Claudia Bregulla-Linke bei der X-Terra-EM in Zittau

Bloß nicht zu viel riskieren!

Claudia Bregulla-Linke - x-terra - Zittau
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Höchste Konzentration auf der anspruchsvollen MTB-Strecke in Zittau: Claudia Bregulla-Linke (rechts) wies so manchen männlichen EM-Teilnehmer in seine Schranken.
  • Toni Schwaiger
    VonToni Schwaiger
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Utting/Zittag – Es gibt für alles eine Steigerung, allemal im Ausdauersport. Das weiß Triathletin Claudia Bregulla-­Linke nur allzu gut. Deshalb schlägt ihr Herz auch für X-Terra. Diese Wettkämpfe sind die Königsklasse unter den Cross-Triathlons. Die Herausforderung im Rennen: etwa 1,5 Kilometer Schwimmen, 30 bis 40 Kilometer auf dem Mountainbike und abschließend noch ein zehn Kilometer langer Trailrun. In Zittau fand jüngst die Europa­meisterschaft statt; mit me­daillenträchtiger Beteiligung der vielseitigen Ausdauersportlerin aus Utting. 

Erstmals wurde ein X-Terra 1996 auf Maui (Hawaii) ausgetragen, wo auch heute noch die jährlichen Weltmeisterschaften, traditionell zwei Wochen nach dem Ironman Hawaii, veranstaltet werden. Für die X-Terra-­WM kann man sich nur bei einer der nationalen Championships qualifizieren, in Europa sind es etwa elf bis 14 Rennen jährlich. Diese sind in einer Euro­pean-Tour zusammengefasst. Die sehr anspruchsvollen Strecken mit einigen Höhenmetern und 80 Prozent Singletrails erfordern höchste Konzentration und Ausdauer, aber auch jede Menge Mut und Koordinationsvermögen.

Der Triathlon in Zittau um den Olbersdorfer See gehört zu den schwersten und anspruchsvollen Strecken aller X-Terras, selbst die WM auf Maui sei angeblich ein Kinderspiel gegen diese Strecke im Erzgebirge. MTB-Strecke und Trailrun-Strecke sind „äußerst anspruchsvoll und gespickt mit steilen Anstiegen“, berichtet Claudia Bregulla-Linke. Sie nimmt seit einigen Jahren an diesem besonderen Wettkampf teil und dennoch sei es jedes Mal eine unglaubliche Herausforderung.

Die 1.046 Höhenmeter auf der kurzen MTB-Strecke seien nicht das Problem im Anstieg, sondern bei den Abfahrten. „Die sind eng, steil und verblockt, riskante und hautenge Überholmanöver lassen das Adrena­lin überschießen und die Angst vor den Stürzen ist der ständige Begleiter“, weiß die Ausdauersportlerin aus Utting aus Erfahrung.

Zieleinlauf zu EM-Bronze: Claudia Bregulla-Linke bei der X-Terra-EM in Zittau.

Die Materialwahl sei ebenfalls entscheidend, denn auf dieser Strecke wäre ein „Fully“ (Vorder- und Hinterrad gefedert) perfekt gewesen. Hatte Bregulla-Linke diesmal aber nicht am Start. Daher stand in diesem Jahr der Respekt vor der Strecke im Vordergrund und dementsprechend sei die Zeit mit 4:49 Stunden zu bewerten. Mit zwei kleinen Stürzen und einigen blauen Flecken kam sie dennoch noch als Drittplatzierte der AK 50 ins Ziel. EM-Bronze.

Im Rückblick ist Claudia Bregulla-Linke zufrieden und froh, nicht noch mehr riskiert zu haben, denn der Trainingsaufwand auf dem MTB stand in keinem Verhältnis zum Anspruch der Strecke. Sagt sie. Zudem liege der Schwerpunkt momentan auf dem Rennradtraining, da im September die Aquabike Langdistanz-Weltmeisterschaften in Almere anstehen. Die nächste Steigerung...

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