TSV siegt wieder

Lebensversicherung des Teams

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Nach der Niederlage in Kaufbeuren siegte der TSV Landsberg souverän mit 2:0 gegen Oberweikertshofen.

Landsberg – Die Bilanz stimmt: Gegenüber dem 0:1 in Kaufbeuren deutlich verbessert, drei Punkte eingefahren, kein Gegentor kassiert, souveräne Tabellenführung behalten. Doch nach dem 2:0 (2:0) gegen Oberweikertshofen gab es beim TSV Landsberg trotzdem nicht nur entspannte Gesichter...

Nachdenklich machten die Landsberger wohl einige Nachlässigkeiten in der zweiten Hälfte. Zum stillen Helden wurde dabei Torhüter Tobias Heiland. Der Keeper des TSV Landsberg, seit Wochen eine Bank, hatte sich zwar nach einer knappen halben Stunde eine Fehleinschätzung geleistet: „Torwart“ rief er vernehmlich nach einem Freistoß auf sein Gehäuse, um dann verdutzt festzustellen, dass Matiasovits mit dem Kopf vor ihm an den Ball kam, diesen aber über das leere Gehäuse setzte.

In der zweiten Hälfte wurde der 28-Jährige allerdings wieder zur „Lebensversicherung“ seiner Mannschaft. Die hatte sich bis dahin eine 2:0-Führung mit sehenswerten Treffern erarbeitet. Während Wroblewski im Gästetor gegen Sanktjohanser (nach schöner Ablage von Salemovic) noch retten konnte (13.), schlug es dann in der 29. Minute doch hinter ihm ein. Das „rotierende Dreieck“ in der Landsberger Offensive funktionierte in dieser Szene wieder einmal so, wie sich das TSV-Trainerteam das vorstellt: Fülla verteidigte den Ball zentral und legte ihn auf die rechte Seite auf Salemovic, dessen Hereingabe in den Fünfmeterraum drückte Strohhofer zum 1:0 über die Linie.

Kurz vor der Pause profitierten die Gastgeber dann von einem eklatanten Fehler in der Defensive der Oberweikertshofener: Einen weiten Ball aus der Landsberger Hälfte ließ der Innenverteidiger aufspringen und verschätzte sich dann auch noch deutlich. Die TSV-Stürmer hatten darauf schon spekuliert und liefen zu zweit mit dem Ball auf das Tor zu. Fülla hätte noch Strohhofer bedienen können, entschied sich aber, mit einem feinen Lupfer selbst zum 2:0 abzuschließen (43.).

Damit braute sich aber in der zweiten Halbzeit eine gefährliche Gemengelage zusammen. Die Landsberger versuchten offensichtlich, sich auf das Verwalten des Ergebnisses zu verlegen, wogegen sich auf seiten der Gäste unter anderem Mittelstürmer Karol Kopec vehement wehrte. Mit seinem Einsatz ging der antrittsstarke Pole, der erst im Winter zum SCO gewechselt war, zwar teilweise so weit über das erlaubte Maß hinaus, dass er in den Schlussminuten hauchdünn vor einem Platzverweis stand.

Gleichzeitig brachte er aber auch die Landsberger Hintermannschaft mehrfach in höchste Not. Seine besten Szene hatte der 24-Jährige nach 53 Minuten: Gäste-Regisseur Hönisch setzte Kopec gekonnt über die rechte Seite ein, dieser riss sich sogar aus dem Klammergriff des Landsberger Verteidigers los und stürmte alleine auf das Tor zu. Dem beherzt herausstürzenden Heiland war es zu verdanken, dass in dieser Szene der Anschlusstreffer nicht fiel. Seine Vorderleute rüttelte die Szene nicht wirklich wach, Heiland musste nach Ballverlusten noch einmal gegen Kopec und zweimal gegen den eingewechselten Heiß eingreifen und dabei in der 78. Minute Kopf und Kragen riskieren – gegen den durchgebrochenen Angreifer verkürzte er den Winkel so geschickt, dass er den Ball noch zur Ecke abwehren konnte. 

Auch in den Schlussminuten wurden, zum sicht- und hörbaren Unmut von TSV-Trainer Kresin, einige Bälle leichtfertig verschenkt, doch die Gäste waren an diesem Tag insgesamt in der Offensive zu harmlos, um den insgesamt verdienten Landsberger Sieg noch in Gefahr zu bringen. 

Damit bleibt der TSV in der Tabelle zehn Spiele vor Saisonende klar auf Platz eins – so deutlich, wie es der Acht-Punkte-Vorsprung auf den hartnäckigen Verfolger Kottern suggeriert, ist die Führung allerdings nicht. Zum einen muss man noch zweimal im direkten Duell gegen die Allgäuer antreten, zum ersten Mal bereits am kommenden Mittwoch (18 Uhr in Kottern).

Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel, das bereits dreimal verlegt wurde, ist dabei eine von drei Auswärtspartien, die die Landsberger in Folge absolvieren müssen: Am Samstag geht es nach Durach, am Sonntag, 13. April, dann zum Tabellenfünften nach Illertissen. Erst am 19. April (14 Uhr) steht gegen Dinkelsbühl das nächste Heimspiel im Hacker-Sportpark an.

Christoph Kruse

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