Weißer Rauch am Trainerhimmel

Sven Kresin wieder Chef-Coach beim TSV Landsberg

+
Es ist vollbracht: Abteilungsleiter Robert Michel (links) und Pressesprecher Patrick Freudsmiedl (2. v. rechts) präsentieren stolz den neuen Cheftrainer Sven Kresin (2. v. links) und Sebastian Gilg (ganz rechts), dessen Funktion noch bestimmt werden muss.

Landsberg – Die Suche nach einem neuen Trainer für die 1. Mannschaft des TSV Landsberg hat ein Ende: Sven Kresin kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück und möchte an die Erfolge anknüpfen, die er von 2010 bis 2016 mit der Mannschaft hatte. Ebenfalls zurück ist der ehemalige Spieler Sebastian Gilg, der ab Oktober für frischen Wind und Fußballsachverstand in der Abteilungsleitung sorgen soll.

Es stieg zwar kein weißer Rauch vom Vereinsheim des TSV Landsberg auf, aber die Suche nach einem neuen Headcoach hatte sich über Wochen hingezogen und war fast so geheimnisvoll wie die Ernennung eines neuen Pontifex‘. Sven Kresin kommt nun als vermeintlicher Heilsbringer und Wiedergänger zum TSV Landsberg. „Ich habe das Spiel gegen Wasserburg gesehen und da hat die Mannschaft gezeigt, dass sie in der Liga bleiben will. An unseren Zielen ändert sich aber nichts, es geht nach wie vor um den Verbleib in der Bayernliga“, sagt Kresin und tritt damit auf die Euphoriebremse.

Spieler wie Rainer Stohas, Philipp Siegwart und Andreas Fülla kennt er noch aus seiner ersten Amtszeit als Trainer beim TSV. Damals schnupperten die Lechstädter unter seiner Ägide an der Regionalliga und spielten erfolgreichen und attraktiven Fußball. Nach dem Klassenerhalt 2016 zog sich Kresin aus privaten Gründen zurück und baute ein eigenes Geschäft auf. Trainer blieb er aber. Seit Winter 2019 coacht er den Kreisligisten SV Fuchstal.

„Ich bin einfach zu sehr begeisterter und ehrgeiziger Sportler. Ich konnte das Angebot des TSV nicht ablehnen“, erklärt der 43-Jährige seinen Vereinswechsel. Als zertifizierter Personal Trainer und Fitness Coach möchte er die Mannschaft wieder auf das athletische und konditionelle Level bringen, das schon vor Jahren ein Alleinstellungsmerkmal des TSV war. Sebastian Gilg erinnert sich: „Andere Mannschaften haben nach 80 Minuten den Schlusspfiff herbeigesehnt. Wir haben uns gefreut, dass wir noch zehn Minuten Vollgas geben konnten.“

Ihr Fachwissen möchten Kresin und Gilg auch in den Jugendbereich einbringen: Nachwuchsspieler sollen beim TSV eine Perspektive bekommen und in die erste Mannschaft integriert werden. Auch wenn sein derzeitiger Vertrag nur bis Ende Juni 2020 läuft, denkt Kresin langfristig. „In vier bis sieben Jahren müssen wir so aufgestellt sein, dass junge Spieler hier bleiben“, plant der neue Trainer.

Der 28-jährige Sebastian Gilg musste seine Karriere beim TSV wegen Verletzungen und beruflichen Veränderungen an den Nagel hängen. Eine Rückkehr auf den grünen Rasen ist derzeit nicht geplant. Abteilungsbeirat Patrick Freudsmiedl erklärt: „Wir waren schon länger mit Basti im Gespräch. Mit ihm bekommt der Verein mehr fußballerische Fachkompetenz. Er hat einen guten Draht zur Mannschaft und kennt sich in der Liga bestens aus.“

Welchen Titel Gilg bekommt und welche Rolle er genau spielen wird, sei noch nicht definiert. „Er wird der Oliver Bierhoff des TSV“, flachst Sven Kresin. Die Chemie zwischen den beiden scheint jedenfalls zu stimmen. Ob Florian Mayer Co-Trainer bleibt, werde sich in den nächsten Wochen entscheiden.

Neuzugänge hat der Verein im Moment nicht im Visier. Kresin und Gilg sind davon überzeugt, dass der Kader groß und gut genug sei, um in der Liga zu bestehen. Natürlich halte man die Augen offen, beobachte den Markt und könne bei Bedarf handeln. „Das Spiel gegen Wasserburg gilt für mich jetzt als Maßstab, was die Leistungsfähigkeit der aktuellen Mannschaft angeht“, sagt Kresin und legt Transfers damit zunächst ad acta.

Kresin, der unter Peter Pacult und Werner Lorant trainiert hat, kann nun zwar die Begeisterung neu entfachen, Punkte bringt er aber nicht mit. Die liegen eben noch als Bringschuld beim gesamten Team. Immerhin: Es herrscht Aufbruchsstimmung beim TSV Landsberg.

Dietrich Limper

Auch interessant

Meistgelesen

TSV Landsberg schlägt sich gegen lange Zeit schwache Gäste selbst
TSV Landsberg schlägt sich gegen lange Zeit schwache Gäste selbst
Herren 2 der DJK Landsberg fegen Utting mit 78:43 vom Platz
Herren 2 der DJK Landsberg fegen Utting mit 78:43 vom Platz
Enttäuschender Saisonabschluss für Marcel Schrötter
Enttäuschender Saisonabschluss für Marcel Schrötter
Ein Wochenende voller Highlights für die Riverkings
Ein Wochenende voller Highlights für die Riverkings

Kommentare