alles auf Sky. Und am Sonntag die restlichen drei Spiele zu drei verschiedenen Anstoßzeiten, um 15.30, 17.30 und 19.30 Uhr. Alles wieder auf DAZN, da Sky am Sonntag keine Rechte mehr hat. Macht Bundesliga so noch Spaß? Mir nicht!

Dass man auch noch „Amazon-Prime“-Abo braucht, um die Dienstagspiele der Champions League zu sehen (wie Bayerns 3:0 in Barcelona) ist das nächste Unding. Wie gesagt: So richtig Freude am „großen“ Fußball kommt da leider nicht mehr auf. Es lebe der Kommerz!

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