Alles für den Hexenkessel im Zelt

Stockschützen des FC Penzing rüsten für die Bundesliga Süd

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Da kommt Stimmung auf: Ins Stockschützenzelt des FC Penzing kamen in der zurückliegenden Bundesliga-Saison durchschnittlich mehr als 200 Zuschauer.

Penzing – Nach der Saison ist vor der Saison. Die alte Weisheit passt für die Stockschützen des FC Penzing aktuell nur bedingt. Zwar sind die wichtigsten Meilensteine mit viel Gold auf nationalem und internationalem Eis gesetzt, doch geht es derzeit für drei Teammitglieder um besondere Ehren: Matthias Peischer, Florian Lechle und Verena Ruile wollen ihre ohne­hin schon höchst erfolgreiche Saison mit einem weiteren Titel krönen: mit der Europameisterschaft. Die findet gerade in Kaunas in Litauen statt. Derweil rüsten die Daheimgebliebenen für die Sommersaison.

Der 23-jährige Florian Lechle könnte sich eigentlich schon gelassen zurücklehnen. Hat der U23-Nationalspieler doch gerade erst den EM-Mannschaftstitel aus dem nahen Peiting nach Penzing geholt. Und mit seinen Penzinger Teamkollegen Bernd Huttner, Stephan Ruile, Michael Wurmser und Matthias Peischer heimste er Silber im Europacup und der deutschen Meisterschaft ein. Was für eine Saison! Und nicht zu vergessen der Meisterschaft in der Eisstock-Bundesliga Süd. Dem steht Nationalspieler Matthias Peischer (28) in nichts nach. Im Gegenteil. Er gewann im vergangenen Jahr auch noch den WM-Titel mit der deutschen Nationalmannschaft. Dritte im Bunde der Penzinger Akteure, die von ihren Nationaltrainern zur EM nach Litauen geladen wurden, ist Verena Ruile.

Saisonstart am 13. April

Daumen drücken ist also angesagt, im Lager der Penzinger Stockschützen, auch für die anstehende Sommersaison. Bereits am 13. April startet die Saison in der Bundesliga Süd mit 16 bayerischen Teams in vier Gruppen. Zum Auftakt erwarten die FCP-Schützen in der überdachten Freiluftanlage am Sportplatz den EC Aiterhofen. Die weiteren Gegner in der Gruppe C sind Otten­zell und Oberkreuzberg. Am 8. Juni endet die Vorrunde mit der Auswärtspartie in Aiterhofen.

Mindestens Gruppenzweiter zu werden ist das gesteckte Ziel, sagt Stephan Ruile, denn dann geht es weiter ins Viertelfinale. Die Chancen stünden besser als im vergangenen Jahr, als Penzing gegen stärkere Gruppengegner über den 3. Platz nicht hinauskam. Immerhin der Klassenerhalt war damit gesichert. „Wir haben sportlich einen massiven Sprung gemacht“, betont Ruile, und das lässt für die neue Saison hoffen: Wer im Viertelfinale die Nase vorn hat, darf zum „Final Four“ nach Passau. Mitte Juli stehen dort in einem Großevent die Halbfinals und das Finale an. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg für das „junge, zielstrebige und ehrgeizige“ Penzinger Quintett. Mittelfristig darf es sogar noch mehr sein: die Qualifikation zur Stocksport-Champions-League, um auch internationale Stocksportler in Penzing begrüßen zu können.

Jetzt gilt es, sich nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch auf die nächste Saison vorzubereiten. Wie im vergangenen Jahr, muss wieder ein Zelt her – ohne geht es nicht in der Bundesliga. Kein Ding eigentlich, denn an die überaus positiven Erfahrungen vom vergangenen Jahr – mit durchschnittlich gut 200 Zuschauer pro Partie war der FCP in der Liga spitze – lässt sich leicht anknüpfen. Doch dann der Schock: Die Lagerhalle des Zeltverleihers war Ende 2018 abgebrannt und mit ihr das Stockschützendach der Penzinger. „Inzwischen ist alles geregelt, wir bekommen ein anderes“, atmet FCP-Allrounder Stephan Ruile erst mal tief durch. Vielleicht muss er sich um solche Dinge bald nicht mehr sorgen. Wenn eines Tages der Traum von einer Stocksporthalle am Penzinger Sportgelände wahr wird. „Eine immense Herausforderung, die wir allerdings gerne annehmen.“ 

Toni Schwaiger

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